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Die Deutsche Beachvolleyball-Hochschulmeisterschaft 2006

Einleitung

Die diesjährige deutsche Beachvolleyball-Hochschulmeisterschaft fand in Greifswald, im Strandbad Eldena an der Ostsee statt. Teams aus ganz Deutschland und auch aus dem nahen Stettin konnten sich hier miteinander messen. Es wurde ein Herren-, ein Damen- und ein Quadro-Mixt-Turnier ausgespielt. In allen dreien winkten hohe Siegprämien, die wir insgeheim schon fest in unsere Finanzplanung einbezogen hatten, was sich leider als Fehleinschätzung herausstellen sollte.

 
Die Anreise

Die Anreise erfolgte in privaten, geborgten PKWs mit geringfügigen Mängeln. Die Elite-Spieler starteten dabei bereits um zehn Uhr, während die übrigen aufgrund lästiger universitärer Aktivitäten erst später am Tag aufbrechen konnten. Einmal unterwegs konnte uns auch der Ausfall der Blinker und der Lüftung nicht mehr stoppen. Zugegebenermaßen, der nicht zu öffnende Tankdeckel kostete uns eine Stunde Zeit und einen kurzen Pitstop an einer Ford-Werkstatt, aber überall standen uns hilfsbereite Brummifahrer mit Rat zur Seite.

In Eldena angekommen, bauten wir unsere Zelte auf einer Wiese am Strand auf und meldeten unsere Teams an:
Herren: Elle/Marvin, Danny/Christoph;
Damen: Malin/Wiebke;
Quadro-Mix: Steffi/Swantje/Philipp/wechselnde Spieler.
Nach dem Abendessen bei unserem offiziellen Burger-Lieferanten kauften wir noch das Essen und Trinken für das Wochenende und kuschelten uns in unsere Zelte. An Schlaf war leider nicht zu denken, da ein unermüdlicher Gitarrenspieler sein gesamtes Repertoire zum besten gab.

Fast hätte ich vergessen, dass am Abend natürlich auch noch eine beinharte Trainingseinheit am Strand von unserem sehr strengen Coach Elle angesetzt war. Auf dem Programm standen alternative Trainingsmethoden, die er wahrscheinlich von Jürgen Klinsmann abgeschaut hat: Purzelbaumrennen, Ringen und auf Händen gehen. Dabei achteten wir sehr darauf unseren Körper durch Elektrolyt-Getränke immer mit genügend Mineralien zu versorgen. 

Fast hätte ich vergessen, dass am Abend natürlich auch noch eine beinharte Trainingseinheit am Strand von unserem sehr strengen Coach Elle angesetzt war. Auf dem Programm standen alternative Trainingsmethoden, die er wahrscheinlich von Jürgen Klinsmann abgeschaut hat: Purzelbaumrennen, Ringen und auf Händen gehen. Dabei achteten wir sehr darauf unseren Körper durch Elektrolyt-Getränke immer mit genügend Mineralien zu versorgen. 


Der erste Turniertag

Am nächsten Morgen fielen mir auf dem Weg zum Dixi-Klo das erste mal die Schriftzüge auf den neben den anderen Zelten geparkten Fahrzeugen auf: 1. Volleyballbundesliga, Volleyball-Leistungszentrum usw.. Ich war schon etwas beeindruckt, sagte mir jedoch, dass unsere Ford mit den Rostflecken auf jeden Fall mehr Streetcredibility besitzt.

Das Turnier fand wie bereits erwähnt im Strandbad Eldena statt, das an einer kleinen Bucht gelegen ist. Das Wasser ist hier sehr flach und selbst nach etwa hundert Metern geht es einem kaum bis zur Hüfte. Dementsprechend heizte sich das Wasser hier auch so stark auf, dass selbst den Fischen das Schwimmen zu anstrengend wurde und sie sich lieber an der Oberfläche treiben ließen oder höchstens mit ein paar müden Flossenschlägen im Kreis schwammen. Außerdem war das Schwimmen sowieso noch durch starken Algenwuchs erschwert!

Zeitgleich mit dem Beachvolleyballturnier fand auch noch eine Regatta statt, die man vom Strand aus beobachten konnte. Deren Teilnehmer hätten sich sicherlich mehr Wind gewünscht.

Doch nun zum Turnier selber: Am Samstag regnete es leicht, was aber eigentlich ganz angenehm war im Vergleich zu der Hitze am Vortag. Nachdem wir alle unsere coolen MLP-Beachvolleyball-Shirts übergestreift hatten konnte es also losgehen. Der Terminplan war recht eng gesteckt, so dass man zunächst nicht so viele andere Spiele ansehen konnte. Die Herren-Teams schlugen sich achtbar, kamen aber im allgemeinen nicht über etwa fünf Punkte pro Satz. Die Gegner zeigten sich aber immer sehr fair und ließen uns schon etwas mitspielen, so dass man viel lernen konnte. Damit alle Mannschaften dennoch viele Spiele bestreiten konnten und sich so der lange Weg auch lohnte, schieden die Verlierer nach der Vorrunde nicht aus, sondern konnten noch ein so genanntes C-Turnier ausspielen. Die übrigen Teams spielten spielten im Double-Out-Modus weiter.

Unsere Frauen Malin und Wiebke waren schon etwas besser und bewegten sich durchaus auf Augenhöhe mit den Gegnern, konnten aber auch keinen Sieg erringen und schieden schließlich gegen zwei Bundesligaspielerinnen aus. Das Mixt-Team erreichte immerhin einige Satzgewinne, wobei Swantje und Steffi von Spiel zu Spiel mehr Ehrgeiz entwickelten. Da wir eigentlich einen Spieler zu wenig für alle gemeldeten Teams mitgenommen hatten, rekrutierten sie hin und wieder Spieler aus anderen Teams. Obwohl sie diese eher nach dem Aussehen auswählten, waren sie eine echte Verstärkung.

Während wir selber nicht spielten, mussten wir häufig andere Spiele schiedsen, was nicht immer leicht war, weil sich die Gemüter das ein oder andere Mal übermäßig eritzten und wir ja auch keine Profischiedsrichter sind (bis auf Wiebke). So konnte man froh sein, dass sich die Spieler doch meist untereinander einigten und man kein Machtwort sprechen musste.

Nachdem wir unsere Spiele abgeschlossen hatten, planschten wir noch etwas im Meer und bereiteten uns dann mental auf das Spiel der Deutschen Nationalmannschaft um Platz drei, das in der Bootshalle übertragen wurde, und die anschließende Beachparty vor. Leider gelang die Übertragung erst ab der zweiten Hälfte der Partie, aber die war dann um so schöner. Das 3:0 über Portugal war ein gelungener Abschluss einer tollen WM. Die Stimmung war also schon gut und stieg beim Vorglühen an Elles Kofferraum noch weiter an, bis sie auf der Beachparty den Siedepunkt erreichte. Also ich bin der Meinung jede Party sollte eine Beachparty sein. Die guten Spirituosen von Berentzen und das Pacific Radler nahmen nach dem langen Beach-Tag gar nicht erst den Umweg über den Magen sondern gingen direkt in die Birne und alle Tanzten ausgelassen am Strand, während der DJ einen Burner-Hit nach dem anderen spielte.

Zufrieden schlief ich in meinem Zelt ein, vermute ich, denn dort bin ich zumindest am nächsten morgen wieder aufgewacht.

Der zweite Turniertag

Am zweiten Tag hatten wir selber nicht mehr so viele Spiele und konnten daher in Ruhe die Finals beobachten, in denen Beachvolleyball auf höchstem Niveau geboten wurde. Mitunter merkte man aber auch, dass einigen Spielern das lange Turnier in den Knochen steckte. Hinzu kamen noch die hohen Temperaturen an diesem Sonntag, die einen selbst beim Zuschauen schwitzen ließen. Bei der Siegerehrung wurden dann wie bei einem Profiturnier riesige Checks an die Champions überreicht und es wurden wie schon bei der Eröffnung warme Worte durch mehr oder weniger Prominente Leute an uns gerichtet. Immerhin war sogar der Justizminister (oder Finanz~?) von Mecklenburg-Vorpommern anwesend.

Die eine Hälfte des Teams trat dann schon den Rückweg an, um rechtzeitig zu Geburtstagen oder für Uni-Veranstaltungen wieder in Marburg zu sein. Diejenigen, die jedoch erst am Montag Nachmittag oder gar keine Uni mehr hatten, gönnten sich noch einen Tag im schönen Ostseebad und schauten sich auch noch ein wenig die Stadt an. Zunächst füllten wir unsere Mägen aber mit leckerem China-Buffet. Dann ging es in die Stadt um auf dem pittoresken Marktplatz das WM-Finale anzusehen. Die Häuser sahen alle frisch renoviert aus und ließen die Vergangenheit als wichtige Hansestadt erahnen. Das Finale wird natürlich auf ewig als das Zidane-Kopfstoß-Finale in Erinnerung bleiben. Die Zuschauer hatten wohl überwiegend Frankreich die Daumen gehalten, so dass nach dem Elfmeterschießen etwas Enttäuschung auf kam, aber die italienischen Eiscafes und Pizzerias feierten. Leider verschenkten sie dennoch kein Eis an uns.

Wieder am Strand angekommen waren die übrigen Teams schon abgereist und unsere Zelte standen einsam auf der großen Wiese. Durch das Leergut der anderen hatten wir noch unsre Reisekasse etwas aufgebessert. Nur noch die in Haufen zusammengestellten Mülltüten und die zurückgelassenen Grills erinnerten an das Turnier. Diese Ordnung fanden die Möwen offensichtlich scheiße und so packten sie unter wildem Gekreische ab ca. drei Uhr nachts die Tüten wieder aus und verteilten alles gleichmäßig auf der Wiese.

Am nächsten Morgen packten wir nur schnell zusammen, um uns schon um sieben Uhr auf den Heimweg zu machen, der viel schneller als der Hinweg erschien, weil alle bis auf den Fahrer, Danke Danny, nach dem anstrengenden Wochenende die meiste Zeit schliefen.

Tja, so war das. Hoffentlich gibt es im nächsten Jahr eine Wiederholung!!

Danksagungen

Am Ende möchten wir uns noch ganz herzlich beim Marburger Hochschulsport bedanken für das Beachvolleyball-Kursangebot. Ganz besonderer Dank gilt natürlich auch unserem Coach Elle für die Organisation der Fahrt. Auch die Sponsoren und Organisatoren des Turniers sollen hier nochmal erwähnt werden: Der allgemeine deutsche Hochschulsport, MLP und natürlich die vielen Greifswalder, die mit ihrer Arbeit zum Erfolg des Turniers beigetragen haben.

Stephan Ellenberger


Zuletzt aktualisiert: 12.12.2007 · info

 
 
 
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