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Konzertreise im Sommer 2022: »Gegenüber«

Ein Konzert mit A-cappella-Werken von Berger, Martin, Schein, Kodaly, Whitacre und anderen

Foto: Naxos Records


O magnum mysterium, illustriert von Paolo Zeccara.

Aufführungen im Wintersemester 2021/22:

Die Konzerte der diesjährigen Konzertreise des Universitätschores stehen unter dem Motto des Gegenüberstehens. Das bezieht sich einerseits auf den Chor selbst, der bei der Messe für zwei vierstimmige Chöre von Frank Martin geteilt wird und mal im Wechsel, mal im Zusammenklang das Kyrie und das Gloria erklingen lässt. Andererseits sind die aufgeführten Stücke geprägt vom Geist des Gegenübers, manchmal sogar der Konfrontation. So staunte Jesus Christus nicht schlecht, als er beim Betreten des heiligen Tempels in Jerusalem Händlern und Vieh gegen-überstand. Die Geschichte der Tempelreinigung, die in allen vier Evangelien erzählt wird, wurde vom ungarischen Komponisten Zoltán Kodály vertont und ist eines von vielen sakralen Stücken unseres diesjährigen Programms.

Neben dem monumentalen Groß ist der Herr von Wilhelm Berger, der in keinem Konzert des Universitätschores fehlen darf, wird es in Morten Lauridsens O magnum mysterium ob des Wunders Jesu Geburt andächtig. Abgerundet wird das Konzert mit Stücken des Barockkomponisten Johann Hermann Schein. Bei seiner Vertonung des Psalm 126 Die mit Tränen säen, werden mit Freunden ernten wird der Charakter des Gegenüber einmal mehr deutlich. Wir freuen uns und laden Sie herzlich ein, mit uns dieses »Gegenüber« zu genießen.

Sommersemester 2022: »Marburg800«

Die Legende der Heiligen Elisabeth, Ein deutsches Requiem
Orchesterprojekt zum Stadtjubiläum

Foto: Stephan Tang


Der Unichor mit der Marburger Philharmonie beim gemeinsamen Probenwochenende.

Der Universitätschor Marburg und die Marburger Philharmonie laden mit "Denn alles Fleisch, es ist wie Gras" zu einem Konzert der besonderen Art ein. Sie erinnern mit Die Legende von der heiligen Elisabeth von Franz Liszt an die Anfänge der Stadt Marburg vor 800 Jahren, die die Heilige Elisabeth mitgeprägt hat. Passend zu ihrem frühen Tod mit 24 Jahren erklingt anschließend das berühmte Werk Ein deutsches Requiem von Johannes Brahms.

Die heilige Elisabeth ist zweifellos die berühmteste Frau, die die Geschichte Marburgs maßgeblich geprägt hat. Ihr Wirken fällt genau in die Zeit vor 800 Jahren, in der Marburg erstmals als Stadt erwähnt wurde. Wir, der Universitätschor Marburg und die Marburger Philharmonie, möchten mit diesem gemeinschaftlichen Konzert an eine der größten Persönlichkeiten Marburgs erinnern.
Dafür begleiten wir die heilige Elisabeth auf ihrem letzten Weg, der von Franz Liszt (1811 – 1886) im Oratorium Die Legende von der heiligen Elisabeth vertont wurde. Daraus wird der sechste Teil Die feierliche Bestattung der Elisabeth, mit Handlung in Marburg, erklingen.
Um das Gedenken gebührend zu begehen, folgt dann das wohl berühmteste Totengedenken, was jemals in Noten niedergeschrieben wurde: Ein deutsches Requiem von Johannes Brahms (1833 – 1897).
Dieses gemeinsame Konzert ist nach 2017 bereits die zweite Kooperation zwischen der Marburger Philharmonie und dem Universitätschor. Gerade zum diesjährigen Stadtjubiläum soll dies ein Beitrag aus der Vielfalt der Vereine Marburgs sein, die mit Spaß und Akribie gemeinschaftliche Projekte entwickeln und mit Ihnen, liebe Zuhöhrerinnen, teilen.
Erleben Sie mit uns gemeinsam eine Hommage an die Protagonistin der Frühgeschichte Marburgs!

Konzert im Sommersemester 2021

»Im Freien zu singen«
durch Feld, Wald und Wiesen


Der Heuwagen von John Constable.

Das diesjährige Sommerkonzert des Universitätschores steht ganz im Zeichen der Komponisten Johannes Brahms, Felix Mendelssohn Bartholdy und Wilhelm Berger. Wilhelm Bergers (1861-1911) musikalisches Schaffen geriet nach seinem Tod zunächst in Vergessenheit, der Universitätschor hatte an seiner Wiederentdeckung großen Anteil. Berger zeichnet sich durch die harmonisch anspruchsvolle, gefühlvolle Vertonung romantischer Gedichte aus, das Werk Die erwachte Rose dient als Paradebeispiel. Von Johannes Brahms werden einige kurze Stücke zu hören sein, die teilweise aus seiner frühen Jugend stammen und eigentlich vernichtet werden sollten. Diese Werke reichen stimmungsmäßig von melancholisch (Von alten Liebesliedern) bis heiter und ausgelassen, wie beim erst kürzlich entdeckten Stück Postillons Morgenlied. Bartholdy nimmt uns mit seinen sechs kurzen Liedern mit durch den Wald, unter Linden sowie auf den See. Wir freuen uns, Ihnen nach langer Pause diese romantischen Streifzüge durch die Natur präsentieren zu dürfen.

Konzert im Wintersemester 2019/20

»Nicht von dieser Welt«
von Engeln, Nymphen, Kobolden

Foto: University of Chichester


Der Puk, nordische Sagengestalt, illustriert von Arthur Rackham.

In diesem Semester wird es mystisch. Am 14. und 15. Februar 2020 lädt der Universitätschor Marburg ganz herzlich zu schaurigen, schrillen und schönen A-cappella-Werken für gemischten Chor aus der Renaissance bis zu aktueller Chorkomposition zum Semesterabschlusskonzert ein.

Die Faszination für das Unbekannte, Ungewisse, Übernatürliche, ob in Märchen, Geschichten oder der Kunst, prägt seit jeher die Kultur und die Gedanken der Menschen.

Und so auch die Musik: Das Programm handelt von tückischen und arglistigen Kobolden, von magischen und mysteriösen Hexen in der Vertonung des Song of the witches: Double, Double, Toil and Trouble von Jaakko Mäntyjärvi (1984) aus dem Drama Macbeth von William Shakespeare, vom gefährlichen, ungeheuren Feuerreiter, himmlischen Gesängen von Engeln in der zeitgenössischen Komposition The Angel von Tina Andersson (2011), geheimnisvoller, stiller Nächte und weiteren fantastischen Wesen.

Jubiläumskonzert im Sommersemester 2019

»30 Jahre Unichor«

Zeichnung: Harald Lange


Der Universitätschor mit Orchester in der Elisabethkirche.