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Trabanten: Carolin Welker

Die Nische im Foyer des Marburger Kunstvereins wird schon seit langem parallel zu den Ausstellungen mit wechselnden Präsentaonen bespielt, bislang betitelt als Bild des Monats.

Ab Dezember 2018 zeigen hier einzelne Studierende des Instuts für Bildende Kunst der Philipps-Universität im Wechsel künstlerische Arbeiten, die das hohe Niveau der Lehre an diesem Institut zeigen. Das vielfältige Spektrum der Arbeiten wird Druckgraphik, Malerei, Skulptur, Installaon und Neue Medien umfassen.

Diese kleinen, aber feinen Präsentationen ergänzen die jeweilige Ausstellung in den großen Räumen des Kunstvereins - kreisen also sozusagen wie Trabanten in ihrer Umlaufbahn um größere Planeten.

Den Anfang der Reihe bestreitet Carolin Welker mit ihren Mezzotinten zum Thema Räume

Mezzotinto (dt. Schabkunst) ist eine heute selten verwendete, künstlerische Drucktechnik, die es erlaubt, neben einem satten Schwarzton eine reiche Palette an Zwischentönen zu schaffen. Durch zeitintensives Bearbeiten einer Kupferplatte entsteht ein rauer Grund, welcher anschließend stellenweise geglättet wird. Dies erlaubt feine Nuancen, die in keiner anderen Tiefdrucktechnik zu erreichen sind.

Aus tiefem Schwarz werden in den gezeigten Druckgrafiken sanfte Übergänge herausgearbeitet, die architektonische Merkmale hervorbringen und Flächen beschreiben. Licht formt den Raum. Die leichte Unschärfe der Konturen vermittelt eine Momentaufnahme - eine Ruhe zwischen Verweilen und Durchschreiten.

Carolin Welker (geb.1989 in Frankenberg), studierte Kunstgeschichte und Bildende Kunst - Künstlerische Konzeptionen in Marburg. Die präsentierten Werke sind Teil der 2018 entstandenen künstlerischen Abschlussarbeit.

(Dr. Carola Schneider, Prof. Klaus Lomnitzer)

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