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27.04.2012

"Vom Dialekt zum Regiolekt" – Der Deutsche Sprachatlas im Radio

Radiobeitrag auf hr2 Kultur vom 11.01.2012

Wenn ein Schwabe oder Kurpfälzer von einem "Deppich" spricht, meint er etwas, das Süd- und Mittelhessen als "Kolder" bezeichnen und das standardsprachlich eine "Decke" ist, mit der man die Knie oder den ganzen Körper bedecken und wärmen kann. Die meisten Leute verwenden beide Begriffe, je nachdem ob sie mit einem Familienangehörigen oder einem Fremden sprechen. Ganz "tiefer" Dialekt – also eine so große Abweichung von der Standardsprache, dass Experten genau feststellen könnten, aus welchem Dorf oder Ortsteil jemand stammt – wird nur von wenigen Menschen gesprochen.

Aber die Zugehörigkeit zu einer Region ist der Alltagssprache der meisten Menschen anzumerken. Sprachwissenschaftler sprechen bei dieser abgeschwächten Form des Dialekts, der aber noch mehr ist als ein Akzent, von "Regiolekt".

"Vom Dialekt zum Regiolekt"– Radiobeitrag hr2 Kultur vom 11.01.2012 von Martin Maria Schwarz

Hier können Sie den Beitrag als Podcast downloaden und nachhören.

Kontakt

Prof. Dr. Joachim Herrgen
E-Mail

Zuletzt aktualisiert: 27.04.2012 · fischerr

 
 
Fb. 09 - Germanistik und Kunstwissenschaften

Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas, Hermann-Jacobsohn-Weg 3, D-35032 Marburg
Tel. 06421 28-22483, Fax 06421 28-28936, E-Mail: dsa@staff.uni-marburg.de

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