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Krankheit

Ihr Schnelleinstieg:

Ansprechpersonen: II B 2, II B 3, II B 4 und II B 5

Rechtsvorschriften:
Tarifvertrag des Landes Hessen
Urlaubsverordnung für Beamtinnen und Beamte

Formulare: 
Beleg für Fehltage/ZeitgutschriftAntrag auf Dienstbefreiung/Sonderurlaub etc.

Arbeitsunfähigkeit/Dienstunfähigkeit

Im Falle einer Erkrankung ist der Arbeitgeber darüber unverzüglich (d.h. vor dem üblichen Dienstbeginn) per Telefon, Fax oder E-Mail zu informieren. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als 3 Kalendertage, muss spätestens am 4. Tag eine ärztliche Bescheinigung über die Dauer der Arbeitsunfähigkeit vorgelegt werden.

Ansprechpartner: Karl-Heinz Laukel Silke Feldbusch und Erika Damm

Kur/Sanatorium

Beamte, der/die eine Kur durchführen möchten, müssen beim Regierungspräsidenten in Kassel (RP), Beihilfestelle Hünfeld, grundsätzlich zunächst die sogenannte „Beihilfefähigkeit der Kur“ feststellen lassen. Anschließend ist ein formloser Antrag auf Sonderurlaub (gem. § 12 der Urlaubsverordnung) zu stellen.

Für Tarifbeschäftigte gilt eine durch die Krankenkasse oder die Deutsche Rentenversicherung genehmigt Reha-Maßnahme (Kur) als Zeit einer Arbeitsunfähigkeit und ist entsprechend zu melden.

Ansprechpartner sind die jeweiligen Personalsachbearbeiter/-innen. 

Wiedereingliederung

Tarifbeschäftigte

Wiedereingliederungen werden grundsätzlich nach längerer Erkrankung oder anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch einen Arzt vorgeschlagen und durch einen entsprechenden Wiedereingliederungsplan festgelegt. Der Arzt stellt fest, in welchem zeitlichen Umfang der/die Betroffene  an seinem/ihrem Arbeitsplatz versuchen soll,  sich in den Arbeitsprozess einzufinden und durch langsame Steigerung wieder zur vollen Einsatzfähigkeit kommen soll.  Für Tarifbeschäftigte bedeutet dies, dass sie während einer Wiedereingliederung weiterhin arbeitsunfähig sind.

Beamte

Für Beamte gibt es eine Wiedereingliederung wie für das Tarifpersonal nicht. Für Beamte kann nach ärztlichem Attest  eine Dienstzeitreduzierung bewilligt werden.  Die rechtliche Grundlage ergibt sich aus  § 6 HAzVO.

Betriebliches Eingliederungs-Management (BEM)

Die stufenweise Wiedereingliederung nach längerer Erkrankung ist eine von vielen Möglichkeiten des Betrieblichen Eingliederungsmanagements. Durch das BEM ist der Dienstherr verpflichtet gemeinsam mit den erkrankten Mitarbeitern, alle Möglichkeiten auzuschöpfen, um eine Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit zu erlangen. Auch soll dadurch eine Entlassung oder vorzeitige Versetzung in den Ruhestand/Verrentung vermieden werden. Die Teilnahme an dem BEM ist grundsätzlich freiwillig und nicht verpflichtend.

Bei Fragen zu diesem Themenbereich wenden Sie sich an das BEM-Team im Dezernat II Frau Vera Payer oder an den Personalrat (Link Seite Personalrat) und die Schwerbehindertenvertretung (Link Seite Schwerbehindertenvertretung).

Erkrankung des Kindes

Mögliche Freistellungsansprüche bei Erkrankung eines Kindes:

Auszubildende haben gem. §§ 3 und 19 des Berufsbildungsgesetz Anspruch auf Freistellung unter Fortzahlung der Ausbildungsvergütung im Umfang von 6 Wochen/Jahr zur Betreuung ihres erkrankten Kindes.

Tarifbeschäftigte, sofern sie gesetzlich versichert sind, haben gem. § 45 SGB V Anspruch auf Freistellung zur Betreuung eines erkrankten Kindes, wenn das Kind das 12. Lebensjahr noch nicht überschritten hat, bis zur Dauer von 10 Arbeitstagen pro Jahr und Kind, maximal 25 Arbeitstage im Jahr.

Alleinerziehende haben einen Anspruch im Umfang von 20 Arbeitstagen pro Jahr und Kind, maximal 50 Arbeitstage pro Jahr.

In beiden Fällen erfolgt die Freistellung unter Einbehalt des Entgeltes. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt das Krankengeld.

Privat versicherte Tarifbeschäftigte haben gem. § 29 Abs. 1 Buchst. d, bb TV-H einen Anspruch von maximal 4 Arbeitstagen pro Kind und Jahr unter Fortzahlung des Entgeltes durch den Arbeitgeber.

Beamte können in analoger Anwendung des § 29 Abs. 1 Buchst. d, bb TV-H bis zu 4 Tage Dienstbefreiung pro Kind und Jahr beantragen. Die Bezüge werden durch den Dienstherrn weiter gezahlt.

Voraussetzung für die Gewährung der Freistellung/Dienstbefreiung ist grundsätzlich die Vorlage einer entsprechenden ärztliche Bescheinigung und der Vorlage eines Antrages (LINK einfügen).

Weitere Auskünfte erhalten Sie hierzu von den Sachgebietsleitungen II B 2, II B 3, II B 4 und II B 5.