Erste Erfolge schüren die Hoffnung auf mehr!
Marburger Uni- Volleyballmannschaft mit guter Bilanz beim hochklassigen Mix-Turnier der TU Darmstadt.
Nach anstrengender Anreise am frühen Samstagmorgen bezog die Uni- Mannschaft Marburg ihr Quartier und begann sich auch schon gleich mit vollem Elan vorzubereiten. Die Uni-Mannschaft hatte zuvor noch nie in dieser Formation zusammen gespielt und die beiden Trainier Stephan Ellenberger und Christian Lohr waren sehr gespannt darauf, ob man nun mit zahlreichen guten Einzelspielern ein gutes Uni-Team formen könnte. Beide Trainier betonten aber im Vorfeld „ dass dies, obwohl nur als Spassturnier deklariert, der erste Schritt für die junge Uni-Volleyballmannschaft wäre, sich wieder im Hochschulsport zu etablieren!“
Nach der Begrüßung der Teilnehmenden Mannschaften, die sogar aus Budapest und München angereist waren, durch den Hochschulsport Darmstadt und der Auslosung in die verschiedenen Gruppen begannen die Vorrunden Spiele. Die Marburger Universität wurde durch zwei annährend gleichwertige Teams vertreten, das erste Team wurde von Herrn Lohr betreut, mit ihm spielten: Robert Wontroba, Max Albers, Malin Förster, Romy Sommer, Christoph Pieper, Denis Rappert und Katrin Unterberg. Das zweite Team stand unter der Leitung von Herrn Ellenberger, dort kämpften Kathrin Blatt, Michaela Koppe, Viktoria Kamens, Milan Schmidt, Jonas Stroth, Willm Heyken, Philip Boddin und Johannes Hien um die Punkte.
Die Beiden Mannschaften schlugen sich sehr gut am ersten Tag des Turniers. So konnte die Mannschaft von Herrn Lohr sogar Gruppen erster werden und zudem noch die Tagesgesamtwertung für sich entscheiden. Das andere Team steuerte den ersten Rang an, musste jedoch nach Punkten zurück auf den zweiten Rang. Trotzdem waren beide Mannschaften souverän im Viertelfinale.
Der zweite Turniertag begann für die Mannschaften mit einem Schock! Nach tollem ersten Tag sollte nun definitiv für eine Mannschaft Schluss sein. Durch Lospech trafen nun beide Marburger Mannschaften direkt aufeinander. Es war ein sehr spannendes und attraktives Viertelfinale. Das interne Duell entschied dann das Team von Herrn Lohr knapp für sich und lösten damit das Ticket für das Halbfinale. Im nun folgenden Kampf um den Einzug in das Finale erwischte das Marburger Team wieder ein Hammerlos. Dieses Spiel ging nach langen sehr tollen Ballwechseln nicht an die Marburger sondern an die Gegner aus Fulda. Die damit im Finale standen. Nun galt es trotz des verlorenen Halbfinales den Kopf nicht hängen zu lassen und nochmals voll konzentriert in das „kleine Finale“ zu gehen. Das Spiel gestaltete sich anfangs noch sehr schwierig da der Gegner sehr stark war, so ging auch der erste Satz knapp verloren, doch nachdem nun sich alle Marburger Spieler der beiden Mannschaften um Spielfeld versammelten, zeigte das Team von Trainer Lohr was es drauf hat. So kämpfte sich die Mannschaft mit einfallsreichen Angriffskombinationen wieder zurück ins Spiel und gewann den zweiten Satz. Nun musste das Team in den Tie-Break und bewies starke Nerven, nach schon aussichtslosem Rückstand kämpften sie sich noch mal heran und erzwangen den Sieg. Damit feierte das Marburger Team einen beeindruckenden dritten Platz und den versöhnlichen Ausklang dieses Hochklassigen Turniers, das schön die ersten Erfolge der Neuformierung zeigte.
Die beiden Marburger Trainier waren mit dem Ergebnis und dem
gezeigtem Teamgeist sehr zufrieden und blicken nun voller Zuversicht in
die Zukunft des Marburger Uni- Volleyball.
Turnierbericht: Gießener Anzeiger:
"Veranstaltung von Studenten für Studenten"
Wettkämpfe und "Schlauch" locken zur Sport- und Partynacht am Uni-Sportzentrum - Rund 350 Gäste feierten bis morgens
GIESSEN (bl.) Die Sport- und Partynacht ist das Highlight im
Wintersemester. Bereits zum vierten Mal lockten wieder sportliche
Wettkämpfe im Volleyball, Fußball und Badminton sowie jede Menge gute
Laune die Studierenden ins Uni-Sportzentrum am Kugelberg. "Ich bin
begeistert, wie gut gerade die Ballsportarten angenommen wurden", sagt
der für den Allgemeinen Hochschulsport (ahs) zuständige Sportreferent
André Weingart. Innerhalb kürzester Zeit seien die Turniere ausgebucht
gewesen. Nur die Fitnessangebote wie TaeBo und Step-Aerobic hätten
keinen Zuspruch gefunden. "Eine Veranstaltung von Studenten für
Studenten" solle die Sport- und Partynacht in erster Linie sein, betont
Weingart. Sie sei deshalb auch nicht so kommerziell angelegt wie etwa
der Sport-Dies im Sommersemester. Jeder Teilnehmer könne sich deshalb
seine Getränke ohne weiteres selbst mitbringen. Kontrollen gebe es
nicht. Der Stimmung während der Wettkämpfe tat das sicher gut, zumal
Volleyballer ohnehin immer auf Feiern und Party aus seien, weiß der
Sportreferent. Zwölf Volleyball-Teams machten dann am Dienstag auch den
Auftakt der Sportveranstaltung. Ein Badminton-Turnier um Mitternacht
und ein Fußball-Turnier am Mittwoch folgten. Einzige Vorgabe:
Mindestens zwei Frauen beim Volleyball und eine Frau beim Fußball
mussten stets auf dem Feld sein. "Das soll den Spielen die Härte
nehmen, obwohl gerade beim Fußball die Frauen oft besonders hart zur
Sache gehen", sagt André Weingart.
Mit am Start ist unter anderem die Uni-Mannschaft aus Marburg.
"Volleyball bedeutet grundsätzlich Spaß", erklärt deren Trainer
Christian Lohr den Reiz des Spiels. Dennoch besitze seine Mannschaft
genug Ehrgeiz, das Turnier zu gewinnen. Dass die Harmonie in dem aus
Sport-, Jura- und BWL-Studenten bestehenden Team stimmt, beweisen die
Marburger vor jeder Begegnung. Im Kreis rotten sie sich zusammen und
feuern sich mit kuriosen Schlachtrufen wie "Hauptsache frische Wäsche"
oder "Ohne Hirn einfach drauf" gegenseitig an. "Je kurioser, desto
besser" denken sich die einzelnen Teams vermutlich auch bei der
Namensfindung. So kommt es vor, dass sich die
"Kniebundhosensockenstutzen FB06" und "Sag doch so was nicht zu mir" im
sportlichen Duell gegenüber stehen.
Für die Lehramtstudentin Katrin Schröder ist das Turnier zudem eine
gute Gelegenheit, sich auf ihre anstehenden Volleyballprüfungen
vorzubereiten. "Wir können schon mal ein bisschen unter
Druckbedingungen trainieren und das Zusammenspiel üben", sagt die
22-Jährige. Ihre Kommilitonin Julia Lakeberg schätzt es vor allem, mit
Gleichgesinnten und Freunden zusammen zu sein. "Die Teamfähigkeit kann
hier enorm gestärkt werden." Allzu ernst möchte die 22-Jährige das
Ganze daher nicht nehmen. Das ist angesichts der lockeren Atmosphäre
mit viel Musik auch gar nicht möglich, bestätigen Kristin Herget und
Kati Falkenberg. Die beiden 21-Jährigen wirken zwar nicht selbst mit,
wollen ihr favorisiertes Team aber "mental unterstützen".
Freunde des Spinning zu einer musikalischen und choreografischen
Zeitreise durch neun Jahre zu entführen, versprach indes das
Sport-Point-Team. In der Gymnastikhalle des Sportzentrums wurden
Musikstücke und Trainingsinhalte aufbereitet, die die vergangenen Jahre
im Sport-Point bestimmt haben. Um die Bewegung im Einklang mit der
Musik gehe es dabei, erklärt Trainerin Jessica Knöpp und ergänzt.
"Durch die teils hohen Geschwindigkeiten ist Spinning weit mehr als Rad
fahren." Es sei aber schwierig, Zuschauern zu vermitteln, dass es Spaß
macht und nicht nur Anstrengung bedeutet.
Doch Teilnehmerin Jennifer Groß versichert sogleich: "Spinning macht
süchtig." Kondition habe sie anfangs nicht besessen, gesteht die
20-Jährige. Dafür aber den Anspruch, alles mitfahren zu wollen. "Die
Musik und das Miteinander in der Gruppe motivieren da natürlich
ungemein", verrät die BWL-Studentin und tritt gleich wieder in die
Pedalen. Noch ein Schluck aus der Wasserflasche, dann geht es richtig
los. Zunächst ist das Tempo noch gemächlich. Die Klänge aus den
Lautsprechern sind ruhig, damit sich alle erstmal locker einfahren
können. Der zweite Hit "Narcotic" bringt sie dann schon mehr ins
Schwitzen. Und spätestens als Jessica Knöpp beim nächsten Titel von
Hevia die Hand hebt, wissen alle: Jetzt heißt es Gas geben. Auf geht es
in die Running-Position, um einige Sekunden im Stehen
durchzuhalten.
Tanz für "Siggi"Ein besonderes Schmankerl boten auch einige Dozenten
des Instituts für Sportwissenschaften. Denn "Siggi", wie die beliebte
Gymnastiklehrerin Sigrid Teichgraber laut Weingart von allen nur
genannt wird, verabschiedet sich demnächst in den Ruhestand. Für sie
hatten die Dozenten eigens eine Choreographie einstudiert. Bänder,
Stöcke, Bälle und Seile - alles kam zum Einsatz. Und Teichgräber war
sichtlich überrascht. "Ihr habt es tatsächlich geschafft, das geheim zu
halten", sagte sie freudestrahlend und genoss den Applaus.
Für einen "bombastischen" Ausklang des ersten Tages habe zudem die
Party im "Schlauch" am Sportzentrum gesorgt. Bis halb vier Uhr morgens
wurde gefeiert. Und mit 350 Gästen seien die Erwartungen weit
übertroffen worden, zeigte sich André Weingart zufrieden. Sonst habe
immer der Sport im Mittelpunkt gestanden. "Das war das erste Mal, dass
es hier auch auf der anschließenden Party richtig gerockt hat", freut
sich der Sportreferent. Sogar das Bier sei zwischenzeitlich ausverkauft
gewesen.
Stephan Ellenberger

