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Unter diesem Titel hat sich eine Forschergruppe formiert, die
aktuell(st)e Entwicklungen mit der historischen Tiefendimension
verbinden will.
Als Ausgangspunkt für ein Forschungsprogramm, das in der Integration der Erkenntnisse und Methoden von Antike und Moderne neue Wege geht, wurde vom 24.-27. März 2010 eine internationale Konferenz veranstaltet, die Experten zu einer breitgefächerten Fragestellung zusammenführte. Ziel dieser internationalen Tagung war es, antike und moderne Perspektiven miteinander zu kontrastieren. An drei Tagen wurden Fragen der materiellen Voraussetzungen, der sozialen und politischen Faktoren sowie der kulturellen Bedingungen für Bildung, Konsolidierung und Zerfall von Staaten im interdisziplinären Gespräch erörtert. In den einzelnen Untereinheiten wurden im Allgemeinen jeweils ein Thema aus einem antiken Bereich und ein aktuelles Thema aufeinander bezogen, wobei neben den Vorträgen ausreichend Zeit zur Diskussion vorgesehen war.
Die Referenten waren international ausgewiesene Experten der Altorientalistik, Vorderasiatischen Archäologie, Geographie, Bibelwissenschaft, Religionswissenschaft, Politologie, Soziologie, Wirtschaftswissenschaft, Islamwissenschaft und verwandter Fächer.
Diese Tagung hatte darüber hinausgehend die strategische Funktion, Fragestellungen zu formulieren und zu strukturieren, aus denen dann anschließende Forschungsvorhaben entwickelt werden sollen. In dieser Forschungsthematik haben auch die Naturwissenschaften einen wichtigen Platz, denn bei der Untersuchung der materiellen Voraussetzungen für Staatenbildung und -zerfall liefern diese die grundlegenden Informationen.

