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Die Forschung im FB 03 trägt wesentlich zum Profilbereich "Sicherheit, Ordnung , Konflikt" der Philipps-Universität Marburg bei. Sie verbindet sozial-, kultur- und geisteswissenschaftliche Perspektiven, um die sich wechselseitig verstärkenden Krisen der Gegenwart zu untersuchen: die Rolle von Gewalt in inner- und zwischenstaatlichen Konflikten, die Herausforderungen der Demokratie unter dem Eindruck antidemokratischer Bewegungen, die ökologische Bedrohung im Anthropozän , die Auseinandersetzungen um die Diversität von Geschlechterverhältnissen oder die Effekte von Migration und Interkulturalität in gesellschaftlichen Transformationsprozessen. Ein zentraler Fokus wird dabei auf Techniken der Wissensproduktion und die Pluralität von Wissensordnungen gelegt - und hier insbesondere auf die Friktionen zwischen Alltagswissen, professioneller Expertise, religiösen Überzeugungen und nicht-westlichen Kosmologien. Regionale Schwerpunkte bestehen in Bezug auf Südamerika und die MENA-Region ("Middle East and Northern Africa"). Diese Forschungsausrichtung dient als Fundament für die im Fachbereich angebotene Lehre und die zahlreichen Forschungs- und Verbundprojekte mit interdisziplinärer Ausrichtung.