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Konzeption und Ziele des B.A. Politikwissenschaft

Im dreijährigen B.A.-Studiengang wird die Integration von Kernbereichen des Fachs und Berufsfeldorientierung durch die enge Verzahnung von Basis- und Wahlpflichtmodulen mit dem Modul Schlüsselqualifikationen und Berufsfeldorientierung einerseits und durch das mit einem Wahlpflichtmodul verbundene Projektstudium erreicht.
Mit der Pflicht zum Besuch aller Basismodule - inklusive des besonders gewichteten Methodenmoduls - wird die breite Grundlagenausbildung entlang der Kernbereiche des Fachs gewährleistet. Durch externe Module aus anderen Fächern können Studenten sich zudem spezialisieren und ihr Profil sinnvoll ergänzen.


Fragen zu Bewerbung, Einschreibung und weiteren Studienformalitäten

Zu diesen Themen gibt es eine Liste mit häufig gestellten Fragen bei der Zentralen Allgemeinen Studienberatung (ZAS)

  Vorlesung
Besonderheiten und Struktur des Bachelor Politikwissenschaft

Ein intensives Orientierungsmodul, die Betreuung durch Mentoren insb. im zweiten und dritten Semester sowie die obligatorische Studienberatung nach dem 3. Semester sollen ein effektives Beratungs- und Betreuungsangebot implementieren, welches durch die Beratung im Projektmodul und durch die Betreuung der B.A.-Arbeit fortgesetzt wird.

Die Struktur des B.A.-Studiengangs orientiert sich an den Erfordernissen, fachwissenschaftliche, methodische und berufsfeldbezogene Kompetenzen zu vermitteln.

Im Bachelorstudiengang Politikwissenschaft erwerben die Studierenden grundlegende Fachkenntnisse der Politikwissenschaft und die Fähigkeit zu eigenständigem wissenschaftlichen Arbeiten, einschließlich der entsprechenden Methoden. Eine aus wissenschaftlicher Kenntnis hervorgehende kritische Einsicht in die Zusammenhänge des gesellschaftlichen und politischen Lebens soll den Studierenden Kompetenzen vermitteln, die ihnen die Möglichkeit einer beruflichen Tätigkeit in politikwissenschaftlichen Berufsfeldern eröffnen oder die sie für einen weiterführenden Studiengang qualifizieren.

Im Rahmen der politikwissenschaftlichen Ausbildung sollen die Studierenden die Fähigkeit erwerben können

  • gesellschaftliche und politische Problemlagen zu erfassen, sie in weitergreifende Problem- und Wirkungszusammenhänge einzuordnen und die hierfür grundlegenden theoretischen Ansätze der Gesellschafts-, Politik- und Staatstheorie kennenzulernen;
  • die Entstehungs- und Lösungsbedingungen gesellschaftlicher Probleme hinsichtlich historischer Voraussetzungen, Gestaltungs- und Einwirkungsmöglichkeiten, Entscheidungsstrukturen, Bewertungskriterien usw. zu analysieren;
  • unterschiedliche Problemlösungen zu beurteilen hinsichtlich ihrer Zielsetzungen, Realisierungschancen, Auswirkungen und Nebenwirkungen sowie selbständig Problemlösungen methodisch zu erarbeiten und zu planen;
  • politikwissenschaftliche Fragestellungen und Ergebnisse innerhalb verschiedenartiger Entscheidungsprozesse oder in öffentlicher Kommunikation zu vermitteln;
  • Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten zu entwickeln und zu reflektieren.

Zur Erreichung dieses Qualifikationsprofils zielt der Studiengang auf die Entwicklung folgender Kompetenzen:

  • Wissen über die Grundlagen, Kernbereiche und Methoden des Fachs Politikwissenschaft;
  • Fähigkeit zur systematischen und kritischen Analyse von politischen Prozessen, Institutionen und Organisationen sowie Theorien unter Berücksichtigung historischer, gesellschaftlicher, ökonomischer und rechtlicher Faktoren;
  • soziale Kompetenz als Fähigkeit, sich in andere wissenschaftliche, politische, kulturelle und lebensweltliche Positionen hineinversetzen zu können, sowie als Fähigkeit, eigene Positionen sowohl selbstbewußt vertreten als auch relativieren (z.B. interkulturelle Kompetenz) zu können, Fähigkeit zur Teamarbeit, Praxis-, , Kommunikations- und (Fremd-) Sprachenkompetenz;
  • Organisations- (z.B. Projektplanung und -durchführung) und Medienkompetenz.

Neben den Lerninhalten sind auch die Lehr- und Lernformen der Ausbildung dieser Qualifikationen verpflichtet. Die Didaktik des Studiengangs orientiert sich am Prinzip des dialogischen und problemorientierten Lehrens und Lernens, vermittelt über die Methodik selbständiger und angeleiteter individueller Eigenarbeit als auch eigenverantwortlicher Kleingruppenarbeit.


Aufbau und Struktur (BA bis SoSe 2010, zur neuen STPO s. hier)

Das für alle StudienanfängerInnen obligatorische Orientierungsmodul "Einführung in die Politikwissenschaft" besteht aus einer Überblicksvorlesung zu Gegenstand und Entwicklung des Fachs Politikwissen-schaft, aus themenspezifischen Tutorien sowie aus Workshops zu Schlüsselkompetenzen und Informationen über Berufsperspektiven für PolitologInnen.
Während der ersten drei Semester sind insgesamt sieben Pflichtmodule (je 6 LP) zu absolvieren. Diese Pflichtmodule dienen der Einführung in die Teilgebiete des Fachs. Sie bestehen in der Regel aus je einer Vorlesung (2 SWS) und einem Proseminar (2 SWS); in der Vorlesung werden die Stoffgebiete überblicksartig, in den Proseminaren exemplarisch und vertiefend behandelt. Insb. in den Proseminaren werden Kompetenzen über den didaktischen Ansatz des dialogisches Lernen vermittelt, z.B. in der Vorlesung mit Diskussion (Reader als Grundlage) und im Proseminar in Form von betreuter Kleingruppenarbeit mit der Vorstellung eigener Arbeitsergebnisse z.B. in Form von Referaten (und deren Verschriftlichung), Präsentationen oder multimedialen Darstellungen.
Zu folgenden Teilgebiete sind Basismodule zu absolvieren:

Basismodul 1 "Politische Theorie" (6 LP)
Basismodul 2 "Methoden" (10 LP)
Basismodul 3 "Politisches System der Bundesrepublik Deutschland" (6 LP)
Basismodul 4 "Vergleich politischer Systeme" (6 LP)
Basismodul 5 "Internationale Beziehungen" (6 LP)
Basismodul 6 "Politik und Geschlechterverhältnis" (6 LP)
Basismodul 7 "Politische Ökonomie" (6 LP

Wahlpflichtmodule (je 12 LP) dienen der Vertiefung und Anwendung der in den Pflichtmodulen erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten. Die Absolvierung von Wahlpflichtmodulen setzt den erfolgreichen Abschluss entsprechender Pflichtmodule voraus. Durch die freie Wahlmöglichkeit von Wahlpflichtmodulen können berufsperspektivisch relevante Schwerpunkte individuell gesetzt werden. In den Wahlpflichtmodulen und vor allem im Projektstudium besteht die Möglichkeit zu angeleitetem selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten sowie zum Ausbau und zur Intensivierung von Schlüsselkompetenzen (insb. Analysekompetenz, Projektmanagement und Verfassen wissenschaftlicher Texte).
Wahlpflichtmodule werden zu folgenden Schwerpunkten angeboten, aus denen die Studierenden vier aus-wählen müssen:

Wahlpflichtmodul 1 "Politische Theorie" (12 LP)
Wahlpflichtmodul 2 "Europäische Integration" (12 LP)
Wahlpflichtmodul 3 "Politisches System der Bundesrepublik Deutschland" (12 LP)
Wahlpflichtmodul 4 "Vergleich politischer Systeme" (12 LP)
Wahlpflichtmodul 5 "Internationale Beziehungen" (12 LP)
Wahlpflichtmodul 6 "Politik und Geschlechterverhältnis" (12 LP)
Wahlpflichtmodul 7 "Politische Ökonomie" (12 LP)
Wahlpflichtmodul 8 "Politische Sozialisation" oder "Konfliktsoziologie" (12 LP)
Wahlpflichtmodul 9 "Methoden" (12 LP)

Jedes dieser Wahlpflichtmodule besteht aus einer Überblicksveranstaltung (2 SWS) und zwei Seminaren (4 SWS); eines muss inhaltlich mit dem Projektmodul verknüpft werden.

Das Modul "Projektstudium" (12 LP) dient in Kombination mit einem Wahlpflichtmodul der fachwissenschaftlichen Vertiefung eines anwendungsbezogen politikwissenschaftlichen Problemzusammenhangs, es eröffnet berufspraktische Erkundungen (Praktikum), baut die Methodenkenntnisse aus und dient dem Erwerb und der Anwendung von Schlüsselkompetenzen.
Das Projektstudium soll die Studierenden befähigen, ein begrenztes politikwissenschaftliches Thema unter Anleitung (Supervision) selbständig zu analysieren. Dazu wird das in Absprache mit der Hochschullehrerin bzw. den Hochschullehrern gewählte Thema von der Projektplanung und -durchführung bis zur Präsentation der Arbeitsergebnisse (Projektbericht) eigenständig in Arbeitsgruppen von maximal 15 TeilnehmerInnen bearbeitet. Projektthemen werden von den Lehrkräften des Instituts angeboten; Studierende können aber auch selbst Vorschläge unterbreiten und sich eine Betreuerin bzw. einen Betruer unter den Lehrenden suchen. Die Projektdauer ist auf höchstens 2 Semester beschränkt.
Die inhaltliche Verknüpfung mit einem Wahlpflichtmodul gewährleistet neben der Supervision durch Lehrkräfte ein intensive fachwissenschaftliche Betreuung. Die ebenfalls mögliche thematische Verknüpfung mit externen Wahlfachmodulen befördert interdisziplinäre Studien. Im Rahmen des Projektstudiums werden Elemente des Moduls Schlüsselkompetenzen (insb. analytische, methodische und soziale Kompetenzen, Projektplanung und -management) erlernt und angewandt; über ein themenbezogenes Berufspraktikum kann der berufsqualifizierende Aspekt des Studiums intensiviert werden.

Das Modul "Schlüsselkompetenzen" (8 LP) ist neben den Modulen "Projektstudium" und "Berufsfeldorien-tierung/ Praktikum" wesentliches Element des Berufsfeld- und Anwendungsbezugs des B.A.-Studiengangs. Schlüsselkompetenzen dienen zugleich als Handwerkszeug für die fachwissenschaftliche Analyse (insb. Techniken wiss. Arbeitens). Lernziel ist die Vermittlung von analytisch-methodischen Kompetenzen (Wiss. Recherche und Texterstellung, Organisation und Planung, Projektmanagement) sowie die Vermittlung von sozialen und kommunikativen Kompetenzen (Teamwork, Vortrag, Diskussion, Moderation, Präsentation). Vermittelt werden diese Qualifikationsziele in lehrveranstaltungsbegleitenden Blockveranstaltungen (z. B. Workshops zu Texterstellung, Projektmanagement, Rollenspiel) und in Lehrveranstaltungen integrierte Ü-bungen (z.B. Präsentationstechniken, Literaturrecherche).
Das studienbegleitend angelegt Modul "Berufsfeldorientierung/ Praktikum" (12 LP) hat zum Ziel, Informati-onen und Erfahrungen über die ausbildungsadäquaten Berufsfelder zu vermitteln. Es besteht aus mehreren Teilen:
Neben ersten überblicksartigen Informationen in der Vorlesung "Einführung in die Politikwissenschaft" werden im zweisemestrigen Turnus Veranstaltungen mit ehemaligen Absolventinnen und Absolventen der Marburger Politikwissenschaft zum Thema "PolitologInnen im Beruf" angeboten. Hier können praktische Erfahrungen und Empfehlungen über Wege in den Beruf und über aktuelle Anforderungen aus dem Berufs-leben erörtert werden; zudem besteht die Möglichkeit, Kontakt mit BerufspraktikerInnen zu knüpfen.
Eigene berufspraktische Erfahrungen sollen die Studierenden während des verpflichtenden Berufspraktikums mit einer Dauer von 8 Wochen sammeln. Das Praktikum soll ganztägig während der vorlesungsfreien Zeit abgeleistet werden. Das Institut stellt über die oder den Praktikumsbeauftragten die Vermittlung von Prakti-kumsplätzen sicher. Zur Vorbereitung auf das Praktikum wird ein Praktikumsworkshop angeboten, auf dem von der Bewerbung um ein Praktikum bis zur Abfassung des obligatorischen Praktikumsberichts Hinweise und Ratschläge gegeben werden.

"Externe Wahlfachmodule" im Umfang von insgesamt 34 LP bieten den Studierenden die Möglichkeit, fach-übergreifende und interdisziplinäre Elemente nach freier Wahl in ihr Studium einzubauen. Die Leistungspunkte können in einem oder zwei Fachgebieten erworben werden. Bezogen auf berufliche Tätigkeitsfelder bieten sich insbesondere Wahlpflichtmodule aus den Fächern Rechtswissenschaften (insb. Staatsrecht, Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht), Wirtschaftswissenschaften (z.B. Wirtschaftspolitik, Mikro- und Makroökonomik, Internationale Wirtschaftsbeziehungen oder betriebswirtschaftliche Schwerpunkte), Sozio-logie (z.B. Methoden, Sozialstrukturanalyse, spezielle Soziologien), Geographie (z.B. Bevölkerungs-, Wirt-schafts- und Stadtgeographie), Geschichte (insb. Neuere und Neueste Geschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte oder Osteuropäische Geschichte), Medienwissenschaft oder Erziehungswissenschaft (insb. Erwach-senenbildung) an. Externe Wahlfachmodule können aber auch zum vertieften Studium einer Fremdsprache oder für ein Studium im Ausland verwandt werden.

Das Modul Bachelorarbeit (12 LP) besteht aus einer wissenschaftlichen Arbeit (10 LP), in welcher die Kan-didatin bzw. der Kandidat nachweisen soll, dass sie bzw. er in der Lage ist, ein Thema wissenschaftlich selbständig zu bearbeiten, und einem Prüfungskolloquium (2 LP) von 30 Minuten, in welchem die Kandidatin bzw. der Kandidat die Arbeit verteidigt. Die Zulassung zu Prüfungsleistungen im Bachelormodul kann erst erfolgen, wenn mindestens drei Wahlpflichtmodule erfolgreich absolviert worden sind.

Die Möglichkeit, aus sieben Schwerpunktbereichen des Fachs vier vertieft studieren zu können, kommt der individuellen Profilbildung entgegen. Ausschlaggebend für die Berufsfeldorientierung ist die den individuellen Berufs- und Interessenwünschen angepasste Wahlmöglichkeit auf dieser Ebene; die Profilbildung kann zudem durch die Wahl externer Wahlfachmodule zusätzlich akzentuiert werden. Das Praktikum bietet schon während des Studiums Einblicke in künftige Berufsfelder.

So könnte beispielsweise das Berufsfeld "Medien" durch die Konzentration der Wahlschwerpunktmodule auf das Politische System der Bundesrepublik Deutschland, die Europäische Integration und vergleichende Länderanalysen inhaltlich erschlossen und in Kombination mit Modulen aus dem Fach Medienwissenschaft praxisnah avisiert werden. Eine andere beispielhafte Kombinationsvariante könnte aus der Konzentration auf die inhaltlichen Kernbereiche Internationale Beziehungen, Europäische Union und Politische Ökonomie beste-hen, die um ein Auslandsstudium und rechtswissenschaftliche Module zum Europa- und Völkerrecht ergänzt das Berufsfeld "Internationale Organisationen" erschließen würde. Durch die thematische Verbindung mit einem Projektstudium, der auf dieses Berufsfeld bezogenen Wahl des Themas der B.A.-Arbeit sowie über einem Praktikum in internationalen Organisationen wäre ein erfolgversprechendes Ausbildungsprofil gefunden.

 

Zuletzt aktualisiert: 05.03.2014 · Ingrid El Masry

 
 
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