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Praktika im M.A. Neuro- und Patholinguistik
Übersicht der Praktika
Der Masterstudiengang „Neuro- und Patholinguistik“ sieht im Studienbereich Praxis ein forschungsorientiertes Praktikum vor. Hierzu stehen drei Wahlpflichtmodule zur Verfügung: „Experimentell-linguistisches Praktikum“, „MRT-Bildgebung in den Neurowissenschaften I oder II mit Praxis“ (Export aus dem Masterstudiengang „Kognitive und integrative Systemneurowissenschaften“) und ein „Internes klinisches Praktikum“. Es handelt sich in allen drei Modulen um interne Praktika; in begründeten Fällen und auf Antrag kann das Praktikum auch extern absolviert werden.
Voraussetzung für die Teilnahme am internen klinischen Praktikum ist das Vorliegen eines sprachtherapeutischen Abschlusses (z.B. sprachtherapeutischer Bachelorstudiengang oder logopädische Ausbildung), der zu einer sprachtherapeutischen Tätigkeit qualifiziert
Folgende drei Formen von Praktika werden angeboten:
Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Experimentell-linguistisches Praktikum
Das experimentell-linguistische Praktikum findet überwiegend intern in Einrichtungen des Instituts für Germanistische Sprachwissenschaft statt und kann im Rahmen von wissenschaftlichen Forschungsprojekten absolviert werden, deren Ausrichtung deutlich erkennbare Bezüge zu den Studieninhalten und Berufsfeldern des Studiengangs aufweist. Auf Antrag kann das Modul auch in vergleichbaren Einrichtungen extern absolviert werden.
Nach dem Abschluss des experimentell-linguistischen Praktikums (intern oder extern) können Studierende komplexere experimenteller Studien (mit EEG, Eyetracking oder weiteren Bildgebungsmethoden) planen, durchführen und auswerten. Studierende sind in der Lage, experimentelle Methoden eigenständig anzuwenden.
Das Praktikum versteht sich als hands-on-Veranstaltung (6 Wochen), in der Studierende Mitarbeitende begleiten und unterstützen bzw. unter Supervision ein Experiment vorbereiten, durchführen und auswerten. Darüber hinaus bereiten sich Studierende auch über die Lektüre von Methodeneinführungen und exemplarischen Studien als auch über Videotutorials in Methoden und Programme ein.Inhalt ausklappen Inhalt einklappen MRT-Bildgebung in den Neurowissenschaften I oder II mit Praktikum
Das Praktikum im Rahmen des Moduls "MRT-Bildung in den Neurowissenschaften I oder II mit Praktikum" (Plätze nach Verfügbarkeit) wird von der Arbeitsgruppe Multimodale Neurobildgebung angeboten und ist von einer Vorlesung und einem Seminar begleitet. Dieses Modul vermittelt die Grundlagen der Magnetresonanztomographie (MRT), mit Schwerpunkt auf der Bildgebung des Gehirns im Kontext der kognitiven Neurowissenschaften. In der Vorlesung (2 SWS) werden die theoretischen Grundlagen vermittelt und im Seminar (2 SWS, u.U. als Blockkurs) sowie in einem 6‐wöchigen Laborpraktikum diese Grundlagen vertieft.
Das Modul wird in zwei Kompetenzstufen angeboten: Falls beim Studienbereich Vertiefungen das Modul MRT-Bildgebung I ohne Praxis studiert wurde, kann das Modul "MRT-Bildgebung in den Neurowissenschaften II mit Praktikum" gewählt werden, andernfalls das Modul "MRT-Bildgebung in den Neurowissenschaften I mit Praktikum".Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Internes klinisches Praktikum
Das klinische Praktikum findet in der Regel intern im sprachtherapeutischen Zentrum („KLing“) der AG Klinische Linguistik (Plätze nach Verfügbarkeit) statt. Auf Antrag kann das klinische Praktikum in vergleichbaren Einrichtungen extern absolviert werden.
Im internen, klinischen Praktikum knüpfen die Studierenden an bereits erworbene therapeutische Basiskompetenzen an. Nach dem Abschluss des Moduls können Studierende im Rahmen von Super- bzw. Intervision neuere Diagnostik- und Interventionsmaßnahmen evidenzbasiert konzipieren, methodisch umzusetzen, eigenständig mit einem Patienten bzw. einer Patientin durchführen und anschließend unter Anwendung geeigneter – auch statistischer – Verfahren evaluieren.
Das interne klinische Praktikum vertieft und erweitert die bereits erworbenen therapeutischen Basiskompetenzen der Studierenden. Im Rahmen des Praktikums werden diagnostische und therapeutische Vorgehensweisen unter realen klinischen Bedingungen geplant, durchgeführt und reflektiert. Die Studierenden erarbeiten eigenständig evidenzbasierte Konzepte zur Diagnostik und Intervention, setzen diese im therapeutischen Prozess um und evaluieren ihre Wirksamkeit unter Anwendung geeigneter, auch statistischer, Verfahren. Sie bereiten dazu die aktuelle Fachliteratur zum jeweiligen Störungsbild auf und leiten eine geeignete Vorgehensweise für den aktuellen Fall ab. Supervision und Intervision dienen der kontinuierlichen fachlichen und methodischen Weiterentwicklung sowie der kritischen Reflexion des eigenen therapeutischen Handelns.
Formalia
Die Formalia der Praktika werden in der Praktikumsordnung der StPO (Anlage 5) festgelegt.