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Marburger Mäzen wurde Ehrensenator der Philipps-Universität

Der Marburger Unternehmer Dr. Reinfried Pohl ist neuer Ehrensenator der Philipps-Universität. Der Mäzen erhielt die Ehrensenatorwürde "in Anbetracht seiner Verdienste um die Philipps-Universität durch langjährige ideelle Unterstützung und großzügige materielle Förderung der Wissenschaften". An der Feierstunde am heutigen Freitag im Marburger Landgrafenschloß nahmen zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und dem öffentlichen Leben teil, u.a. die Bundesminister Bohl und Kanther.

Reinfried Pohl (70), Alleinvorstand der Deutschen Vermögensberatungs AG, ist der Philipps-Universität seit langem eng verbunden. Universitätspräsident Prof. Dr. Werner Schaal hob die herausragenden Verdienste hervor, die sich der ehemalige Absolvent der Marburger Universität in den letzten Jahren um die Wissenschaftsentwicklung an "seiner" Alma mater erworben hat. Prof. Dr. Erich Priewasser (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften) würdigte Pohl in seiner Laudatio als einen der bedeutendsten deutschen Unternehmensgründer in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts. Er sprach von einer "Bilderbuchkarriere", wie man sie sonst nur mit den Vereinigten Staaten in Verbindung bringe. Mit seinem "Allfinanz"-Konzept habe er einen Begriff geprägt, der mittlerweile sogar im Angelsächsischen verwendet werde.

Pohl hat im vergangenen Jahr durch eine nach ihm benannte, außerordentlich großzügig dotierte Stiftung dem Fachbereich Rechtswissenschaften substantiell unter die Arme gegriffen. Dadurch wird vor allem die neue Forschungsstelle für Finanzdienstleistungen gefördert. Durch eine weitere finanzielle Zuwendung kann die zum Abzug vorgesehene Stelle eines Lektors für Portugiesisch für einen Zeitraum von fünf Jahren weitergeführt werden. Seinem Engagement ist es zudem zu verdanken, daß der Marburger Universitätsbund in Kürze einen Wissenschaftsjournalisten einstellen kann, der ein neues, in Zusammenarbeit mit der Universität erscheinendes Hochschulmagazin redigieren soll. Weitere Zuwendungen Pohls ermöglichen es, in der Alten Aula das Gestühl zu erneuern und die Orgel wieder bespielbar zu machen.

Der neue Ehrensenator wurde auf den Tag genau 50 Jahre nach seiner ersten Begegnung mit Marburg und seiner Immatrikulation an der Philipps-Universität ausgezeichnet. Leistungsbereitschaft, Eigeninitiative und Selbsthilfe bezeichnete er rückblickend als erfolgversprechendste Wegweiser in seinem Leben. Pohl plädierte für engere Verbindungen von Wirtschaft und Wissenschaft und versprach "seiner" Universität auch in Zukunft Hilfe, wenn es gelte, den einen oder anderen Forschungsprozeß in Gang zu bringen oder zu verhindern, daß bestimmte Projekte dem Rotstift zum Opfer fallen.

(Klaus Walter, Pressemitteilung 24. März 2000)

Zuletzt aktualisiert: 29.11.2006 · Pressestelle

 
 
 
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