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Gründung

 

Theologisches Kolleg: «Hans-von-Soden-Institut» nahm seine Arbeit auf


Mit einer Feierstunde am 1. Dezember hat das neu gegründete «Hans-von-Soden-Institut an der Philipps-Universität Marburg» seinen Betrieb aufgenommen. In dem theologischen Forschungskolleg, das dem Fachbereich Evangelische Theologie angegliedert ist, soll begabten Pfarrerinnen und Pfarrern unmittelbar nach dem Zweiten Theologischen Examen die Möglichkeit zu in der Regel zweijährigen Graduiertenstudien geboten werden. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, neben der Philipps-Universität Träger des neuen An-Instituts, beabsichtigt pro Jahr die Forschungsvorhaben von zwei Graduierten zu finanzieren.

Die beiden ersten Kollegiaten haben ihre Arbeit bereits aufgenommen. Unter dem übergeordneten Thema «Gottesbilder» beschäftigt sich der eine mit dem «verborgenen und offenbaren Gott», während der andere eine große Umfrage unter Pfarrern über Gottesbilder im Pfarramt durchführt.

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Martin Hein, legte in seiner Eröffnungsrede ein deutliches Bekenntnis zu unabhängiger theologischer Forschung ab. Mit dem neuen Institut werde ein deutliches Zeichen gesetzt, dass wissenschaftliche Theologie in Deutschland unverzichtbar sei und Zukunft habe. Professor Joachim-Felix Leonhard, Staatssekretär im hessischen Wissenschaftsministerium, nannte die Graduiertenausbildung aus Kirchensteuermitteln ein vorbildliches Beispiel richtungsweisender Begabtenförderung.

Nach der Mitte November unterzeichneten Vereinbarung zwischen Universität und Landeskirchenamt hat das Institut vor allem die Aufgabe, Forschungsvorhaben zu fördern und wissenschaftliche Veranstaltungen durchzuführen, die sich um einen gemeinsamen Arbeitsschwerpunkt mit interdisziplinärer Relevanz gruppieren. Die Arbeit des Instituts wird durch einen vom Fachbereich Evangelische Theologie und der Kirche paritätisch besetzten Vorstand inhaltlich verantwortet und finanziell im Wesentlichen von Kirchenseite getragen. Die Vereinbarung gilt zunächst für fünf Jahre.

Hans von Soden (1881-1945) war von 1924 bis zu seinem Tode Professor für Kirchengeschichte, Neues Testament, Christliche Archäologie und Kirchenrecht in Marburg und einer der führenden Köpfe der Bekennenden Kirche.

 

«Hans-von-Soden-Institut» gegründet
Neues theologisches Forschungskolleg dient der Nachwuchsförderung


Der Präsident der Philipps-Universität Marburg, Professor Horst F. Kern, und der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Martin Hein, haben am Montagabend eine Vereinbarung über die Gründung des «Hans-von-Soden-Instituts an der Philipps-Universität Marburg» unterzeichnet. Das theologische Forschungskolleg, das dem Fachbereich Evangelische Theologie angegliedert wird, soll seinen Betrieb mit einer Feierstunde am 1. Dezember offiziell aufnehmen. Es hat vor allem die Aufgabe, Forschungsvorhaben zu fördern und wissenschaftliche Veranstaltungen durchzuführen, die sich um einen gemeinsamen Arbeitsschwerpunkt mit interdisziplinärer Relevanz gruppieren.
Im Hans-von-Soden-Institut soll begabten Pfarrerinnen und Pfarrern unmittelbar nach dem Zweiten Theologischen Examen die Möglichkeit zu in der Regel zweijährigen Graduiertenstudien geboten werden. Die Kirche beabsichtigt pro Jahr die Forschungsvorhaben von zwei Graduierten zu finanzieren. Die Arbeit des An-Instituts wird durch einen vom Fachbereich Evangelische Theologie und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck paritätisch besetzten Vorstand inhaltlich verantwortet und finanziell im Wesentlichen von Kirchenseite getragen. Die Vereinbarung gilt zunächst für fünf Jahre.

Hans von Soden (1881-1945)

war von 1924 bis zu seinem Tode Professor für Kirchengeschichte, Neues Testament, Christliche Archäologie und Kirchenrecht an der Philipps-Universität Marburg. Zwischen 1933 und 1945 wehrte er sich gegen die Usurpation der Universität durch den Ungeist des Nationalsozialismus. Zeitweilig leitete er die Bekennende Kirche in Kurhessen-Waldeck. In den letzten Jahren verfasste er eine Denkschrift über eine neue Kirchenverfassung, die entscheidende Eckdaten der noch heue gültigen Grundordnung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck formulierte.




Philipps-Universität Marburg: Neues Institut zur Unterstützung begabter Pfarrer

Marburg (medio). Der Präsident der Philipps-Universität Marburg, Professor Dr. Horst Franz Kern, und der Bischof der EKKW, Dr. Martin Hein, haben am Montag (10.11.) die Vereinbarung über die Gründung des «Hans-von-Soden-Instituts an der Philipps-Universität Marburg» unterzeichnet. Das Institut, das am 1. Dezember mit einer Feierstunde offiziell seinen Betrieb aufnehmen wird, hat vor allem die Aufgabe, Forschungsaufgaben zu fördern und wissenschaftliche Veranstaltungen durchzuführen, die sich um einen gemeinsamen Arbeitsschwerpunkt mit interdisziplinärer Relevanz gruppieren.
Insbesondere begabten Pfarrerinnen und Pfarrer wird im Hans-von-Soden-Institut die Gelegenheit zu Forschungsprojekten gegeben. Die Arbeit des Instituts wird durch einen vom Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Marburg und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck paritätisch besetzten Vorstand inhaltlich verantwortet und finanziell im Wesentlichen von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck getragen. (11.11.2003)

 

 

 

Zuletzt aktualisiert: 03.12.2012 · hvsi

 
 
 
Fachbereich 5: Evangelische Theologie

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