IHK-Preis wird künftig noch attraktiver
Nordhessische Wirtschaft dotiert ihren Wissenschaftspreis in Zukunft mit 10 000 Mark
Eine Dotierung von 10.000 Mark winkt den künftigen Trägern des Wissenschaftspreises der nordhessischen Wirtschaft, den die Industrie- und Handelskammer Kassel für herausragende Forschungsarbeiten an der Philipps-Universität verleiht. "Wir möchten die Bedeutung des Wissenschaftspreises weiter stärken", begründete IHK-Präsident Ludwig Georg Braun die Verdoppelung des Preisgeldes. In Zukunft wird die Auszeichnung praxisrelevanter Promotionen und Habilitationsschriften alle zwei Jahre erfolgen. Zusätzlich soll ein Förderpreis für hervorragende Diplomarbeiten ausgelobt werden.
Den IHK-Wissenschaftspreis für 1998 konnten Ende Juni die Marburger Pharmakologin Dr. Yuan Zhu und der Chemiker Dr. Rolf Schäfer entgegennehmen.
Frau Zhu, deren Doktorarbeit bereits vom Fachbereich Pharmazie ausgezeichnet wurde, kam bei ihren Untersuchungen an Ratten zu dem Ergebnis, dass das Absterben von Nervenzellen im Gehirn verhindert werden kann, wenn durch spezielle Medikamente die Bildung so genannter Wachstumsfaktoren angeregt wird. Die Forschungsergebnisse der Chinesin könnten bei der Behandlung von Schlaganfällen und von Erkrankungen wie Alzheimer Bedeutung erlangen.
Schäfer forschte über "Defektartige Elektronenzustände in isolierten Galliumarsenidclustern" und lieferte mit seinen experimentellen Untersuchungen, bei denen er wissenschaftliches Neuland betrat, einen wichtigen anwendungsorientierten Beitrag für eine weitere Miniaturisierung im Bereich der Halbleitertechnologie. Inzwischen arbeitet er an Themen zu seiner Habilitation.
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