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Indologica Marpurgensia

Die Reihe "Indologica Marpurgensia" wurde 2010 von Prof. Dr. Jürgen Hanneder gegründet. Das Programm der Reihe umfasst Studien über Buddhismus und Hinduismus bis hin zu Editionen von Originalwerken und fachgeschichtlichen Studien. Herausgegeben werden die Indologica Marpurgensia von Jürgen Hanneder unter Mitwirkung von Dragomir Dimitrov, Roland Steiner und Martin Straube.


Bereits erschienen:



Ratnakaṇṭhas Stotras
Sūryastutirahasya, Ratnaśataka und Śambhukṛpāmanoharastava

Von Jürgen Hanneder, Stanislav Jager und Alexis Sanderson

München 2013
Indologica Marpurgensia, Band V
P. Kirchheim Verlag
Englische Broschur, 146 S.
ISBN: 978-3-87410-144-8
Preis: EUR 26,00

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In Indien gilt Kaschmir seit alters als Sitz der Göttin der Poesie Sarasvatī. Dieses Tal am Fuße des Himalaya bereicherte die Sanskrit-Literatur des indischen Mittelalters um Werke von erstaunlicher Kreativität und die Entdeckung seiner religiösen und philosophischen Literatur im 20. Jh. wurde zum Meilenstein der Indienforschung. Vergessen wurde dabei nur, dass die Entdeckungen nie abgeschlossen, sondern nur unterbrochen wurden, als die noch unerschlossenen Quellen wegen der politischen Wirren nicht zugänglich waren. Dass Kaschmir auch in späteren Jahrhunderten offenbar ein Land der Dichter und Denker war, zeigen die wiederentdeckten und in diesem Band erstmals im Sanskrit-Original herausgegebenen und übersetzten Gedichte. Der Autor Ratnakaṇṭha lebte in der zweiten Hälfte des 17. Jhs., die beiden umfangreicheren der hier edierten Werke sind dem indischen Sonnengott Sūrya gewidmet, den sie in kunstvoller Sprache beschreiben.


Mokṣopāya
Weg zur Erlösung

Von Jürgen Hanneder

München 2012
Indologica Marpurgensia, Band IV
P. Kirchheim Verlag
Englische Broschur, 175 S.
ISBN: 978-3-87410-143-1
Preis: EUR 38,90

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Der „Weg zur Erlösung“ (Mokṣopāya) ist ein aus Kaschmir stammender Sanskrittext aus dem 10. nachchristlichen Jahrhundert, der sich in verschiedenen Fassungen über Indien verbreitete. Seine Geschichten, die nur zum Teil aus der indischen Mythologie stammen, erfreuten sich großer Beliebtheit. Andere Erzählungen in dem Werk drehen sich um Reisen durch den Weltraum, die Erzeugung psychischer oder virtueller Welten, den Besuch in der geistigen Welt anderer Menschen, der Text enthält sogar eine love story mit Geschlechtsumwandlung, Kriege mit mythischen Wunderwaffen und unbesiegbare Kampfmaschinen ohne Ichbewußtsein. Den heutigen Leser lassen diese vielleicht eher an aktuelle Kinofilme denken, welche die Existenz psychischer Welten thematisieren, wie etwa Matrix (1999) mit seiner Konstruktion virtueller Welten bis hin zu Inception (2010) mit seiner Idee einer mehrfachen Schachtelung von Traumwelten oder zuletzt auch Source Code (2011) – die Idee imaginierter oder psychischer Wirklichkeiten, die in unsere Realität hineinreichen, bleibt offenbar faszinierend. Im indischen Kontext haben diese Motive einen ausgearbeiteten philosophischen Hintergrund: Sie dienen dort zur Veranschaulichung einer Erlösungslehre, derzufolge unsere Welt nur eine Imagination ist, in Wirklichkeit also gar nicht existiert, wobei die Erkenntnis dieser Wahrheit den Menschen, der ja ebenfalls so nicht existiert, befreit.


Märchenhaftes Indien
Theodor Benfey, die indische Theorie und ihre Rezeption in der Märchenforschung

Von Maximilian Mehner

München 2012
Indologica Marpurgensia, Band III
P. Kirchheim Verlag
Englische Broschur, 99 S.
ISBN: 978-3-87410-142-4
Preis: EUR 24,90

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Diese Studie gewährt Einblick in Genese, Inhalte und Wirkungsgeschichte der Indischen Theorie Theodor Benfeys (1809–1881), welche im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts die Erzählforschung dominiert hat, heute aber weitgehend vergessen ist. Diese Theorie besagt im Kern, dass die meisten Motive europäischer Märchen aus Indien eingewandert sind, und zwar vor dem 10. Jahrhundert in mündlicher Form, danach auch in schriftlicher Form. Der Leser erhält darüber hinaus biographische Informationen zu dem Göttinger Gelehrten und gelangt zu einem Verständnis seiner Rolle als Indologe und Pionier der vergleichenden Märchenforschung in einer Zeit der zunehmenden Ausdifferenzierung der geisteswissenschaftlichen Disziplinen. Ferner wird angerissen, warum gerade Indien sich als Heimat des Märchens plausibel machen ließ und bis heute märchenhaft nachhallt.


Carl Cappeller - Moriz Winternitz - Theodor Zachariae
Drei Biographien berühmter Indologen

Von Margot Kraatz und Martin Kraatz

München 2010
Indologica Marpurgensia, Band II
P. Kirchheim Verlag
Broschur, viii, 146 S.
ISBN: 978-3-87410-141-7
Preis: EUR 29,80

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Die hier erstmals vollständig publizierten Biographien belegen als solche die Kontinuität indologischer Forschung und Lehre in Marburg. Sie entstanden als Referate von Studenten in den Jahren 1962–64 unter dem auch fachgeschichtlich interessierten Ordinarius Wilhelm Rau. Von drei dieser berühmten Indologen zeichnen sie Leben, Werk, wissenschaftliche Verdienste und heute noch aktuellen Wert nach. Carl Cappeller (1840–1925) haben vor allem seine Wörterbücher neben den Schriften über indische Kunstdichtung bekannt gemacht. Aus dem riesigen Werk von Moriz Winternitz (1863–1937) ist die immer und auch heute unverzichtbare Geschichte der indischen Litteratur hervorzuheben. Sein Werksverzeichnis umfasst über 50 Jahre reichster Veröffentlichungstätigkeit. Auch Theodor Zachariaes (1851–1934) hauptsächliches Forschungsgebiet ist die Lexikographie. Seine „bedeutendste Publikation“ Die indischen Wörterbücher erschien 1897 in Band I des Grundriß der Indo-Arischen Philologie und Altertumskunde.


Indologie im Umbruch
Zur Geschichte des Faches in Marburg 1845–1945

Antrittsvorlesung von Jürgen Hanneder

München 2010
Indologica Marpurgensia, Band I
P. Kirchheim Verlag
Englische Broschur, 89 S.
ISBN: 978-3-87410-140-0
Preis: EUR 24,95

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Viele der kleinen Indologien in Deutschland waren wissenschaftliche Schwergewichte, welche die internationale Forschungslandschaft dominierten. Mit den idealen Betreuungsverhältnissen von „Elite-Universitäten“, welche geringe Studentenzahlen ermöglichen, konnten sie die nächste Forschergeneration ausbilden, die enorme Fortschritte in der Erforschung der Geschichte des indischen Kulturraumes erzielten. Dennoch mussten sie immer wieder um die Besetzung der meist einzigen Stelle in einem Institut bangen und sich für die kleine Zahl von Studenten oder ihr vermeintlich unbedeutendes, ineffektives Fach rechtfertigen – daran hat sich bis heute nichts geändert. Indologie im Umbruch: Zur Geschichte des Faches in Marburg 1845–1945 erzählt die Geschichte eines dieser Standorte von seiner Gründung im Jahre 1845 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs, jedoch mit einem kleinen Ausblick auf jüngere Entwicklungen. Besonders berücksichtigt wird dabei die Entwicklung der Indologie und ihre Inanspruchnahme für ideologische Zwecke im Nationalsozialismus.


Die Heiligen-Hetäre
Eine indische Yoga-Komödie aus dem 7. Jahrhundert

Übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Ulrike Roesler, Jayandra Soni, Luitgard Soni, Roland Steiner und Martin Straube
Sanskrit- und Prakrit-Text herausgegeben von Roland Steiner und Martin Straube
Mit einem Nachwort von Roland Steiner.

München 2006
P. Kirchheim Verlag
Fadenheftung als 4-farbige Broschur mit breiten Klappen, Leinenprägung, 101 S. mit 8 Vierfarb-Bildseiten
ISBN: 978-3-87410-106-6
Preis: EUR 24,00

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Die „Heiligen-Hetäre“ (auf Sanskrit: Bhagavadajjukam) ist eine klassische indische Komödie aus dem siebten oder einem früheren Jahrhundert n.Chr., die mit Satire und Witz in die Grundlehren des Yoga einführt. Ein gelehrter Yoga-Bettelmönch disputiert mit seinem stets hungrigen und verschmitzten Schüler über die asketischen Pflichten. Mit dem Auftritt einer Hetäre kommt es zu verschiedenen Verwicklungen, bei denen ein Diener des Todesgottes und auch ein quacksalbernder Arzt eine Rolle spielen. Der Bettelmönch demonstriert schließlich seine übernatürlichen Fähigkeiten, indem er mit seiner Seele in den Körper der Hetäre eindringt. Außerdem wird die Seele der Hetäre vom Diener des Todesgottes in den Körper des Yogi versetzt: Aus dem Yogi spricht nun die Hetäre, und aus der Hetäre spricht der Yogi ...

Neben einer Neuausgabe des indischen Originaltextes bietet das Buch eine erstmalige Übersetzung dieser klassischen Komödie ins Deutsche. Dabei wurde eine dem Original verpflichtete literarische Übersetzung angestrebt. Das Nachwort führt in die Welt des klassischen indischen Theaters und in das Stück ein.


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Title
Copies
IM5
Ratnakaṇṭhas Stotras. Sūryastutirahasya, Ratnaśataka und Śambhukṛpāmanoharastava. Von Jürgen Hanneder, Stanislav Jager und Alexis Sanderson.
München 2013.
(Indologica Marpurgensia, Band V) 146 pp. EUR 26,00
IM4
Mokṣopaya. Weg zur Erlösung. Von Jürgen Hanneder. München 2012.
(Indologica Marpurgensia, Band IV) 175 pp. EUR 38,90
IM3
Märchenhaftes Indien. Theodor Benfey, die indische Theorie und ihre Rezeption in der Märchenforschung. Von Maximilian Mehner. München 2012.
(Indologica Marpurgensia, Band III) 99 pp. EUR 24,90
IM2
Carl Cappeller - Moriz Winternitz - Theodor Zachariae. Drei Biographien berühmter Indologen. Von Margot Kraatz und Martin Kraatz. München 2010.
(Indologica Marpurgensia, Band II) viii, 146 pp. EUR 29,80
IM1
Indologie im Umbruch. Zur Geschichte des Faches in Marburg 1845–1945. Antrittsvorlesung von Jürgen Hanneder. München 2010.
(Indologica Marpurgensia, Band I) viii, 89 pp. EUR 24,95
IM0
Die Heiligen-Hetäre. Eine indische Yoga-Komödie aus dem 7. Jahrhundert. Übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Ulrike Roesler et al. München 2006.
(Indologica Marpurgensia) 101 pp., 8 colour illustrations. EUR 24,00


   

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Zuletzt aktualisiert: 05.11.2013 · Dragomir Dimitrov

 
 
 
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Tel. +49 6421/28-24741, Fax +49 6421/28-24995, E-Mail: indology@staff.uni-marburg.de

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