Fechten ganz groß
Meisterschaften in Hannover und Marburg
Mit großer Spannung und viel Engagement streben die Fechter des VfL-Marburg den mittlerweile „6. Offenen Marburger Stadtmeisterschaften“ entgegen, und die Wettkämpfe scheinen für die Marburger ein Fest der Superlative zu werden. Bisher sind beim Veranstalter 150 Meldungen eingegangen, das übertrifft das Meldeergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 50%. Viele Sportler aus anderen hessischen Vereinen und darüber hinaus haben Interesse an den Marburger Wettkämpfen, weil die vorweihnachtliche Zeit immer wieder eine besondere Stimmung schafft und für fast alle Altersklassen und Waffen, es gibt schließlich Florett, Degen und Säbel, Wettkämpfe angeboten werden. Kaum ein anderer Verein traut sich, so viele Turniere in einem auszurichten. Daher legt die Fechtabteilung auch zum ersten Mal 10 Fechtbahnen in die Halle des Gymnasiums Philippinum in der Leopold-Lukas Str. Dafür müssen ca. 2 Tonnen Material herangeschafft und aufgebaut werden, ein logistischer Aufwand, der eben dazu gehört. Am kommenden Wochenende (18/19.11.) beginnen die ersten Wettkämpfe jeweils um 10.00 Uhr. Interessierte Zuschauer sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.
Warmgefochten haben sich viele der Marburger Fechter bereits am vergangenem Wochenende bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften der Studenten in Hannover. Mit immerhin 16 Fechtern war man angereist, was beweist, dass Fechten in Marburg zu einer interessanten Sportart herangereift ist. Viele der Studenten gehören aber noch zum sogenannten Anfängerbereich, so dass nicht alle hohe Ziele hatte. Immerhin gab es auf diesem größten deutschen Fechtereignis Wettkämpfe mit über 100 Startern. Hervorzuheben ist das Ergebnis von Thomas Morgenstern, der von 130 Startern im Degen den 23 Platz erreichte. Und auch die Damen überraschten teilweise in dieser Waffe: Bianka Martini wurde 27, Lena Wedeken 31 und Kathrin Jacobi 35. Für Ihren Trainer Carsten Muschenich war das Wichtigste, dass alle mindestens ein Gefecht gewinnen konnten. Kein niederes Ziel in Wettkämpfen, bei denen aktuelle Vize-Weltmeister und Olympia Teilnehmer um die Teilnahme an der Universiade in Peking mitfochten. Den kuriosesten Turnierverlauf schaffte Ruth Hesener, die nach beiden Vorrunden mit sehr schweren Gegnerinnen ohne Sieg dastand, aber dann jeweils mit zwei bzw. vier Konkurrentinnen um den letzten Aufstiegsplatz kämpfen musste. Diese sechs Gefechte konnte sie souverän gewinnen und sich somit immer wieder in das Turnier zurückkämpfen. Erst gegen die spätere Vizemeisterin von 80 Teilnehmerinnen schied sie erwartet aus, aber auch hier nicht kampflos. Weiter Teilnehmer aus Marburg waren: Christian König, Marcel Ansorge, Alexander Sie, Thomas Stehle, Florian Mantz, Julia Hinderberger, Anna-Lena Kröger, Theresa Michealis, Anna Reitz und Hans Georg Schröder.

