Hauptinhalt

TRUST - Training zum Umgang mit sensiblen Forschungsdaten

TRUST (Training zum Umgang mit sensiblen Forschungsdaten) wurde im Rahmen des bundesweiten und vom BMBF finanzierten Ideenwettbewerbs “Wissenschaft im digitalen Wandel” als eines von fünf Gewinnerprojekten gefördert. Als Baustein in der Strategie der Philipps-Universität, die Vermittlung von Datenkompetenzen in den grundständigen Studiengängen zu verankern, erprobte TRUST didaktische Szenarien zur Kompetenzvermittlung am Beispiel von besonders sensiblen Forschungsdaten.

Projektlaufzeit: 2018-2019
Projektleitung: Stefan Schulte 

Über das Projekt TRUST

Der Umgang mit digitalen Daten ist längst ein selbstverständlicher Teil der wissenschaftlichen Tätigkeit in allen Fächerkulturen geworden. Allerdings existieren auch zahlreiche Probleme und Unsicherheiten im Umgang mit diesen Forschungsdaten. Besonders brisant ist das Thema, wenn es um sensiblen Daten geht, beispielsweise bei personenbezogenen Daten. Hier stellen sich verschiedene Fragen: Welche datenschutzrechtlichen Bestimmungen muss ich beachten? Wie muss ich meine Datenerhebung und -verarbeitung dokumentieren? Welche Software darf ich dafür benutzen? Wo darf ich die Daten speichern? Wie sicher sind bestimmte Systeme? Welche Datenverarbeitung kann ich ethisch rechtfertigen? Welche Daten muss ich aufbewahren? Wie muss ich Daten archivieren? Die Liste der möglichen Fragen ließe sich problemlos weiter fortführen.

Um Studierende in diesen und weiteren Fragen zu schulen, hat die Philipps-Universität das Projekt "TRUST - Training zum Umgang mit sensiblen Forschungsdaten" eingeworben und im Wintersemester 2018/19 erfolgreich umgesetzt. Im Projekt haben studentische Gruppen - jeweils 3-6 Personen - an konkreten Fallbeispielen gearbeitet und konkrete Konzepte entwickelt, wie im vorgegebenen Beispiel mit den sensiblen Daten umgegangen werden kann. Die Fallbeispiele entstammen dabei echten Forschungsprojekten und wurden von verschiedenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Philipps-Universität beigesteuert. Die studentischen Gruppen arbeiteten selbstständig über einen Zeitraum von zwei Monaten an ihren jeweiligen Fallbeispielen. In den zwei Monaten bot die Philipps-Universität Workshops zu folgenden Themen an, die den Gruppen halfen, ihre jeweiligen Beispiele zu bearbeiten:

  • Grundlagen der IT-Sicherheit
  • Anonymisierung qualitativer Daten
  • Einführung in den Datenschutz nach DGSVO
  • Praxisworkshop Verschlüsselung
  • Praxisworkshop Anonymisierung / Pseudonymisierung / Verschlüsselte Kommunikation
  • Forschungsethik
  • Daten archivieren / publizieren


Im Rahmen von TRUST wurden Kompetenzen vermittelt, die bisher nicht standardmäßig im Curriculum verankert sind. Durch die Durchführung des Programms und der anschließenden Evaluation werden Modelle zur Integration solcher Inhalte in die Studiengänge der Philipps-Universität entwickelt . Falls Sie Fragen zum Gesamtprojekt haben, freuen wir uns über eine .