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Theologie studieren in Marburg           

Was ist Theologie?

Das Thema der Theologie ist das Heil menschlichen Lebens in dem durch Jesus Christus eröffneten Verhältnis zu Gott.
Unter unseren gegenwärtigen Lebensbedingungen ist dieses Thema im Zusammenhang anderer religiöser und kultureller Sinndeutungen wissenschaftlich zu verantworten.

Dazu dient das Studium der Theologie, in dem es um die Kenntnisse der Ursprünge und der Geschichte des christlichen Glaubens und seine theoretische und praktische Verantwortung in der Gegenwart zu tun ist.

Theologische  Forschung und Lehre

Am Fachbereich Evangelische Theologie sind die klassischen theologischen Fächer mit mindestens zwei Professuren versehen:

Altes Testament, Neues Testament, Kirchen­geschichte, Systematische Theologie und Praktische Theologie.

Zusätzlich sind die Fächer Sozialethik und Religi­ons­ge­schichte als Fachgebiete ausdifferenziert. In der Praktischen Theo­logie ist eine weitere Professur speziell der Religions­pädagogik gewidmet. Sonderprofessuren befassen sich mit den Schwerpunkten Christliche Archäo­logie und Byzantinische Kunstgeschichte, Ostkir­chenge­schichte sowie Kirchenbau und Kirchliche Kunst der Gegenwart.

Zu den For­schungsschwerpunkten zählen u.a. Bibli­sche Archäo­logie, hessische Kirchengeschichte, kirch­liche Zeit­ge­schichte, ökumenische Theolo­gie, histori­sche und theologische Frau­en­forschung bzw. feminis­tische Theolo­gie, Wirtschafts- und Bioethik, Pastoral­psycho­lo­gie und Religions­philosophie.

Die Breite und Vielfalt des Fachbereichs bietet Stu­dierenden in Mar­burg die Möglichkeit, anhand ihrer eigenen Interessen Schwer­punkte zu setzen und ihrer zukünfti­gen Rolle in Kirche und Gesellschaft ein be­sonde­res Profil zu geben.

Dazu leisten auch interdisziplinäre Ange­bote über den Fachbereich hinaus einen Beitrag. Studierende der Geschichte und Kunstgeschichte, der Ethnologie und Archäologie, der Ori­entalistik und Religionswissenschaft, aber auch der Medienwissen­schaften, Philosophie und Ethik, Sozio­logie, Pädagogik und Psychologie besuchen Lehr­ver­an­stal­tungen des Fachbereichs und setzen theologi­sche Schwer­punkte im Haupt-, Neben- oder Schwer­punktfach.

Der Fachbereich ist engagiert im Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung wie auch im Zentrum für Konfliktforschung, die jeweils interdisziplinäre Studienprogramme anbieten.

Die enge Kooperation mit dem Katholisch-theologi­schen Seminar an der Philipps-Universität bereichert das ökumeni­sche Gespräch in Lehre und Forschung.

Die Forschungsstelle Ökumenische Theologie bietet das Zertifikat "Studia Oecumenica" an. Sie arbeitet mit dem Konfessionskundlichen Institut Bensheim und der Facoltà Valdese di Teologia in Rom zusammen.

Seit 1993 dienen Internationale Rudolf Otto-Symposien, in Verbindung mit dem Fachgebiet Religionswissenschaft und der Religi­onskundlichen Sammlung in dreijährigem Abstand durchgeführt, dem interreligiösen Dialog.

Studiengänge

Der Fachbereich Evangelische Theologie kann derzeit folgende Studiengänge anbieten:

  • Evangelische Theologie mit dem Berufsziel Pfarre­rin oder Pfarrer: Dieser Studiengang wird mit dem Ersten Theologischen Examen vor einem Prüfungs­ausschuss einer der Lan­deskirchen in Deutschland abgeschlos­sen.
  • Evangelische Theologie mit offenem Berufsziel: Dieser Studiengang wird mit der Diplomprüfung am Fachbereich abgeschlossen.
  • Evangelische Religion als Teilstudiengang mit dem Berufsziel Lehrerin oder Lehrer an Gymnasien: Dieser Studiengang wird mit dem Ersten Staatsex­amen für das Lehramt an Gymnasien abgeschlos­sen; in diesem Studi­engang ist mindestens ein weiteres Schulfach sowie das erziehungswissen­schaftliche Studium für das Lehramt zu studieren.

In allen Studiengängen sind Sprachkenntnisse in La­tein und Griechisch, in den Studiengängen Kirchliches Examen und Diplom auch Sprachkenntnisse in He­bräisch erforder­lich. Für alle Sprachprüfungen gibt es regelmäßige vorbereitende Sprachkurse.

An der Philipps-Universität Marburg werden alle sprach-, kultur-, sozial- und naturwissenschaftli­chen Studiengänge angeboten.

Studierende

Am Fachbereich sind im WiSe 2006/2007 über 300 Studie­rende eingeschrieben, davon ca. 200 im Stu­diengang Kirch­­liches Examen / Diplom und ca. 100 im Studiengang Lehramt an Gymnasien; über die Hälfte sind Studentinnen. Die Studierenden kommen aus allen Landeskirchen und Regionen Deutsch­lands, etwa 3% aus dem Ausland. In jedem Jahr nehmen derzeit ca. 60 Studienanfängerinnen und -anfänger ihr Studium in Marburg auf. Aufgrund verbesserter Be­rufsaussichten im Pfarramt und Lehramt erwarten wir einen Anstieg der Studierendenzahlen.

In allen Fachgebieten wird das Lehrangebot erweitert durch Angebote wissenschaftlicher Mitarbei­terinnen und Mitarbeiter sowie durch apl. Professorinnen und Profes­soren und Lehrbeauftragte.

Studienverlauf und Studienbegleitung

Grundstudium

Das Studium gliedert sich in einen einführenden und einen vertiefenden Teil. Das Grundstudium dient der methodischen und sachlichen Einführung in die Theologie. Es umfasst ein Orien­tierungs­projekt mit intensiver Studienberatung, das Erler­nen der alten Sprachen sowie Veranstaltun­gen zur Einführung in die verschiede­nen Fachgebiete (Überblicks-vorlesungen, Proseminare); es wird mit einer Zwi­schenprüfungab­geschlossen.

  • Das Orientierungs­projekt im ersten Fachsemester für alle Studi­enanfängerinnen und -anfänger bie­tet eine Ein­führung in den Gesamt­hori­zont der Theologie.
  • Regelmäßig in jedem Semester finden Sprach­kurse in Latein, Griechisch und Hebräisch statt. In der vorlesungsfreien Zeit vor dem Wintersemester bietet der Fachbereich zusätzlich Intensivkurse für Hebräisch und Griechisch (Griechisch I) an. In kleinen Lerngruppen ist eine intensive und effektive Vorbereitung auf die Sprachprüfungen möglich, die am Fachbereich selbst abgelegt werden kön­nen.
  • Begleitende Tutorien ergänzen in den Orientie­rungsprojekten und Sprachkursen die fundierte Betreuung.
  • Überdies findet für Studierende aller Studiengänge im Grundstudium eine Beratung durch Mentorin­nen und Mentoren statt. Dafür stehen vor allem die Professorinnen und Professoren, die die Orien­tierungsprojekte anbieten, bereit. Die Mentorie­rung gliedert sich in mehrere Einzelgespräche, in denen alle fachlichen und persönlichen Fragen zum Studium erörtert werden können.
  • Die Zwischenprüfung schließt das Grundstudium in allen Studien­gängen ab. Zu ihr gehört ein Be­ratungs­gespräch, das der Reflexion des bisherigen Studien­verlaufs gewidmet ist.

Hauptstudium

Das Hauptstudium fordert eine Studienplanung in eigener Verantwortung. Neben dem Erwerb des Über­blicks dient es der Schwerpunktsetzung.

Praxisprojek­te mit Tutorien zu Beginn des Haupt­stu­diums eröffnen die Erfahrung des Zusammenhangs zwischen dem Studium und den Anforderungen künf­ti­ger beruflich-gesell­schaftlicher Praxis in Gemeinde, Industrie, Diako­nie/kirchlicher Sozialarbeit, Frauenar­beit und Schule.

Das Studium wird mit dem Examen beendet (Kirchli­ches Examen oder Diplom; Erste Staatsprüfung/Evangelische Reli­gion oder Magisterprüfung/M.A.), dem Promotion und Habilitation folgen kön­nen. Der Fachbereich ist verstärkt um eine Ge­staltung des Studiums in der Vorbereitungszeit auf das Erste Examen bemüht. Repetitorien in allen Hauptfächern und zuverlässige Rückkopplungen mit Examens-Lern­gruppen helfen die Kluft zwischen Studium und Ex­amen schließen.

Studienberatung

Selbstverständlich stehen alle Lehrenden zur Stu­dien(fach)beratung auch neben den bereits aufge­führten Beratungsangeboten (Mentorierung, Orien­tierungsprojekt) zur Ver­fügung. Im Dekanat ist über­dies Frau Dipl.-Päd. A. Schnath für Studienbe­ratung zuständig.

Einen engen Kontakt zwi­schen Lehrenden und Ler­nenden erschließen auch Studientage und Blocksemi­nare.

Studienan­fängerinnen und -anfängern erleichtert eine von Studieren­den organisierte Orientierungs­ein­heit/Beratung schon in der Woche vor Vorlesungsbe­ginn den Einstieg in die Universi­tät und den Fachbereich sowie das Einleben in die neue Stadt.

Auch Studierende, die von einer anderen Uni­versität oder Hochschule nach Mar­burg kommen, finden ein entsprechendes Angebot.

Das Studienhaus der Evangelischen Kirche von Kur­hessen-Waldeck (Philipp-Melanchthon-Haus) bietet Studienberatung und Examensbegleitung für Studie­rende aller Landeskirchen an.

Schriftliche Informationen des Fachbereichs

Über das Vorlesungsangebot des Fachbereichs infor­miert zuverlässig und ausführlich schon am Ende des vorhergehenden Semesters der Vorlesungskomment­ar - natürlich auch im Internet einsehbar.

Der Broschüre "Hinweise zur Anfertigung einer Semi­nararbeit oder wis­sen­schaft­lichen Hausarbeit" können Sie die bei uns üblichen Standards schriftlicher Arbei­ten am Fachbereich entnehmen.

Studienort: Alte Universität

Alte Universitaet farbig Die Semi­nar- und Arbeits­räume sowie die Bibliothek des Fachbe­reichs befinden sich in der Alten Universi­tät (AU) in der Mitte der Stadt. Der idyllische, von einem Kreuzgang umgebene Innenhof lädt vor allem im Som­mer zum Verweilen, aber auch zum Arbeiten ein. Unsere von Studierenden selbst betriebene Cafeteria bietet auch Gruppen gute Möglichkei­ten zum Treffen. In ganz Marburg be­rühmt sind die von der Fachschaft orga­nisierten "Theo-/Thea-Parties".



Innenhof Alte Universität


Bibliothek

Der Buchbestand der Bibliothek Evangelische Theolo­gie (BTh als Teilbibliothek der Universitätsbibliothek) umfasst ca. 120.000 Bän­de mit ca. 320 laufend gehaltenen Zeitschriften. Er ist größtenteils im Unter­geschoss der Alten Universität (ca. 95.000 Bände) sowie in den nahegele­genen Institutsbi­blio­theken der Fachgebiete Christliche Archäologie, Ostkir­chenge­schichte und Religionsgeschichte untergebracht. Die Bücher sind als Freihandbestand in Räumen mit reichlich vorhandenen Arbeitsplätzen aufgestellt.

Bibliothek Als Präsenzbibliothe­ken bieten sie beschränkte Aus­leihmöglichkeiten (grundsätzliche Nacht- und Wo­chenendausleihe).

Im "Lichthof" der Alten Universität befin­den sich Gruppen-Arbeitsplätze.

In der Fachbereichs­biblio­thek und in der Bibliothek des Fach­gebiets Religions­ge­schichte stehen PCs mit Internetzu­gang für Bibliotheksrecherche und für elek­tro­ni­sche Buchbestellungen zur Verfügung, außer­­­­dem natürlich mehrere Kopiergeräte.

Der theologische und religionswissenschaft­liche Be­stand der Uni­versitäts­bibliothek ist beinahe vollstän­dig im alpha­betischen Kata­log und im Schlag­wortka­talog der Fach­bereichsbibliothek bzw. im elektro­ni­schen Gesamtka­talog (OPAC) erschlossen; ebenso die Lehrbuchsamm­lung der Universitätsbibliothek mit Mehr­fachexempla­ren wichtiger Lehrbücher.
 
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bibliotheken geben gerne Hilfestellung bei Literaturrecherchen in Kata­logen und Bibliographien. Sie bieten auch Bib­lio­theksführungen an.



Das Café 204

Der in Eigenarbeit umgebaute Seminarraum bietet Atmosphäre zum Ausruhen zwischen den Veranstaltungen, zum Kaffee trinken, aber auch zum Treffen von Arbeitsgruppen. Das Café 204 hat sich zu einer Begegnungsstätte entwickelt, die gleichermaßen Studierende, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Mittelbaus und Professoren und Professorinnen zum regen Austausch untereinander einlädt.

Des weiteren finden im Café  Aktionen außerhalb des Unialltages statt, z.B. Videoabende und Gesprächsgruppen.

Das Café ist bemüht, fair gehandelte und ökologisch angebaute Produkte anzubieten.

Die Fachschaft

Die Studierendenschaft am Fachbereich wird derzeit durch die "Fachschaft Roter Faden" repräsentiert. Jeden Mittwoch findet ein Plenum statt; hier ist der Ort, an dem alle Studierenden des Fachbereichs ihre Meinung einbringen können, die dann direkt gehört wird und so auch in den Fachschafts-Gremien artikuliert werden kann.

Es gibt verschiedene AGs (Ersti-Info, Orientierungseinheits-AG etc.) und regelmäßig durchgeführte Fachschaftswochenenden, die sich mit bestimmten themati­schen Schwerpunkten auseinandersetzen, die im Uni-Alltag oftmals nicht ausreichend behandelt werden können.

Die Fachschaft informiert schriftlich am Fachschaftsbrett im Foyer der AU und an den An­schlagbrettern im Fachschaftsraum und im Café 204.

Theologie und Computer

Der PC-Saal in der Fachbereichsbibliothek steht allen Stu­dierenden zur Verfügung. Regelmäßig gibt es Ver­anstaltungen zur Einführung in fachspezifische Soft­ware (etwa für die Bibelexe­gese). Das Fachge­biet So­zialethik lädt ein zu Veran­stal­tungen, die die neuesten Entwicklungen auf dem Markt verfolgen und dazu ein reflektiertes theo­logi­sches Urteil erarbeiten.

Europäische und internationale Kontakte

Der Fachbereich nimmt am europäischen SOKRATES-Programm teil.

Der Fachbereich vermittelt Studienaufenthalte in La­tein­amerika (mit besonderem Schwerpunkt auf Brasi­lien). Sie dauern in der Regel ein Jahr und setzen die Bereit­schaft zum Erwerb entsprechender Sprachkennt­nisse voraus. Parallel dazu sind am Fachbereich re­gelmäßig Studierende der Theologie aus lateinameri­kanischen Län­dern zu Gast.

Der Fachbereich hat Kontakte mit dem ”Lehrstuhl für Religionsphilosophie und Religionswissen­schaft” der Moskauer Lomonossow-Universität und dem Protes­tan­tisch-Theologischen Institut Hermannstadt / Rumänien (Univer­sität Klausenburg) geknüpft; mit beiden Universitäten unter­hält die Philipps-Universität Partnerschaften.

Soeben bilden sich Zusammenarbeits- und Besuchs­möglichkeiten mit dem Department for Religious Stu­dies der University of Virginia in Charlottesville Va. heraus.

Freundeskreis Marburger Theologie

Der Freundeskreis Marburger Theologie verfolgt das Ziel, ehemalige und aktive Mitglieder und Angehörige des Fachbereichs miteinander zu verbinden sowie Lehre und Forschung am Fachbereich zu fördern. Dazu dienen neben regelmäßigen Zusammenkünften vor allem wissenschaftliche Veranstaltungen sowie die Förderung theologi­scher Ausbildung und Forschung.

Marburg: Lebendige Stadt

Die Alte Universität liegt am Fuße der Oberstadt in Fuß- und Radwegnähe zum Hörsaalgebäude, zur Mensa und zur Uni­versitätsbibliothek. Viele an­dere Fachbereiche sind leicht erreichbar. Die na­turwissen-schaftlichen Fachbereiche und ein Teil des Klinikums befinden sich per Bus gut erreichbar etwas außerhalb auf den Lahnbergen.

In der Oberstadt prägen neben dem Schloss Fach­werkhäu­ser und historische Gebäude, die bis zu 500 Jahre alt sind, das Stadtbild. Hier finden sich auch viele gemütliche Knei­pen und Cafes, bevorzugte Treffpunkte für Studierende.

Das kulturelle Angebot in Marburg ist durch zahlreiche Kinos (u.a. Programmkino am Steinweg, Kino des Cafe Trauma, in den Sommermonaten Open Air Filme im Schlosspark) geprägt. Die Szene ist auf ein stu­denti­sches Publikum eingestellt (KFZ, Waggonhalle, Cavete mit Open Stage). Im Schlosspark finden Open Air Veranstaltungen mit klassischer Musik und Rockmusik statt (z.B. die "Nacht der Stimmen", ein A-cappella-Festival).

Das Marburger Schauspiel bietet neben gesellschafts­kritischen Inszenierungen seit einigen Jahren auch schwerpunktmäßig Kinder- und Jugendthea­ter. Zahl­reiche (Kirchen-)Chöre, zwei studentische Orchester und eine Theatergruppe Studierender ermutigen zum Mit-Machen. Über alle Veranstaltungen und Initiati­ven, insbesondere die breite alter­native Kulturszene, informiert das wöchent­lich erschei­nende und kosten­los erhältliche Stadtmagazin "Express". (www.Marbuch-verlag.de)

Das Zentrum für Hochschulsport bietet neben vielen "Standardangeboten" z.B. auch Kurse im Rudern auf der Lahn oder Segeln am Edersee an.

Die Wohnsituation hat sich seit einigen Jahren ent­spannt, zumal es in Marburg erfreulicherweise sehr viele Wohnheime für Studierende gibt, darunter auch ein Wohnheim der ESG (www.esg-marburg.de) und die Hessische Stipendiatenan­stalt, das Collegium Philippinum (www.uni-marburg.de/stipe), dessen Leiter ein Professor oder eine Professorin des Fachbereichs Evangelische Theologie ist. Für Marbur­ger Verhält­nisse sind fünf Kilome­ter Entfernung zur Uni schon "außerhalb"! Ansprechpartner für Wohn­heimzimmer ist das Studentenwerk. Die Philipps-Uni­versität hat eine eigene Kinderkrippe (kita).
 
Zum Bereich Hochschulpolitik finden sich Informatio­nen im Asta-Info, das u.a. zu Be­ginn jeden Semesters neu er­scheint.

Mit der Einschreibung an der Philipps-Universität Marburg verbunden ist der Erwerb des Semestertickets, das im gesamten RMV-Verbund gilt.

Die Fakultät    

Theologie in Liberalität

Die Universität Marburg wurde von Landgraf Philipp dem Großmütigen1527 als erste deutsche protestan­tische Universität gegründet. Ihren Charakter als Regionaluniversität verlor sie mit der preußi­schen Annexion im Jahr 1866.

Von dem Ausbau der preußischen Universitäten nach der Reichsgründung 1871 profi­tierte auch die Marburger Hochschule. Durch die konsequente preußi­sche Bildungspo­litik stieg die Theologische Fakultät zur dritt­größten deut­schen theologischen Ausbil­dungsstätte auf. Die verbesser­ten Ausbildungsbedin­gungen zogen um die Jahrhundert­wende Stu­denten wie Karl Barth und Rudolf Bultmann an.

Rudolf-Bultmann-Bueste
Bultmann Büste im Innenhof der Alten Universität
Zusammen mit den Systematikern Wilhelm Herrmann und Rudolf Otto begründete Rudolf Bultmann später als Hoch­schul­leh­rer den in­ter­na­tio­nalen Ruf der Fakultät im ersten Drittel des 20. Jahr­hunderts. Durch Rudolf Otto angeregt, konnte sich mit Friedrich Heiler die Reli­gionsgeschichte als eigenständiges Fach etablieren. Zu den bekanntesten "Marburgern" zähl­te bis in die 1930er Jahre hin­ein ferner der Systematische und Prak­tische Theologe Martin Rade, der die Zeitschrift Die Christ­li­che Welt heraus­gab.

Nach 1933 wurde der der Bekennenden Kirche an­gehö­rende Neutestamentler und Kirchenhistoriker Hans von Soden zu einem der Exponenten des Kir­chenkampfes in den theologischen Fakultäten. Das auf ihn und Bultmann zurückgehende Votum der Marburger Fakultät gegen den sogenannten Arier­paragraphen in der Kirche sorg­te für Repres­salien des preussischen Kultusministeriums und die Ver­set­zung deutsch­christlicher Professoren nach Mar­burg, die zeitweise wissen­schaftspolitisch den Ton anga­ben.

Im Zuge der Hoch­schulreformen seit den 70er Jahren erhielt die Fakultät den Namen Fachbereich Evangeli­sche Theologie.

In den jüngsten Entwicklungen der deutschen Univer­sitäten bemühen wir uns darum, den Anforderungen nach Profilbildung ebenso gerecht zu werden wie die traditionell kolle­giale und liberale Arbeits- und Kom­muni­kations­situa­tion zwischen allen am Fachbereich tätigen Personen zu erhalten. Als erster Fachbereich in Marburg haben wir ein Leitbild entwickelt, das wir kontinuierlich fortschreiben.

Zuletzt aktualisiert: 12.06.2007 · Doris Hesse

 
 
Fachbereich 5: Evangelische Theologie

Fb. 05 - Evangelische Theologie, Alte Universität - Lahntor 3, D-35032 Marburg
Tel. 06421/28-22441, Fax 06421/28-28968, E-Mail: dekan05@staff.uni-marburg.de

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