Profil
Das GRK erforscht, wie Geschlecht und Prozesse der Vergeschlechtlichung das Völkerstrafrecht sowie dessen rechtstatsächliche, institutionelle und gesellschaftliche Anwendungs-, Funktions- und Wirkbedingungen prägen. Mit diesem aktuellen und zukunftsweisenden Thema knüpft es an Untersuchungen zum Recht als vergeschlechtlichte Konstruktion an. Da Recht hiernach soziale Realitäten reflektiert, wird es von gesellschaftlichen Geschlechterkonzeptionen beeinflusst und schafft zugleich ein Forum, in dem Geschlecht als konstruiertes, multidimensionales Differenzierungskriterium sozial wirksam gemacht wird. Diese Perspektive entwickelt das GRK im Rahmen eines umfassenden, interdisziplinären Ansatzes fort, der die Entstehung, Wirkung, rechtliche Würdigung und Aufarbeitung völkerstrafrechtlicher Makroverbrechen in den Blick nimmt. Die übergeordnete Leitfrage des Forschungsprofils lautet: Wie prägen Geschlecht und Prozesse der Vergeschlechtlichung das Völkerstrafrecht und dessen rechtstatsächliche, institutionelle und gesellschaftliche Anwendungs-, Funktions- und Wirkbedingungen?