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Forschung und Forschungskooperationen

Zwei Menschen reichen sich die Hände.
Foto: Colourbox.de

Unsere Forschung ist dem Fokusthema "Sprache: Gesellschaft und Kognition" des FB09 zuzuordnen. In diesem Kontext dient die Klinische Linguistik als eines der Erkenntnisfenster: Muster gestörter Sprache, ihre zugrunde liegenden neuronalen Mechanismen sowie ihre therapeutische Modifizierbarkeit können Modelle typischer Sprachverarbeitung und des typischen Spracherwerbs spezifizieren. Aus Störungsprofilen bei Sprachpathologien unterschiedlicher Genese lassen sich Erkenntnisse zur kognitiven Verankerung und zum Zusammenspiel sprachlicher Fähigkeiten ableiten.

Aktuelle Forschungskooperationen bestehen mit dem Graduiertenkolleg 2700 "Dynamik und Stabilität sprachlicher Repräsentationen" und mit der Forschungsgruppe 5757 Weak Elements.  

In interdisziplinären Leitlinienkommissionen arbeiten wir an der Erstellung wissenschaftlicher Leitlinien für die Sprachtherapie mit (Sprachentwicklungsstörungen sowie Kognitive Kommunikationsstörungen).

Im D-A-CH Konsortium SES engagieren wir uns für eine Vereinheitlichung der Definition und Terminologie von Sprachentwicklungsstörungen im deutschsprachigen Raum.

Mit dem Fachbereich Medizin besteht eine enge universitätsinterne Kooperation. Mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (Prof. Dr. Tilo Kircher, Prof. Dr. Andreas Jansen), der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (Prof. Dr. Katja Becker) sowie mit der Klinik für Neurologie (Prof. Dr. Lars Timmermann) sind gemeinsame Forschungsinteressen entstanden, die durch die gemeinsame Betreuung von Abschlussarbeiten und Promotionen verfolgt werden.

In Kooperation mit Prof. Dr. Kristina Jonas von der Universität Paderborn und Dennis Thorndahl von der Universität zu Köln arbeiten wir zu „Digitaler Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen im Bereich der Sprache und Kommunikation“.  

Über das gemeinsame Teilprojekt im SFB "Kardinale Mechanismen der Wahrnehmung" (2014-2026) kooperieren wir mit der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Gudrun Schwarzer von der Universität Gießen und mit Dr. Daniela Bahn von der Universität Paderborn. 

Außerdem kooperieren wir mit Prof. Dr. Frank Domahs, der nach langjähriger Tätigkeit in Marburg die Professur für angewandte Linguistik - Psycholinguistik an der Universität Erfurt innehat.

In Bezug auf die Entwicklung von Materialien für die Sprachdiagnostik und Sprachtherapie bei Kindern besteht eine langjährige Vernetzung mit Prof. Dr. Julia Siegmüller.

Über das von 2022-2025 von der DFG geförderte Netzwerk (Kognitive Kommunikationsstörungen bei Schädel-Hirn-Trauma) bestehen Kontakte zu Wissenschaftler:innen aus den Disziplinen Sprachtherapie/Logopädie, Linguistik, Neuropsychologie und Medizin. 

Über das europaweite bis 2020 EU-geförderte Forschungsnetzwerk (Cost-Action 1406: „Enhancing children's oral language skills across Europe and beyond - a collaboration focusing on interventions for children with difficulties learning their first language“) konnten Kontakte in Europa und über Europa hinaus mit Experten im Bereich kindlicher Sprachstörungen geknüpft werden.