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Halqa arabiyya: Für ein aktives Wissenschaftsarabisch am CNMS!

Unser Ziel

Die Halqa arabiyya bietet den Studierenden, Dozierenden und Forschenden Gelegenheit, ihre Studien- und Forschungsthemen auf Arabisch vorzustellen und zu diskutieren. Ziel ist es, Arabisch als moderne und aktive Wissenschaftssprache am CNMS zu praktizieren und sie damit im Rahmen einer postkolonial sensibilisierten Lehre und Forschung zu ‚de-exotisieren‘.

Wie die Treffen ablaufen

In entspannter Atmosphäre – bei Tee und Keksen – wollen wir vor allem das aktive Sprechen auf Arabisch fördern. Uns geht es also nicht darum, keine Fehler zu machen oder alles zu verstehen, sondern vielmehr darum, ins Sprechen zu kommen und uns fachlich auszutauschen! Die Vorträge dauern in der Regel 15 Minuten, danach gibt es eine Diskussion. Darüber hinaus sind auch Kurzvorträge von ca. 5 Minuten herzlich willkommen.

Das Team der Halqa arabiyya unterstützt alle Vortragenden bei der Vorbereitung. Darüber hinaus finden sich zusätzliche Informationen und Vokabellisten zum Selbstlernen auf Ilias im Seminar „Halqa arabiyya/Kolloquium Wissenschaftsarabisch“. Wer einen Vortrag hält und mindestens ein Semester regelmäßig und aktiv an der Halqa arabiyya teilnimmt, erhält eine offizielle Teilnahmebestätigung.

Die digitale Vorlesungsreihe

Seit 2020 wird das Programm der Halqa arabiyya durch eine arabische Vorlesungsreihe ergänzt. In kurzen arabischsprachigen Videos mit arabischen Untertitel stellen muttersprachliche und nicht-muttersprachliche Forschende ihre Forschung vor, z.b. über Trauma in der libanesischen Nachbürgerkriegsliteratur, über das Konzept der Integration in Deutschland oder die muslimische Lesart der Geschichte. Die Videos werden auf unserer Facebookseite und auf unserem YouTube-Kanal veröffentlicht.
Das Programm der digitalen Vorlesungsreihe im Wintersemester wird in Kürze veröffentlicht.

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Daike Martens

Das Programm für das Wintersemester

(jeweils Do, 18-20 Uhr, via BigBlueButton)

19.11.2020:
Assem Hefny (Dr. ArabistikCNMS/Uni Münster): Der Begriff Sharia zwischen Text und Kontext am Beispiel von Ägypten
Albrecht Fuess (Prof. Islamwissenschaft): “Mein Leben als Gastprofessor in Kairo“

10.12.2020:
Martina Merlo (MA PoKu): Der Internationale Strafgerichtshof und der Sudan: Legitimitätsfragen im Fall Darfur
Anna Christina Scheiter (PhD Arabistik): Aushandlung von Grenzen durch Erinnerung in der syrischen Gegenwartsliteratur 

21.01.2020:
Jannis Kostelnik (MA African Linguistics/Bayreuth): Sprachkontakt zwischen afrikanischen Sprachen und der Arabischen Sprache im Sudan
Frank Weigelt: (Dr. Semitistik): Was ist der Unterschied zwischen mā faˤala und lam yafˤal?

11.02.2020:
Anthony Quickel (PhD Islamwissenschaft): Das Projekt „Egypt Landscape“
Ahmed Shueir (PhD Islamwissenschaft): Prophetie und Legende in der mittelalterlichen Auseinandersetzung zwischen Islam und Christentum

Organisation: Sherif El Habibi, Vera Tsukanova, Christian Junge, Eylaf Bader Eddin, Assem Hefny, Frank Weigelt 

Ansprechpartner: Christian Junge

Was bisher geschah

Seit ihrer Gründung im 2017 haben mehr als ein Dutzend Studierende, Dozierende und Forschende in der Halqa arabiyya vorgetragen, u.a. zu Themen wie die Rolle der Gewerkschaften während des ‚Arabischen Frühlings‘, muslimische Dating-Plattformen in Deutschland oder arabisches Sprachdenken und Emanzipation an der Schwelle zur Moderne. Darüber hinaus findet in jedem Semester ein abendfüllender arabischer Gastvortrag statt. In Zusammenarbeit mit CNMS meets Refugees lud die Halqa arabiyya in den letzten Semestern die syrische Schriftstellerin Rosa Yassin Hassan, die US-amerikanische Politologin Wendy Pearlman und den syrischen Intellektuelle Yasin al-Hajj Saleh ein. Abgerundet wird das Programm durch offene Diskussionsrunden, u.a. über „Sport aus kulturwissenschaftlicher Perspektive“ oder „Arabisch als Wissenschaftssprache in den Nah- und Mitteloststudien“.

Weiterführende Links:

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