Prof. Dr. Rita Loogen
Arbeitsgruppe: Parallelität und
Programmiersprachen
Arbeitsschwerpunkte: Parallele funktionale Sprachen und ihre Implementierung, Konzepte zur parallelen Programmierung
Deklarative Programmiersprachen, zu denen die funktionalen Sprachen wie LISP, ML, Clean und Haskell sowie die Logikprogrammiersprachen wie PROLOG zählen, basieren auf mathematischen Theorien. Die Programmierung erfolgt in diesen Sprachen auf einem höheren Abstraktionsniveau. Programme sind im wesentlichen Folgen von Gleichungen oder Formeln. Berechnungen führen Ersetzungen in Ausdrücken durch. Deklarative Programmiersprachen zeigen besondere Vorteile auf dem Gebiet des "Rapid Prototyping", da durch das hohe Abstraktionsniveau die Programmentwicklung leicht und schnell ist und Programme kürzer, prägnanter und meist auch leichter verständlich sind. Eine wesentliche Eigenschaft deklarativer Sprachen besteht in der in den Berechnungsmodellen implizit vorhandenen Parallelität, die zur automatischen Parallelisierung solcher Sprachen ausgenutzt werden kann. Die Arbeitsgruppe entwickelt die parallele funktionale Sprache Eden, in der man explizit parallel programmieren kann. Eden integriert die Sprache Haskell mit einer Koordinierungssprache zur Spezifikation dynamischer Prozesssysteme. Die parallele Implementierung von Eden erweitert den Glasgow Haskell Compiler um ein paralleles Laufzeitsystem, in dem die Kommunikationen zwischen Prozessen und die Abbildung der Prozessstrukturen auf das physikalische System automatisch erfolgen. Neu zu entwickelnde Analysen und Optimierungen sollen die Effizienz und den Einsatz des Eden-Systems verbessern. Anhand von komplexen Anwendungen aus verschiedenen Bereichen soll die Praxistauglichkeit nachgewiesen werden.
Homepage: www.informatik.uni-marburg.de/~loogen
Sprechstunde: dienstags, 13-15 Uhr

