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27.09.2011

Philipps-Universität Marburg wird von NVIDIA zum "CUDA Research Center" und "CUDA Teaching Center" ernannt

Die Philipps-Universität Marburg wurde von NVIDIA, dem Weltmarktführer in Visual und High-Performance Computing, zum "CUDA Research Center" und "CUDA Teaching Center" ernannt.

Research and Teaching Center LogoCUDA ist NVIDIAs parallele Rechenarchitektur, die dramatische Steigerungen der Rechenleistung erlaubt, in dem sie die Leistung des Grafikprozessors (GPU) nutzbar macht. CUDA Research Center, die an der vordersten Front eines Teils der innovativsten und wichtigsten wissenschaftlichen Forschung weltweit stehen, sind anerkannte Institutionen sich GPU Computing für eine Reihe von Forschungsfeldern zu eigen machen und anwenden. CUDA Teaching Center sind anerkannte Institutionen, die GPU Computing Techniken in ihr etabliertes Curriculum zur Programmierung von Computern integriert haben.


Die Philipps-Universität Marburg ist die erste Hochschule in Deutschland, die, basierend auf der Vision, Qualität und Bedeutung ihrer Forschung und Lehre, sowohl zu einem CUDA Teaching Center, als auch zu einem CUDA Research Center ernannt wurde. Mehrere Forschergruppen der Universität Marburg, unter anderem Forschergruppen aus den Gebieten Informatik, Medizin, Chemie und Mathematik verwenden GPU Computing.  Koordiniert durch Prof. Michael Guthe, planen diese individuellen Gruppen nun eine Zusammenarbeit in der Forschung und Lehre, um Synergien besser zu nutzen.

Hintergrund:

Forschergruppen aus unterschiedlichen Fachbereichen der Philipps-Universität arbeiten auf dem Gebiet der Parallelverarbeitung mit CUDA eng zusammen. Dabei nehmen die beiden Informatikgruppen eine zentrale Rolle ein, in denen auch die CUDA parallele Programmiersprache in der Lehre vermittelt wird:

  • Die AG für Grafik und Multimedia Programmierung (Leiter: Prof. Michael Guthe) des Fachbereichs Mathematik und Informatik beschäftigt sich unter Anderem mit Themen wie Echtzeitrendering, 3D Modellierung und fotorealistisches Rendering. Diese Gebiete wären ohne die heutige GPU Technologie fast unmöglich.
  • Die AG für Parallele Programmiersprachen (Leiterin: Prof. Rita Loogen) des Fachbereichs Mathematik und Informatik arbeitet auf dem Gebiet der parallelen deklarativen Programmierung, insbesondere der Sprachentwicklung und Implementierung und der Programmierkonzepte. Ihre Gruppe hat die parallele funktionale Programmiersprache Eden mitentwickelt und implementiert, die eine parallele Haskell Erweiterung ist.
  • Die Abteilung Immunbiologie (Leiterin: Prof. Birte Steininger) des Instituts für Anatomie und Zellbiologie beschäftigt sich mit der dreidimensionalen Struktur und Zellverteilung von menschlichen Lymphorganen und der menschlichen Zahnpulpa, insbesondere mit der Anordnung von kleinen Gefäßen. Außerdem erforscht die Gruppe die in-vivo Verteilung und das Schicksal von Zellen des Monozyten-Makrophagen Systems von Nagern.
  • Die AG Computersimulation (Leiter: Prof. Guido Germano) des Fachbereichs Chemie arbeitet auf dem Gebiet der numerischen statistischen Mechanik, insbesondere der Theorie weicher kondensierter Materie und komplexer Systeme, wobei klassische Molekulardynamik- und Monte-Carlo-Simulation von Flüssigkeiten auf massiv parallelen Architekturen benutzt wird, sowie Molekulargrafik und stochastische Prozesse.
  • Die AG Numerik und Optimierung (Leiterin: Prof. Ekaterina Kostina) des Fachbereichs Mathematik und Informatik forscht auf den Gebieten der theoretischen Analysis, der Entwicklung von Algorithmen und Software große Optimierungsprobleme, wie sie in der Optimierung von dynamischen Prozessen vorkommen. Sie nutzt extensiv Grafikprozessoren für die Berechnung von optimalen Experimenten im Fall mehrerer Experimente und für die Optimierung bei Unsicherheiten.


Das CUDA Research Center Programm fördert die Zusammenarbeit in Institutionen, die die Grenze der Parallelverarbeitung  ausdehnen. Unter den Vorteilen sind exklusive Events mit wichtigen Forschern und Akademikern, eine designierte technische Zusammenarbeit mit NVIDIA und Zugang zu spezialisierten online und persönlichen Schulungseinheiten. 

Das CUDA Teaching Center Programm ist das erste Programm seiner Art, das von einem Hardwarehersteller entwickelt wurde und Universitäten und Colleges angeboten wird. Unter den Vorteilen des Programms ist sowohl die Spende von Lehrausstattung, inklusive Textbüchern, Softwarelizenzen und NVIDIA CUDA architekturfähiger GPUs für Computer in Seminarräumen, als auch akademische Rabatte für weitere Hardware, falls sie benötigt wird.

Mehr als 460 Universitäten und Institutionen auf der Welt lehren das CUDA Programmiermodell in ihrem Curriculum. Für weitere Informationen über die Forschungsaktivitäten von NVIDIA und diese Programme, besuchen sie bitte die NVResearch Seite.

Kontakt

Prof. Dr. Michael Guthe
Philipps-Universität Marburg
FB12, Mathematik und Informatik
Hans-Meerwein-Str., 35032 Marburg

http://www.uni-marburg.de/fb12/informatik/homepages/guthe

Tel.: +49-6421-282574
E-Mail

Zuletzt aktualisiert: 05.10.2011 · guthe

 
 
 
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Tel. 06421/28-21514, Fax 06421/28-25466, E-Mail: dekanatfb12@mathematik.uni-marburg.de

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