15.10.2026 Aktueller GmbHR-Aufsatz von Prof. Dr. Johannes Wertenbruch zum Zusammenspiel von Kapitalgesellschaftsrecht, Kartellrecht und Verbandsrecht bei der Reform des 50+1-Statuts der Fußball-Bundesligen
Prof. Dr. Johannes Wertenbruch, Das Zusammenspiel von Kapitalgesellschaftsrecht, Kartellrecht und Verbandsrecht bei der Reform des 50+1-Statuts der Fußball-Bundesligen, GmbHR 2026, 1023-1031
Das Bundeskartellamt geht im Rahmen der Mitteilung der Einstellung des Kartellverfahrens vom 12.8.2026 davon aus, dass die 50+1-Basisregel des Bundesliga e.V. (ex DFL) mit dem Kartellverbot des Art. 101 AEUV vereinbar ist. Gesellschaftsrechtlich im Vordergrund steht die sowohl in der Bundesliga (FC Augsburg, SV Werder Bremen, Borussia Dortmund, 1. FC Köln und SC Paderborn) als auch in der 2. Bundesliga (DSC Arminia Bielefeld, VfL Bochum, Eintracht Braunschweig, SpVgg Greuther Fürth, Hannover 96, Hertha BSC, 1. FC Kaiserslautern, Karlsruher SC und VfL Osnabrück) sehr verbreitete Rechtsform der GmbH & Co. KGaA. Diese komplexe Gestaltung wird dadurch verbandsrechtlich protegiert, dass der Mutterverein nach dem aktuellen 50+1-Statut keine Mehrheit am Grundkapital der KGaA übernehmen muss.
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