15.01.2026 Uni im Fokus der Filmkunst
Hessenpremiere von „Silent Friend“ verbindet Kino, Wissenschaft und Stadtgeschichte – Internationale Kinoprominenz, Minister und lokale VIPs
Mit der Hessenpremiere von „Silent Friend“ wurde Marburg gestern Abend zum Treffpunkt internationaler Filmkunst. Im Rahmen einer ausverkauften Vorführung im Marburger Kino Cineplex präsentierte die vielfach ausgezeichnete Regisseurin Ildikó Enyedi ihren neuen Film, der im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Venedig gefeiert wurde. Die Hauptrolle des Films spielt ein Gingko-Baum im Alten Botanischen Garten.
Gedreht wurde „Silent Friend“ vor allem im Frühjahr 2024 an zahlreichen markanten Orten der Stadt und insbesondere der Philipps-Universität Marburg, darunter im Alten Botanischen Garten, in der Universitätsbibliothek, im Schäfer-Bau, am Fachbereich Chemie sowie in der Marburger Oberstadt. Stadt und Universität fungierten dabei nicht nur als Kulisse – mehrere Bereiche der Universität begleiteten die Dreharbeiten fachlich und organisatorisch. Uni-Mitarbeiter*innen berieten das Filmteam unter anderem bei der Auswahl und Nutzung universitärer Drehorte sowie bei inhaltlichen Fragen aus den Natur- und Lebenswissenschaften, etwa aus der Pharmazie, und trugen somit zur inhaltlichen Genauigkeit des Films bei. Marburger Studierende arbeiteten als Kompars*innen am Film mit und erhielten somit praxisnahe Einblicke in die kreativen Arbeitsprozesse an einem internationalen Filmset.
Nach einem Grußwort des Hessischen Staatsministers Timon Gremmels, der sich leidenschaftlich für Kino und Filmkunst aussprach und Marburg als Filmstadt lobte, schaute das Publikum mit viel Prominenz aus Stadt und Uni den kunstvollen Spielfilm.
Dr. Tina Kaiser (Medienwissenschaft der Uni Marburg) moderierte im Anschluss ein Publikumsgespräch mit der Regisseurin Ildikó Enyedi sowie mit Luna Wedler und Enzo Brumm, die zwei der Hauptrollen spielten. Sie gaben Einblicke in die Entstehung des international produzierten Werks und betonten die wertvolle Zusammenarbeit mit der Universität Marburg.