03.11.2022 Rückblick 2017: Master-Studierende zu Besuch bei der NGO Center for Civil Liberties – Friedensnobelpreisträger 2022

Foto: Andrey Trofimov

Vom 01. bis 13.06.2017 fand im Rahmen eines Seminars der Europäischen Ethnologie/Kulturwissenschaft mit dem Titel "NGOgraphy: Ethnographische Forschung zum (umstrittenen) Wirken von Nichtregierungsorganisationen" unter Leitung von Marcus Richter und Andrey Trofimov eine studentische Exkursion nach Kiew statt.

Die Teilnehmer*innen besuchten unter anderem die NGO „Center for Civil Liberties“, der im Oktober 2022 – neben dem belarussischen Menschenrechtsanwalt Ales Bjaljazki und der russischen Menschenrechtsorganisation „Memorial“ – der Friedensnobelpreis verliehen wurde. Aus Sicht der Entscheidungsträger*innen spielt die Organisation "a pioneering role with a view to holding the guilty parties accountable for their crimes". (https://www.nobelpeaceprize.org/articles/nobel-peace-prize-for-2022)


Auf der Master-Exkursion bekamen Studierende der Europäischen Ethnologie/Kulturwissenschaft der Philipps-Universität Marburg die Gelegenheit, mit der stellvertretenden Leiterin des "Center for Civil Liverties" Oleksandra Romantsova ins Gespräch zu kommen. Anschließend führte sie die Gruppe auf den Majdan Nesaleschnosti („Platz der Unabhängigkeit“), an dem die Hauptereignisse der Revolution der Würde (2013/14) stattfanden. Damals konnten die Studierenden mithilfe von Expert*innen die Ereignisse der Revolution nachvollziehen und verstehen lernen.

Im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine im Jahr 2022 erlangte die Organisation „Center for Civil Liberties“ große Aufmerksamkeit, da sie sich für die Aufdeckung und Dokumentation russischer Kriegsverbrechen einsetzte. Doch schon seit 2013 ist sie ein wichtiger Akteur ukrainischer Rechtsstaatlichkeit und Sicherung der Menschenrechte. Schon damals bemühte sie sich um Aufklärung und Dokumentation des gewaltsamen Niederschlags der Euromaidan-Proteste ("Revolution der Würde") und leistete Rechtsbeistand für Verfolgte und ihre Angehörigen.

Weitere Informationen zur Exkursion nach Kiew sowie das Programm und Literaturhinweise sind auf nachfolgender Seite zu finden:

Die (internationalen) Exkursionen sind fester Bestandteil des Masterstudiengangs Empirischen Kulturwissenschaft (vorher: Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft) und tragen maßgeblich zur Verstehens-Kompetenz und der wichtigen Felderfahrungen bei, die für kulturwissenschaftliches Forschen und Arbeiten zentral sind. Weitere Exkursionsziele der vergangenen Jahre finden Sie auf nachfolgender Seite:

Fotos: Andrey Trofimov / Marcus Richter

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