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Kurz gemeldet

Erste Marburger Professorin für Evangelische Theologie

Am Fachbereich Evangelische Theologie der Philipps-Universität wird ab diesem Semester erstmals eine Professorin lehren. Dr. Angela Standhartinger (36) hat den Ruf auf eine C4-Professur für Neues Testament angenommen. Die habilitierte Theologin war zuletzt Vikarin an der Kirche St. Katharinen in Frankfurt und arbeitete in diesem Jahr als Heisenberg-Stipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in New York. Die Marburger Universität, 1527 als erste protestantische Universität gegründet, sei als jahrzehntelange Wirkungsstätte Rudolf Bultmanns "ein erster Ort für die neutestamentliche Lehre und Forschung", betonte die Theologin gegenüber dem Evangelischen Pressedienst. Sie freue sich auf die Zusammenarbeit im neuen Kollegium, nicht zuletzt weil die Frauenforschung am Marburger Fachbereich bereits eine längere Tradition habe. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehörten bisher die Paulus-Forschung, das hellenistische Judentum und feministisch-theologische Bibelauslegung.

Neuer Forschungsbericht im Netz

Rund 2000 Projekte, Verbundvorhaben und Forschungsschwerpunkte beschreibt der neue Forschungsbericht der Philipps-Universität, der seit Mitte des Jahres im Internet (http://www.uni-marburg.de) zugänglich ist. Angeführt wird der Bericht mit einer Beschreibung der sechs Sonderforschungsbereiche, sieben Graduiertenkollegs und fünf Forschergruppen bzw. Klinischen Forschergruppen. Knapp 50 Prozent der 220 gelisteten Institute haben bereits von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, ihre Angaben online einzugeben. Durch die Online-Erhebung sollen Interessenten jederzeit auf möglichst aktuelle Daten zurückgreifen können.

Der Bericht verzeichnet für 1998 und 1999 insgesamt 1025 Promotionen und 76 Habilitationen. 65,5 Millionen Mark an Drittmitteln wurden im letzten Jahr von Marburger Wissenschaftlern eingeworben.

Benefizkonzerte erbrachten 6000 Mark für neue Bücher

6000 Mark – das ist die Bilanz der vier Benefizkonzerte, die Studierende der Musikwissenschaft im Sommersemester veranstalteten, um die Institutsbibliothek zu unterstützen. Wegen der knappen Haushaltsmittel mussten dort bereits mehrere Zeitschriftenabonnements eingestellt werden – eine ernsthafte Beeinträchtigung musikwissenschaftlichen Arbeitens. Um neue Primärliteratur (Noten) und aktuelle Forschungsliteratur anschaffen sowie Subskriptionen weiterführen zu können, luden die Studierenden ein zur Konzertreihe "Auff die Music". Eintritt wurde nicht erhoben, stattdessen wurde um Spenden gebeten – mit Erfolg, wie das Ergebnis zeigt. Immerhin entsprechen die 6000 Mark, die von Konzertbesuchern und einzelnen Firmen gestiftet wurden, einem Viertel des Jahresetats der Bibliothek. Jetzt können drei Standardwerke zwei Jahre lang weiterfinanziert werden: Corpus Mensurabilis Musicae, Musica Britannica und die Schönberg-Gesamtausgabe. Ein Spender erklärte sich bereit, die Schubert-Gesamtausgabe zu finanzieren, und die Deutsche Schubert-Gesellschaft kündigte für November einen Schubert-Abend an, dessen Erlös ebenfalls in Musikliteratur fließen soll.

DFG macht Werbung mit Marburger Graduiertenkolleg

Über 300 Graduiertenkollegs unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) an deutschen Universitäten, um besonders qualifizierte Doktoranden zu fördern. In einer achtseitigen Werbeschrift über die Aufgaben dieser Kollegs, die kürzlich in englischer Sprache aufgelegt wurde, stellt die DFG das an der Philipps-Universität bestehende Graduiertenkolleg "Optoelektronik mesoskopischer Halbleiter" als bundesweit einzige Einrichtung dieser Art beispielhaft vor – ohne Zweifel eine Auszeichnung. Die Werbeschrift beschreibt das Marburger Studienprogramm, das neben Ringvorlesungen und einem jährlichen Blockseminar u. a. Vorträge von Gastwissenschaftlern, Workshops und Besuche auswärtiger Forschungsinstitute umfasst. Das 1993 eingerichtete Kolleg (Sprecher: Professor Peter Thomas) wird von Wissenschaftlern der Fachbereiche Physik und Chemie und des Zentrums für Materialwissenschaften betreut. Es zählt bis zu 30 Doktoranden, die auf dem Gebiet der modernen Halbleiterphysik und der Kommunikationstechnologie forschen. Ausführliche Informationen dazu sind im Internet zu finden unter: http://www.physik.uni-marburg.de/hlo/gkwww.html.

Wahlen der neuen Gremien noch im Wintersemester

Noch im Wintersemester sollen an der Philipps-Universität Wahlen der Kollegialorgane nach dem neuen Hessischen Hochschulgesetz (HHG) stattfinden. Voraussetzung dafür ist die Genehmigung der im August von Präsident, Vizepräsident und Kanzler beschlossenen Wahlordnung durch das Wissenschaftsministerium. Die Amtszeit der bisherigen Gruppenvertreter endet am 31. März 2001.

Frühestmöglicher Termin für die Wahlen des Senats, der Wahlversammlung und der Fachbereichsräte könnte nach einer Mitteilung des Kanzlers als Wahlleiter der Zeitraum zwischen dem 5. und 7. Dezember 2000 sein. Für die Festlegung des endgültigen Termins ist der zentrale Wahlvorstand zuständig. Die Stimmabgabe erfolgt an der Urne oder auf Antrag durch Briefwahl.

Laut Übergangsvorschrift der Wahlordnung ist vorgesehen, dass sich die neu gewählten Gremien noch im Wintersemester konstituieren können, allerdings ohne die gesetzlich bis zum Ende des Wintersemesters garantierten Kompetenzen der bisherigen Kollegialorgane zu berühren.

Für den Senat sind zu wählen: neun Mitglieder der Professorengruppe, drei Studierende, drei wissenschaftliche Mitglieder und zwei technisch-administrative Mitglieder.

In die Fachbereichsräte werden gewählt – unabhängig von der Größe des Fachbereichs: sieben Mitglieder der Professorengruppe, drei Studierende, zwei wissenschaftliche Mitglieder und ein administrativ-technisches Mitglied.

Gleichzeitig mit den Mitgliedern des Senats und der Fachbereichsräte werden deren Stellvertreter gewählt. Stellvertreter sind die auf den jeweiligen Listen nach den gewählten Mitgliedern aufgestellten Kandidaten in der Reihenfolge ihrer Aufstellung.

Die für die Wahl von Präsident(in) und Vizepräsident(inn)en zuständige Wahlversammlung besteht aus den stimmberechtigten Mitgliedern des Senats und ihren Stellvertreter(inne)n. Da der Wahlversammlung insgesamt 22 Mitglieder der Professorengruppe, zehn Studierende, sieben wissenschaftliche Mitglieder und vier administrativ-technische Mitglieder angehören, werden die noch offenen neun Mitglieder zusammen mit der Senatswahl ermittelt. Es handelt sich in der Professorengruppe und bei den Studierenden um je vier weitere Mitglieder, bei den wissenschaftlichen Mitgliedern um ein weiteres Mitglied.

Die Universität eröffnet den Kandidatinnen und Kandidaten für die Senatswahl die Möglichkeit, sich der Universitätsöffentlichkeit auf den zentralen WWW-Seiten vorzustellen und für die in diesem Gremium angestrebten Ziele zu werben.

Öffentliche Abendvorlesungen zum Jahr der Physik

Im Wintersemester setzt der Fachbereich Physik seine öffentlichen Abendvorlesungen zum "Jahr der Physik" fort (jeweils dienstags, 20.00 Uhr, Großer Hörsaal, Renthof 5). Es referieren:

  • Professor Bruno Eckardt: Ordnung im Chaos (24. Oktober);
  • Professor Heinz-Werner Waßmuth: Rote Riesen, Weiße Zwerge, Schwarze Löcher: Vom Werden und Vergehen der Sterne (7. November);
  • Professor Christian Wissel: Natur verstehen mit dem Computer – was ein Physiker in der ökologischen Forschung macht (21. November);
  • Professor Hans Ackermann: Sonnenenergie – Forschung, Anwendung, Durchsetzung (5. Dezember).

Zuletzt aktualisiert: 14.12.2007 · trautmas

 
 
 
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