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Lehr- und Lernformen

Im Studiengang Bachelor Vergleichende Kultur- und Religionswissenschaft gibt es unterschiedliche Arten von Lehrveranstaltungen, die im Folgenden vorgestellt werden.

Einführungsvorlesung

Die Einführungsvorlesung präsentiert einen Überblick über wissenschaftliche Erkenntnisse der drei Fächer Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft, Religionswissenschaft und Kultur- und Sozialanthropologie anhand von Beispielen. Begleitet wird eine Einführungsvorlesung durch ein Tutorium, in dem das in der Einführungsvorlesung erworbene Wissen überprüft wird.

Tutorium

Das die Einführungsvorlesung begleitende Tutorium dient der Einübung wissenschaftlicher Arbeitstechniken. Gleichzeitig werden Grundlagen der drei am B.A. "Vergleichende Kultur- und Religionswissenschaft" beteiligten Fächer vermittelt. Das Tutorium ist nur Studierenden dieses B.A. vorbehalten.

Proseminar

Proseminare ergänzen und vertiefen die Einführungsvorlesung. Sie behandeln zum einen fachgeschichtliche und kulturtheoretische Schlüsseltexte. Zum anderen werden die Studierenden mit empirischen und hermeneutischen Methoden vertraut gemacht. Im Proseminar können Referate gehalten, Essays geschrieben oder andere Leistungen zum Erwerb der Leistungspunkte erbracht werden.

Referat

Die Studierenden sollen ein abgesprochenes, begrenztes Thema in einer vorgegebenen Zeit (in der Regel 15-20 Minuten) und unter Verwendung relevanter Quellen untersuchen. In einem freien Vortrag stellen sie, unter Berücksichtigung entsprechender rhetorischer Techniken und Visualisierungen, ihre Erkenntnisse argumentativ zur Diskussion. Zur Unterstützung des Vortrags soll eine Tischvorlage (Gliederung, Hauptthesen und Quellen) verteilt werden.

Seminar

Seminare behandeln spezielle Themen der Vergleichenden Kultur- und Religionswissenschaft anhand ausgewählter Literatur, die von den Studierenden eigenständig bearbeitet werden müssen. Sie sollen in einem Seminar die erworbenen Sach- und Methodenkenntnisse sowie Arbeitstechniken in selbstständiger wissenschaftlicher Arbeit anwenden.

Vorlesung

Eine Vorlesung ist ein mindestens 45-minütiger Vortrag zu einem ausgewählten Thema der drei Fächer Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft, Religionswissenschaft oder Kultur- und Sozialanthropologie. Meist gibt es keine Referate oder längere Diskussionsrunden in den Vorlesungen. Vorlesungen können mündlich oder schriftlich evaluiert, durch einen Lektürekurs ergänzt und/oder durch das Schreiben einer Hausarbeit vertieft werden. Vorlesungen werden üblicherweise nur von Professorinnen und Professoren, bzw. Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten angeboten.

Evaluation

Die Evaluation ist eine mündlich oder schriftlich stattfindende Auseinandersetzung mit den in der Vorlesung vorgetragenen Inhalten. Eventuell muss für die Evaluation relevante Fachliteratur hinzugezogen werden.

Hausarbeit

Hausarbeiten sind schriftliche Darstellungen zu begrenzten Themen, die von den Studierenden eigenständig ausgewählt und (in Absprache mit einer Lehrperson und unter Anwendung wissenschaftlicher Arbeitstechniken) bearbeitet werden. Die Studierenden sollen ein Thema in einer begrenzten Zeit (vor allem in der vorlesungsfreien Zeit) und unter Verwendung eigenständig recherchierter Quellen und Fachliteratur wissenschaftlich bearbeiten und schriftlich auf ca. 10-15 Seiten darstellen. Die Hausarbeiten sind üblicherweise inhaltlich und formal an ein Seminar gekoppelt.

Lehrforschungsprojekt

Im Lehrforschungsprojekt werden eigenständige Forschungen innerhalb eines Rahmenthemas durchgeführt (forschendes Lernen). Sie reichen von der Forschungsplanung über die Recherche bis zur öffentlichen Ergebnispräsentation. Die Arbeit wird in Arbeitsgruppen weitgehend selbständig durchgeführt.

Lektürekurs

Ein Lektürekurs ist eine selbständig organisierte studentische Lerneinheit, die während des Semesters durchgeführt wird. Zu Beginn des Semesters findet sich eine Gruppe von mindestens zwei Personen, die ein bestimmtes Themeninteresse verfolgt. Diese Gruppe sucht sich einen Lehrenden Ihrer Wahl aus und bittet diesen um Betreuung des Lektürekurses. Es bietet sich an, sich dabei an den inhaltlichen Schwerpunkten der Lehrenden zu orientieren. Zu diesem Zweck können die Homepages der Lehrenden (für Lehrende siehe Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft, Religionswissenschaft oder Kultur- und Sozialanthropologie) konsultiert werden. Wenn die Gruppe sich mit der Lehrenden ihrer Wahl auf drei bis fünf Literaturtitel geeinigt hat, lesen die Studierenden während des Semesters diese Bücher sorgfältig und kontinuierlich. Anzuraten ist ein regelmäßiger wöchentlicher Termin. Zum Abschluss des Semesters oder spätestens zu Beginn des folgenden Semesters wird in einer mündlichen Gruppenevaluation das erworbene Wissen überprüft. Es handelt sich dabei um ein ca. halbstündiges Gespräch.

Exkursion

Exkursionen beinhalten eintägige Fahrten zu kulturellen Institutionen sowie mehrtägigen Fahrten in ausgewählte Regionen. Die Exkursionen werden in einer Lehrveranstaltung thematisch vorbereitet und von einer Lehrperson geleitet. Mehrtätige Exkursionen werden ebenenfalls im Rahmen von Lehrforschungsprojekten durchgeführt. Zur Exkursion gehört ein Exkursionsbericht von in der Regel fünf Seiten.

Praktikum

Der beste Zeitpunkt, ein Praktikum zu beginnen, ist nach dem zweiten Jahr des Studiums. Normalerweise soll das Praktikum acht Wochen während der vorlesungsfreien Zeit dauern, es können aber auch zwei vierwöchige Praktika absolviert werden. Die Art von Institution, in der das Praktikum durchgeführt werden kann, ist in der (neuen) Studien- und Prüfungsordnung (PDF, 274 KB) genau niedergeschrieben. Zitat: "Berufsbezogene Zusatzqualifikation": In Frage kommen kulturell ausgerichtete Institutionen wie Museen oder Kulturzentren, Tourismus-, Ausstellungs- oder Kongressorganisationen, Beratungsstellen für interkulturelle Belange, Verlage, Journalismus und Medienvertretungen und der Bereich der Erwachsenenbildung. Außerdem kommen Institutionen zur Entwicklungszusammenarbeit in Frage. Praktika im Ausland können auch anerkannt werden. Innerhalb des Praktikums sollen Kenntnisse in Bereichen wie Kulturmanagement, Beratungen in interkulturellen und religiösen Belangen, aber auch Präsentationstechniken und in professionellen Textgestaltungen erworben werden." - Das Verfahren gestaltet sich folgendermaßen: Die Studierenden suchen sich selbständig ein Praktikumsplatz und lassen sich diesen von der Praktikumsbeauftragten (bzw. B.A.-Studienberatung) vor Praktikumsbeginn schriftlich genehmigen. Nach dem Praktikum muss ein 15-seitiger Bericht im gleichen Studienjahr abgegeben werden (siehe auch neue Studien- und Prüfungsordnung (PDF, 274 KB), Anhang 8.). Alternativ zu dem Praktikumsbericht können die Studierenden der neuen Studienordnung (ab WS 2010/11) aber auch der alten Studienordnung (vor WS 2010/11) ein Workshopangebot zur Profilerarbeitung, Praktikumsvorbereitung und der reflexiven Nachbereitung sowie Evaluation der Erfahrungen nutzen. Näheres dazu hier.

Internet-Lerneinheit

Eine Internet-Lerneinheit ist ein Komplex von im voraus im Internet bereitgestellten Materialien und didaktisch strukturierten Lernprozessen, die Kenntnisse in einem bestimmten Bereich vertiefen.

Kolloquium

Kolloquien sind Foren des Austauschs von Lehrenden und Studierenden über ihre Abschlussprojekte und andere Forschungsarbeiten.

Experimentelle Lehr- und Lernformen

In experimentellen Lehr- und Lernformen sind Lehrende und Studierende aufgerufen, die Formen des Unterrichts experimentell weiterzuentwickeln. Bei wesentlichen Abweichungen von den o.g. aufgeführten Formen ist rechtzeitig die Zustimmung der zuständigen universitären Gremien einzuholen.

Zuletzt aktualisiert: 09.11.2011 · Stéphane Voell

 
 
 
Fb. 03 - Gesellschaftswissenschaften und Philosophie

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Tel. 06421/28-23749, Fax 06421/28-22140, E-Mail: ethno@staff.uni-marburg.de

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