Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit – Der Masterstudiengang Religionswissenschaft in Marburg
Meine Master-Thesis kommt
schnellen Schrittes näher und ich blicke auf eine sehr schöne und
spannende Studienzeit an unserem Institut in Marburg zurück. Ich habe
den Wahlspruch des französischen Staates (abgeändert, da Frauen sowohl
bei Studierenden als auch auf Seite der Instituts-Mitarbeiterinnen die
absolute Mehrheit bilden) nicht aus frankophilen Gründen gewählt,
sondern weil sie meine Studienerfahrungen recht gut beschreiben.Ich höre immer wieder Klagen über die Verschultheit anderer B.A. / M.A.-Studiengänge und kann sie kaum nachvollziehen. Auch wir müssen zwar Module absolvieren (z. B. Theorie und Methodologie der RW, Religiöse Pluralität in Europa, Transformationsprozesse von Religionen in Asien u. a.), aber die dort wählbaren (!) Seminare decken eine große Bandbreite an Themengebieten ab und sind zumeist qualitativ hochwertig. Dazu kommt, dass die Dozentinnen sehr aufgeschlossen sind und wir daher bei der Referats-, Haus-, und Abschlussarbeitenwahl größtmögliche Freiheit genießen. Außerdem können wir aus einem reichen Fundus an Exportmodulen (früher Nebenfächer genannt) schöpfen, da unser Institut gut mit anderen Instituten der Universität zusammenarbeitet. Alle Studierenden können so ihren persönlichen Interessen folgen und eigene Forschungsschwerpunkte entwickeln.
Zur angenehmen Arbeitsatmosphäre trägt außerdem unsere Institutsleiterin Frau Prof. Dr. Franke maßgeblich bei. Sie begegnet allen, seien es B.A. „Erstis“, Masterstudierende, Doktoranden oder Mitarbeiterinnen, auf Augenhöhe und ist sehr hilfsbereit bei diversen Studien- und Forschungsvorhaben. Dieser Ansatz wird im gesamten Studiengang deutlich: Es gibt kaum kompetitives Verhalten unter den Studierenden, verschiedenste Interessenschwerpunkte werden respektiert und das Verhalten untereinander ist sehr kollegial, was kontrovers-hitzige Diskussionen in den Seminaren (auch mit den Dozentinnen) glücklicherweise nicht ausschließt.
Was Frankreich und andere Nationalstaaten nicht verwirklichen können, findet man wenigstens auf kleiner Ebene in unserem schönen Institut in Marburg.

