Fachgebiet Systematische Theologie
Im Fachgebiet Systematische Theologie reflektieren wir die Wahrheit des Christentums in der Dialektik von Offenbarungsglaube und Religionstheorie. So gewiß der Glaube seine Gewißheit nur durch die Gegenwart Gottes selbst gewinnt, so gewiß lebt der Glaube in einer Kultur, die durch die Konkurrenz von Religionen und Weltanschauungen geprägt ist. Indem wir die Verbundenheit von Glaube und Religion wahrnehmen, betreiben wir in Forschung und Lehre – das Marburger Profil des 20. Jahrhunderts für das 21. Jahrhundert schärfend – eine dialektische Theologie in liberaler Tradition.-
Was ist Systematische Theologie?
Die Systematische Theologie gliedert sich in Dogmatik, Religionsphilosophie, Theologiegeschichte und Ethik. Zur Dogmatik gehört die Selbstverständigung des Glaubens über seine Herkunft und Struktur, seine Inhalte und seine Mitteilung. Die Religionsphilosophie reflektiert die Stellung des Glaubens zum Phänomen der Religion, das Verhältnis von Religion und Wissenschaften und die Bedeutung der Religion in der alltäglichen Lebenswelt. Die Geschichte der Theologie zeigt und diskutiert die Identität des Christentums in der historischen Vielfalt seiner Darstellungsweisen. Die Ethik hat die wissenschaftliche Wahrnehmung und verantwortliche Steuerung des mit dem Glauben verbundenen Handelns zum Thema; dieser Aspekt ist in Marburg im Fachgebiet Sozialethik eigens ausdifferenziert.
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Systematische Theologie zwischen den Disziplinen
Der Debatte zwischen Dogmatik und Religionsphilosophie sowie dem Verhältnis von Systematischer Theologie und Praktischer Theologie / Ästhetik sind unsere regelmäßigen Blockseminare gewidmet.
Das Gespräch mit der Philosophie (Prof. Dr. Wilhelm Lütterfelds, Passau) wird bei den Blockseminaren in Zell an der Pram / Oberösterreich geführt.

