06.08.2018 Auf Augenhöhe: Welche Rolle spielt Finanzwissen für die Akzeptanz von Finanzberatung?

Aktuelle Forschungsarbeit von Juniorprofessor Stolper im "Journal of Banking and Finance" veröffentlicht

Personalfoto Stolper
Foto: Oscar A. Stolper

Bringt uns solides Finanzwissen auf Augenhöhe mit unseren Finanzberatern und macht die Beratungsleistung dadurch umso nützlicher oder werden wir umgekehrt eher beratungsresistent? In einer aktuellen Forschungsarbeit untersucht Juniorprofessor Stolper, wie Kenntnisse in Finanzfragen die Akzeptanz von Finanzberatung beeinflussen. Die Ergebnisse dieser Arbeit legen nahe, dass auch in einem Kontext, in dem Kunden nicht befürchten müssen, vom Berater übervorteilt zu werden, die Umsetzungsquote derjenigen Kunden, die über eine vergleichsweise hohe Finanzbildung verfügen, deutlich geringer ist. Damit stellt die Arbeit die bislang vorherrschende Meinung infrage, dass Kunden mit höherer Finanzbildung in erster Linie deshalb eine geringere Akzeptanz von Finanzberatungsdienstleistungen aufweisen, weil sie mögliche Fehlanreize der Berater und damit verbunden unpassende Empfehlungen antizipieren. Die Erkenntnisse dieser Arbeit sind insbesondere vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Standardisierung in der Finanzberatung von Bedeutung.

Die Studie "It takes two to Tango: households’ response to financial advice and the role of financial literacy" (Stolper, 2018) dokumentiert das Projekt und ist im Journal of Banking and Finance 92, S. 295-310 veröffentlicht.

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