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Theologie in Marburg

Der Fachbereich Evangelische Theologie an der Universität Marburg führt den reformatorischen Aufbruch in religiös-kultureller Gegenwartsdeutung fort. 1527 wurde hier zusammen mit der Universität die erste theologische Fakultät unter evangelischem Vorzeichen durch Landgraf Philipp von Hessen gegründet. Seit 1880 kann Marburg als Ort moderner Theologie gelten (Adolf Harnack, Wilhelm Herrmann, Friedrich Niebergall). Diese Impulse sind in der Dialektischen Theologie (Karl Barth, Rudolf Bultmann) aufgenommen und umgeformt worden.
Später bildete die Marburger Theologie drei verschiedene Schwerpunkte aus: Die Verbindung von neutestamentlicher Wissenschaft und Hermeneutik (Rudolf Bultmann, Hans von Soden, Ernst Fuchs); die Etablierung der Religionsgeschichte innerhalb der Theologie (Rudolf Otto, Friedrich Heiler); die Akzentuierung der Sozialethik innerhalb der Systematischen Theologie (Georg Wünsch, Dietrich von Oppen).
Seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts hat der Fachbereich Evangelische Theologie die gesellschaftliche und kulturelle Ausrichtung der Theologie betont und in Fortsetzung seiner Geschichte ein liberales theologisches Profil ausgebildet. Eine interdisziplinäre Ausrichtung sowie ökumenische, ästhetische und feministische Fragestellungen tragen zur aktuellen Profilierung bei.

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