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Die Sammlung des Pharmakognostischen Instituts

Die Pharmakognosie ist die Lehre von Herkunft und Aussehen sowie den Inhaltsstoffen von Arzneidrogen. Diese stammen aus dem Pflanzen- bzw. Tierreich, auch aus der Mineralogie. Die Pharmakognosie ist heute noch ein wichtiger Teil des Pharmaziestudiums. Da die Arzneidrogen nicht nur makroskopisch bzw. mikroskopisch untersucht, sondern auch nach modernen Methoden der biologischen Wissenschaften erforscht werden, nennt sich das Fach auch „Pharmazeutische Biologie“.
Die Mehrzahl der überlieferten Drogen dieser historischen Sammlung (Wigandsche Drogensammlung, zurückgehend auf Albert Wigand (1821-1886)) wird in Gläsern aufbewahrt, die zum Teil extra dafür hergestellt worden sind.
Der Reiz der Sammlung liegt darin, dass ein kleiner Teil der Drogen aus dem Besitz des Vaters von Albrecht Wigand, Dr. Friedrich Wigand (1788-1850), Apotheker zu Treysa, stammen. Sie erinnern an fürstliche Kuriositätenkabinette, so Stincus marinus, getrocknete Eidechse aus dem Orient, in Lavendelblüten eingebettet oder eine Kollektion an weißen und roten Korallen, gebranntes Elfenbein, getrocknete Asseln, die Schädeldecke einer Mumia vera und vieles mehr. Diese Drogen wurden schon um 1850 kaum gebraucht. Die historische Drogensammlung wird seit 1969 durch die Apothekerin Dr. rer. nat. Barbara Rumpf-Lehmann betreut. Seit 2006 ist die Sammlung in der Vorhalle zum Hörsaal im östlichen Flügel des Instituts im Alten Botanischen Garten untergebracht. 

 

Hölzer
Blauholz, Lignum campechianum, zum Färben.
Schwimmblase des Bulagstörs
Die inneren Häute der Schwimmblase des Bulagstörs und anderer Arten werden als Fischleim für Schmuck und Porzellan verwendet.
Farbstoffe
Farbstoffe zum Färben von Textilien und Lebensmitteln.

Zuletzt aktualisiert: 31.07.2013 · Rompfa

 
 
 
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