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Details zum Vortrag

Ort: Auditorium Maximum, Hörsaalgebäude, Biegenstraße 14

Veranstaltungs Datum: 22.10.2008, 20:15 bis 22:00

Die Himmelsscheibe von Nebra – ein früher Blick des Menschen in den Kosmos

Prof. Dr. Wolfhard Schlosser,
langjähriger Hauptobservator am Astronomischen Institut der Universität Bochum

nebra.jpg
Die "Himmelsscheibe von Nebra" Landesmuseum für Vorgeschichte Halle/Saale

Im Jahr 2002 wurde in einer krimireifen Polizeiaktion im Baseler Hilton-Hotel ein prähistorischer Fund beschlagnahmt, zu dem neben zwei prachtvollen goldverierten Bronzeschwertern und einigen anderen Objekten auch die Himmelsscheibe von Nebra gehört.

Diese durch ihre Patina tiefgrün gefärbte Bronzescheibe zeigt Goldfiguren, in denen jeder sofort "Sonne, Mond und Sterne" sieht. Ihr unzweifelhafter Bezug zur Astronomie machte sie zu einem Schlüsselfund der Archäoastronomie schlechthin. Sie ist gewissermaßen die TÜV-Plakette für andere archäoastronomische Denkmale, deren astronomische Funktion bisher nur indirekt erschlossen werden konnte.

Der Referent ist mit der astronomischen Analyse dieses einmaligen Fundes beauftragt und berichtet über den gegenwärtigen Kenntnisstand zur Archäologie, Metallurgie und Astronomie der Scheibe. Obwohl die Himmelsscheibe offensichtlich heimisch ist, werden kulturelle Bezüge bis nach Griechenland in die Ägäis deutlich.


Prof. Wolfhard Schlosser studierte Physik, Astronomie und Geophysik in Hamburg und arbeitete im Anschluss für 2 Jahre an der Sternwarte Hamburg-Bergedorf als Assistent. Von 1969 bis zu seinem Ruhestand in 2005 arbeitete er als Hauptobservator am Astronomischen Institut der Ruhr-Universität Bochum.
Sein Forschungsgebiet waren großräumige Ordnungsstrukturen unserer Milchstraße und benachbarter Galaxien. Seine Expertise war gefragt als Mitglied des Gremiums zur Errichtung der deutschen Antarktis-Station, Projektleiter der GAUSS-Kamera für die Deutsche Spacelab-Mission D2 und Beauftragter der Europäischen Weltraumorganistation ESA für die Internationale Raumstation ISS. Weitere zahlreiche Aktivitäten in Angewandter Optik, Geschichte und Biowissenschaften zeichnen ihn als interdisziplinären Wissenschaftler aus.

Zuletzt aktualisiert: 18.11.2010 · Haehnelj

 
 
 
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