Wilhelm Herrmann (1846 bis 1922, Professor für systematische Theologie in Marburg seit 1879) darf als der prominenteste und eigenständigste Schüler Albrecht Ritschls angesehen werden. Seine ethische Begründung der Theologie im Gefolge Kants und im Gespräch mit dem Marburger Neukantianismus (Hermann Cohen, Paul Natorp) versucht die Selbständigkeit der Religion ebenso sichtbar zu machen wie die Unerläßlichkeit des Glaubens an Jesus. Sowohl Rudolf Bultmann als auch Karl Barth verdanken ihm entscheidende Prägungen.


