Promis radeln für krebskranke Kinder
Spenden aus der "Tour der Hoffnung" kommen auch der Uni-Kinderklinik in Marburg zugute
Vier Tage lang rollte die "Tour der Hoffnung" Mitte August wieder für krebskranke Kinder. Zahlreiche Radler – unter ihnen Prominente aus Sport, Politik und Wirtschaft – gingen auch für die diesjährige Goodwill-Aktion an den Start. Die rund 250 km lange Strecke führte von Gießen über Marburg, Siegen und Olpe bis nach Bochum. In vielen hessischen und nordrhein-westfälischen Gemeinden machten die Radler Station und warben um Unterstützung. Wurden im vergangenen Jahr 775.000 Mark an Spenden eingefahren, so waren es diesmal über 1,1 Millionen Mark – ein Rekordergebnis, über das sich wieder mehrere Kliniken freuen dürfen.
Die Kinderklinik der Philipps-Universität ist von der "Tour der Hoffnung" seit 1994 dreimal unterstützt worden. Insgesamt kamen der Marburger Kinderklinik Spendenmittel in Höhe von mehr als einer halben Million Mark zugute. Sie trugen entscheidend zum Aufbau der Tagesklinik bei. Außerdem konnten aus den Zuwendungen die Aufnahmestation renoviert und ein Forschungslabor für die Kinderkrebsheilkunde eingerichtet werden.
Von der zu erwartenden Spendensumme dieses Jahres soll nach Angaben von Klinikdirektor Professor Hannsjörg Seyberth die Krebstherapie bei Kindern optimiert werden: "Durch neue molekularbiologische Methoden, die im Forschungslabor von Privatdozent Dr. Holger Christiansen entwickelt werden, und durch moderne analytische Verfahren, die in unserem pharmakologischen Labor etabliert werden sollen, wird es künftig möglich sein, nur die zur Tumorbekämpfung absolut notwendige Chemotherapie einzusetzen und dadurch nicht erwünschte Nebenwirkungen bei unseren Patienten auszuschließen."
kw

