Master Philosophie
_____________________________________________________________
Philosophie ist die grundlegende Orientierungswissenschaft, die alle Bereiche des menschlichen Lebens – insbesondere aber zentrale Fragen des Erkennens, Denkens und Handelns – sowie die Stellung des Menschen im Ganzen der Wirklichkeit umfasst. Neben den Fragen der Ethik, Erkenntnistheorie, Metaphysik, Sprachphilosophie und Handlungstheorie, und neben der sach- und problemorientierten Beschäftigung mit der Geschichte der Philosophie, steht immer auch ein kritisch-konstruktiver Austausch mit wissenschaftlichen Einzeldisziplinen wie der Medizin, der Wissenschaftsgeschichte, der Rechtswissenschaft, der Psychologie, der Neurowissenschaft, der Evolutionsbiologie oder der Soziologie im Fokus des philosophischen Interesses.
Der Master-Studiengang Philosophie an der Philipps-Universität Marburg orientiert sich eng an der philosophischen Forschung: hier werden Sie unter Anleitung durch die Lehrenden aktiv an aktuelle Forschungsthemen und -methoden des Fachs herangeführt; eine Schwerpunktbildung wird durch Wahlmöglichkeiten in Basis-, Aufbau- und Praxismodulen ermöglicht, wobei das Marburger Forschungsprofil mit seiner Ausrichtung auf die Kant-Forschung und die Aufklärung (gleichermaßen als historische Epoche und systematischer Denkstil verstanden) besondere Möglichkeiten bietet. Informationen zu aktuellen Forschungsprojekten finden sich hier: Forschung.
Im Master-Studiengang Philosophie geht es vor allem um die Entwicklung folgender Kompetenzen:
- Sachkompetenz: fundiertes Wissen um die wesentlichen
Konstellationen und systematischen Zusammenhänge in der
Philosophiegeschichte
- Hermeneutische Kompetenz: Erkennen und Interpretieren
unterschiedlicher philosophischer Probleme und Themen, Verständnis der
immanenten Deutungszusammenhänge philosophischer Konzeptionen und
Systeme
- Philologisch-historische Kompetenz: Umgang mit historischen
Quellen und philosophischen Texten
- Reflexions- und Argumentationskompetenz: begründetes
Reflektieren und Argumentieren auf der Grundlage formal- und
materiallogischer Methodenbeherrschung
- Informationskompetenz: Selbständiges Erschließen, Bewerten,
Aufbereiten und Präsentieren von Informationen und Quellen
- Transfer-Kompetenz: Fähigkeit zum inter- und
transwissenschaftlichen Wissenstransfer
- Forschungskompetenz: Kennenlernen der Forschungspraxis;
Entwicklung kleiner eigener Forschungsprojekte im Rahmen der
Lehrforschung
- Kommunikations- und Sprachkompetenz: Einüben eines bewussten
und differenzierten Umgangs mit Sprache in den verschiedenen mündlichen
und schriftlichen philosophischen Ausdrucksformen
- Sozialkompetenz: Fähigkeit zum reflektierten und
selbstbewussten Vertreten des eigenen Standpunktes sowie zur
differenzierten Wahrnehmung anderer Positionen
- Präsentations- und Moderationskompetenz: Fähigkeit zur
Vermittlung fachbezogenen Wissens in außerfachlichen öffentlichen
Zusammenhängen

