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Aus dem G-Gang zum Professor an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung. 10 Fragen an Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber!

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Zur Person:

Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber (Jg. 1963)

  • 1981-1983 Grundstudium der Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Politikwissenschaft an der Gesamthochschule Duisburg
  • 1983-1986 Hauptstudium der Politischen Wissenschaften an der Universität Marburg, 1986 Diplom-Politologe
  • 1986-1988 Zweit-Studium Soziologie an der Universität Marburg, 1988 Diplom-Soziologe
  • 1988-1992 Promotion an der Gesamthochschule-Universität Duisburg, 1992 Dr. phil.
  • 1992-1994 Lehrbeauftragter an der Universität Marburg
  • 1994-2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter und später Referatsleiter im Bundesamt für Verfassungsschutz, Köln, Abt. 2: Rechtsextremismus
  • 1998-2004 Lehrbeauftragter an der Universität Köln
  • seit 2004 Prof. an der Fachhochschule des Bundes, Brühl
  • seit 2007 Lehrbeauftragter an der Universität Bonnportraitfoto2
  • seit 2008 Herausgeber des „Jahrbuchs für Extremismus- und Terrorismusforschung“


Arbeitsschwerpunkte: 

  • Antisemitismus
  • Extremismus
  • Ideengeschichte
  • Totalitarismus
  • Zeitgeschichte
  • (Aufsatz- und Buchveröffentlichungen zu den genannten Themen)


10 Fragen an Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughberportraitfoto3

1. Warum haben Sie sich für das Studienfach Politikwissenschaft entschieden? 

Bereits zu Schulzeiten bestand ein entsprechendes Interesse, das dann zur Wahl dieses Studienfachs führte.

2. Warum haben Sie sich für ein Studium der Politikwissenschaft in Marburg entschieden?

Dies hatte rein private Gründe, da ich im weiteren Umfeld von Marburg aufgewachsen war.

3. Welcher Bereich der Politikwissenschaft hat Sie am meisten interessiert?

Es waren die Themen, die auch heute noch meinen Arbeitsschwerpunkt darstellen: Antisemitismus, Extremismus, Ideengeschichte, Totalitarismus und Zeitgeschichte.

4. Auf welches Teilgebiet der Politikwissenschaft haben Sie sich spezialisiert?

Zunächst lag der Schwerpunkt auf der Antisemitismus-, später auf der Extremismusforschung.

5. Zu welchem Thema haben Sie Ihre Abschlussarbeit geschrieben?

Es ging um die Verbreitung des antisemitisch-antifreimaurerischen Verschwörungsmythos in der Weimarer Republik und im NS-Staat.

6. Was würden Sie heute anders machen, wenn Sie noch einmal Studienanfänger wären?

Ich würde versuchen, das Studium inhaltlich stringenter durchzuziehen und nicht von Thema zu Thema zu springen. Eine frühe Festlegung auf einen inhaltlichen Schwerpunkt scheint mir sinnvoll. Dies bedeutet ja nicht, sich nur noch mit dem entsprechenden Thema zu beschäftigen.

7. Würden Sie heutigen Abiturienten ein Studium der Politikwissenschaft empfehlen?

Ja schon, aber man sollte sich immer über die auch heute noch eher schlechte Berufsperspektive im Klaren sein und sehr früh in diesem Sinne orientierend mit Kontakten und Praktika agieren

8. Sehen Sie Ihr Studium als notwendige Voraussetzung für Ihren beruflichen Werdegang?

Ja, da ich später Hochschullehrer geworden bin, war dies aus den verschiedensten Gründen eine wichtige Erfahrung.

9. Wie ging es nach dem Studium weiter?

Da ich mich auf das Thema Rechtsextremismus spezialisiert und dazu Aufsätze und Bücher veröffentlicht hatte, konnte ich mich erfolgreich um eine Anstellung beim Bundesamt für Verfassungsschutz, Köln bewerben. In der dortigen Abt. 2 Rechtsextremismus bestand meine Tätigkeit vor allem in der Analyse einschlägiger Publikationen. Parallel dazu veröffentlichte ich einige wissenschaftliche Aufsätze und Bücher und war als Lehrbeauftragter an der Universität Köln tätig. 2004 erhielt ich eine Professur an der Fachhochschule des Bundes in Brühl. 

10. Was möchten Sie heute Studienanfängern der Politikwissenschaft mit auf den Weg geben?

Unterschiedliche Dinge: Erstens, man sollte von Anfang an die Problematik „Berufsperspektive“ im Hinterkopf haben und sich frühzeitig um einschlägige Kontakte bemühen und Schwerpunkte setzen. Zweitens, steht dieser Hinweis für Realismus, nicht für die Einforderung „marktkonformen“ Verhaltens (Zitat meines ersten Prof. - allerdings an der GH Duisburg). Drittens und speziell für Marburger: Marburg wirkt auf einen Studenten manchmal wie eine Insel im positiven Sinne. Man kann dadurch aber auch eine etwas schiefe Wahrnehmung der Welt außerhalb von Marburg bzw. des universitären Marburg bekommen.


Zuletzt aktualisiert: 24.08.2010 · leowardm

 
 
 
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