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Indologica Marpurgensia
Die Reihe "Indologica Marpurgensia" wurde 2010 von Prof. Dr. Jürgen
Hanneder gegründet. Das Programm der Reihe umfasst Studien über
Buddhismus und Hinduismus bis hin zu Editionen von Originalwerken und
fachgeschichtlichen Studien. Herausgegeben werden die Indologica
Marpurgensia von Jürgen Hanneder unter Mitwirkung von Dragomir
Dimitrov, Roland Steiner und Martin Straube.
Bereits erschienen:
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Mokṣopāya
Weg zur Erlösung
Von Jürgen Hanneder
München 2012
Indologica Marpurgensia, Band IV
P. Kirchheim Verlag
Englische Broschur, 175 S.
ISBN: 978-3-87410-143-1
Preis: EUR 38,90
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Der „Weg zur Erlösung“ (Mokṣopāya) ist ein aus Kaschmir
stammender Sanskrittext aus dem 10. nachchristlichen Jahrhundert, der
sich in verschiedenen Fassungen über Indien verbreitete. Seine
Geschichten, die nur zum Teil aus der indischen Mythologie stammen,
erfreuten sich großer Beliebtheit. Andere Erzählungen in dem Werk
drehen sich um Reisen durch den Weltraum, die Erzeugung psychischer
oder virtueller Welten, den Besuch in der geistigen Welt anderer
Menschen, der Text enthält sogar eine love story mit
Geschlechtsumwandlung, Kriege mit mythischen Wunderwaffen und
unbesiegbare Kampfmaschinen ohne Ichbewußtsein. Den heutigen Leser
lassen diese vielleicht eher an aktuelle Kinofilme denken, welche die
Existenz psychischer Welten thematisieren, wie etwa Matrix
(1999) mit seiner Konstruktion virtueller Welten bis hin zu
Inception (2010) mit seiner Idee einer mehrfachen Schachtelung
von Traumwelten oder zuletzt auch Source Code (2011) – die
Idee imaginierter oder psychischer Wirklichkeiten, die in unsere
Realität hineinreichen, bleibt offenbar faszinierend. Im indischen
Kontext haben diese Motive einen ausgearbeiteten philosophischen
Hintergrund: Sie dienen dort zur Veranschaulichung einer
Erlösungslehre, derzufolge unsere Welt nur eine Imagination ist, in
Wirklichkeit also gar nicht existiert, wobei die Erkenntnis dieser
Wahrheit den Menschen, der ja ebenfalls so nicht existiert,
befreit.
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Märchenhaftes
Indien
Theodor Benfey, die indische Theorie und ihre Rezeption in der
Märchenforschung
Von Maximilian Mehner
München 2012
Indologica Marpurgensia, Band III
P. Kirchheim Verlag
Englische Broschur, 99 S.
ISBN: 978-3-87410-142-4
Preis: EUR 24,90
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Diese Studie gewährt Einblick in Genese, Inhalte und Wirkungsgeschichte
der Indischen Theorie Theodor Benfeys (1809–1881), welche im letzten
Drittel des 19. Jahrhunderts die Erzählforschung dominiert hat, heute
aber weitgehend vergessen ist. Diese Theorie besagt im Kern, dass die
meisten Motive europäischer Märchen aus Indien eingewandert sind, und
zwar vor dem 10. Jahrhundert in mündlicher Form, danach auch in
schriftlicher Form. Der Leser erhält darüber hinaus biographische
Informationen zu dem Göttinger Gelehrten und gelangt zu einem
Verständnis seiner Rolle als Indologe und Pionier der vergleichenden
Märchenforschung in einer Zeit der zunehmenden Ausdifferenzierung der
geisteswissenschaftlichen Disziplinen. Ferner wird angerissen, warum
gerade Indien sich als Heimat des Märchens plausibel machen ließ und
bis heute märchenhaft nachhallt.
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Carl Cappeller - Moriz
Winternitz - Theodor Zachariae
Drei Biographien berühmter Indologen
Von Margot Kraatz und Martin Kraatz
München 2010
Indologica Marpurgensia, Band II
P. Kirchheim Verlag
Broschur, viii, 146 S.
ISBN: 978-3-87410-141-7
Preis: EUR 29,80
Inhaltsverzeichnis || Bestellen
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Die hier erstmals vollständig publizierten Biographien belegen als
solche die Kontinuität indologischer Forschung und Lehre in Marburg.
Sie entstanden als Referate von Studenten in den Jahren 1962–64 unter
dem auch fachgeschichtlich interessierten Ordinarius Wilhelm Rau. Von
drei dieser berühmten Indologen zeichnen sie Leben, Werk,
wissenschaftliche Verdienste und heute noch aktuellen Wert nach. Carl
Cappeller (1840–1925) haben vor allem seine Wörterbücher neben den
Schriften über indische Kunstdichtung bekannt gemacht. Aus dem riesigen
Werk von Moriz Winternitz (1863–1937) ist die immer und auch heute
unverzichtbare Geschichte der indischen Litteratur
hervorzuheben. Sein Werksverzeichnis umfasst über 50 Jahre reichster
Veröffentlichungstätigkeit. Auch Theodor Zachariaes (1851–1934)
hauptsächliches Forschungsgebiet ist die Lexikographie. Seine
„bedeutendste Publikation“ Die indischen Wörterbücher erschien 1897 in
Band I des Grundriß der Indo-Arischen Philologie und
Altertumskunde.
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Indologie im
Umbruch
Zur Geschichte des Faches in Marburg 1845–1945
Antrittsvorlesung von Jürgen Hanneder
München 2010
Indologica Marpurgensia, Band I
P. Kirchheim Verlag
Englische Broschur, 89 S.
ISBN: 978-3-87410-140-0
Preis: EUR 24,95
Inhaltsverzeichnis || Corrigenda ||
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Viele der kleinen Indologien in Deutschland waren wissenschaftliche
Schwergewichte, welche die internationale Forschungslandschaft
dominierten. Mit den idealen Betreuungsverhältnissen von
„Elite-Universitäten“, welche geringe Studentenzahlen ermöglichen,
konnten sie die nächste Forschergeneration ausbilden, die enorme
Fortschritte in der Erforschung der Geschichte des indischen
Kulturraumes erzielten. Dennoch mussten sie immer wieder um die
Besetzung der meist einzigen Stelle in einem Institut bangen und sich
für die kleine Zahl von Studenten oder ihr vermeintlich unbedeutendes,
ineffektives Fach rechtfertigen – daran hat sich bis heute nichts
geändert. Indologie im Umbruch: Zur Geschichte des Faches in
Marburg 1845–1945 erzählt die Geschichte eines dieser Standorte
von seiner Gründung im Jahre 1845 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs,
jedoch mit einem kleinen Ausblick auf jüngere Entwicklungen. Besonders
berücksichtigt wird dabei die Entwicklung der Indologie und ihre
Inanspruchnahme für ideologische Zwecke im Nationalsozialismus.
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Die
Heiligen-Hetäre
Eine indische Yoga-Komödie aus dem 7.
Jahrhundert
Übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Ulrike Roesler, Jayandra
Soni, Luitgard Soni, Roland Steiner und Martin Straube
Sanskrit- und Prakrit-Text herausgegeben von Roland Steiner und Martin
Straube
Mit einem Nachwort von Roland Steiner.
München 2006
P. Kirchheim Verlag
Fadenheftung als 4-farbige Broschur mit breiten Klappen,
Leinenprägung, 101 S. mit 8 Vierfarb-Bildseiten
ISBN: 978-3-87410-106-6
Preis: EUR 24,00
Inhaltsverzeichnis || Bestellen
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Die „Heiligen-Hetäre“ (auf Sanskrit: Bhagavadajjukam) ist
eine klassische indische Komödie aus dem siebten oder einem früheren
Jahrhundert n.Chr., die mit Satire und Witz in die Grundlehren des Yoga
einführt. Ein gelehrter Yoga-Bettelmönch disputiert mit seinem stets
hungrigen und verschmitzten Schüler über die asketischen Pflichten. Mit
dem Auftritt einer Hetäre kommt es zu verschiedenen Verwicklungen, bei
denen ein Diener des Todesgottes und auch ein quacksalbernder Arzt eine
Rolle spielen. Der Bettelmönch demonstriert schließlich seine
übernatürlichen Fähigkeiten, indem er mit seiner Seele in den Körper
der Hetäre eindringt. Außerdem wird die Seele der Hetäre vom Diener des
Todesgottes in den Körper des Yogi versetzt: Aus dem Yogi spricht nun
die Hetäre, und aus der Hetäre spricht der Yogi ...
Neben einer Neuausgabe des indischen Originaltextes bietet das Buch
eine erstmalige Übersetzung dieser klassischen Komödie ins Deutsche.
Dabei wurde eine dem Original verpflichtete literarische Übersetzung
angestrebt. Das Nachwort führt in die Welt des klassischen indischen
Theaters und in das Stück ein.
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Zuletzt aktualisiert:
27.04.2012
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Dragomir Dimitrov
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