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Promotion

Wenn Sie nach einem erfolgreichen Abschluss des Studiums mit der Promotion eine weitere wissenschaftliche Qualifikation anstreben, sind Sie in Marburg gut aufgehoben. Die Arbeitsgruppen des Fachbereichs, die Forschergruppen, die Graduiertenkollegs und das Wissenschaftliche Zentrum für Materialwissenschaften bieten mit ihren breiten Forschungsspektren hervorragende Voraussetzungen, um erfolgreich in Marburg zu promovieren. Und bei der späteren Job-Suche können Sie auf die Hilfe Ihres Betreuers zählen!

Wer sollte promovieren?

Wenn Ihnen das Studium der Physik Spaß gemacht hat, Sie darin erfolgreich waren und vor allen Dingen, wenn Sie Freude am Fragen und Forschen haben, sollten Sie promovieren.
Natürlich haben Sie bei der Anfertigung der Bachelor- oder Masterarbeit oder der Staatsexamensarbeit bereits gelernt, Probleme auf wissenschaftliche Art zu lösen, doch darüber hinaus gehende wichtige wissenschaftliche Fragestellungen an "vorderster Front" der Forschung werden Sie erst im Rahmen der Doktorarbeit in größerem Umfang bearbeiten.
Zudem wird diese Forschungsarbeit nicht nur zu einer Dissertation führen, sondern durch die Teilnahme an Tagungen, auf denen Teile der Ergebnisse vorgestellt werden und durch Veröffentlichungen in angesehenen Zeitschriften Ihren wissenschaftlichen Ruf begründen.

Wer kann promovieren?

Eine Promotion ist grundsätzlich möglich für alle Absolventinnen und Absolventen mit den Abschlüssen Master of Science (der äquivalent zum früheren Diplom ist) und  dem 1. Staatsexamen für das Lehramt. Promovieren können Sie, wenn Sie einen dieser Abschlüsse an unserer Universität oder einer anderen wissenschaftlichen Hochschule im In- oder Ausland erworben haben. Bei im Ausland erworbenen Abschlüssen wird – je nach Land – die Äquivalenz mit in Deutschland erworbenen Abschlüssen geprüft.
Auch Bachelor-Abschlüsse und Abschlüsse von Fachhochschulen berechtigen unter Auflagen zu einer Promotion an unserem Fachbereich. So haben besonders qualifizierte Studierende mit dem Abschluss 'Bachelor of Science' die Möglichkeit, im Rahmen eines Graduiertenstudiums zu promovieren.

Promotionsbeginn

Ihr erster Schritt in die Promotion ist die rechtzeitige Wahl des Fachgebietes und die Suche nach einem ‚Doktorvater’, der die Anfertigung Ihrer Dissertation betreut. Danach folgt der Antrag auf ‚Annahme als Doktorand/in’.

Bei der Wahl des Fachgebietes besteht keine Notwendigkeit, in dem Fachgebiet zu promovieren, in dem Sie den Studienabschluss erworben haben. Es ist durchaus nicht unüblich, z.B. in Theoretischer Physik das Diplom/den Master zu machen und dann in Experimentalphysik zu promovieren oder umgekehrt.
Natürlich entfällt die Einarbeitung in das gewählte Forschungsgebiet, wenn Sie die Doktorarbeit als Fortsetzung Ihrer Master- oder Staatsexamensarbeit betrachten. Im Lebenslauf macht es sich jedoch nicht schlecht, in verschiedenen Gebieten der Physik oder anderen Naturwissenschaften wissenschaftlich aktiv gearbeitet zu haben. Hier müssen Sie, wie so oft, selbst zwischen Schmalspurigkeit, verbunden mit einem zügigen Abschluss auf der einen Seite und Vielseitigkeit, verbunden mit einem evtl. längeren Studium auf der anderes Seite, Ihr persönliches Optimum finden.

Wer betreut die Doktorarbeit?

Betreuer einer Dissertation können grundsätzlich alle Hochschullehrer unseres Fachbereichs einschließlich der Juniorprofessoren, der apl. Professoren und Privatdozenten sein. Da Sie die Dissertation höchstwahrscheinlich in einer Arbeitsgruppe des von Ihnen gewählten Fachgebietes anfertigen werden, ist in der Regel ein Hochschullehrer dieser Arbeitsgruppe Ihr Betreuer. Bei Ihrer alltäglichen Arbeit sind Sie in das Team der Arbeitsgruppe eingebunden und profitieren so auch von der Erfahrung fortgeschrittener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Es besteht auch die Möglichkeit, dass Sie Ihre Dissertation außerhalb des Fachbereichs anfertigen, z.B. in der Industrie. In einem solchen Fall wird es für Sie zwei Betreuer geben: einen Hochschullehrer des von Ihnen gewählten Fachgebietes am Fachbereich und den Betreuer in dem entsprechenden Unternehmen.

Wie lange dauert eine Doktorarbeit?

Vom Zeitpunkt der Annahme als Doktorandin bzw. Doktorand bis zur Disputation vergehen durchschnittlich 3-4 Jahre. Obwohl es wünschenswert und machbar ist, die Promotion innerhalb von drei Jahren abzuschließen, kann es vor allem bei experimentellen Arbeiten zu Verzögerungen kommen aus Gründen, die von Ihnen nicht zu verantworten sind.
Die Bearbeitungszeiten an unserem Fachbereich liegen zwischen 2,5 und 5 Jahren.

Welche Veranstaltungen muss ich während der Promotionszeit besuchen?

Neben den Arbeitsgruppenseminaren und den auf das eigene Fachgebiet bezogenen Veranstaltungen empfehlen wir Ihnen, weiterführende Lehrveranstaltungen des Fachbereichs und benachbarter naturwissenschaftlicher Fachgebiete zu besuchen, um die über Ihren eigenen Forschungsgegenstand hinausgehende Sichtweise zu fördern.

Für Stipendiaten und Kollegiaten des Graduiertenkollegs sind die im Vorlesungsverzeichnis ausgewiesenen Veranstaltungen verpflichtend.

Wie finanziere ich ein Promotionsstudium?

In der Regel erhalten Sie während Ihres Promotionsstudiums eine Beschäftigung am Fachbereich. Hierfür stehen Landes- oder Drittmittelstellen für die Nachwuchsförderung zur Verfügung. Zum überwiegenden Teil werden Doktorandinnen und Doktoranden aus Drittmittelprojekten bezahlt, die der Betreuer im Interesse seiner Forschungsaktivitäten bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft, verschiedenen Ministerien, Stiftungen oder bei der Europäischen Gemeinschaft einwirbt.
Daneben gibt es Stipendien von Stiftungen, um die Sie sich aber selbst bemühen müssen, sowie Stipendien des Graduiertenkollegs.
Eine weitere Möglichkeit, während des Promotionsstudiums Geld zu verdienen, besteht in einer Beschäftigung als wissenschaftliche Hilfskraft während des Semesters. Diese Möglichkeit besteht jedoch nur für Stipendiaten und Promovierende, die nicht als Angestellte am Fachbereich beschäftigt sind. Die Höhe der Vergütung bestimmt sich durch den Aufgabenbereich bzw. die DFG-Richtlinien; sie wird aber in der Regel nicht zur Vollfinanzierung des Promotionsstudiums ausreichen.

Was verlangt der Fachbereich von seinen Doktorandinnen und Doktoranden?

Da der Fachbereich zahlreiche Verpflichtungen im Rahmen der Physikausbildung von Medizinern, Biologen, Humanbiologen, Pharmazeuten, Chemikern und anderen Naturwissenschaftlern zu erfüllen hat, ist er auf die Mithilfe seiner Mitarbeiter in den Physikalischen Praktika dringend angewiesen. Außerdem gibt es vor allem im Gebiet der theoretischen Physik verschiedene Übungen und andere Lehraktivitäten, bei denen Sie als Doktorandin oder Doktorand helfen sollten. Für Ihre Mithilfe in den genannten Veranstaltungen werden unvergütete Lehraufträge vergeben, die später bei Bewerbungen als Nachweise der durchgeführten Lehrtätigkeiten nützlich sind.

Was bringt mir ein Promotionsstudium?

Hier gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Die Industrie schätzt Physikerinnen und Physiker mit Master oder Diplom aber ohne Promotion, weil deren Einstiegsgehälter im Mittel niedriger sind als nach einer Promotion. Schaut man sich jedoch in den Laboren und Chefetagen um, so fällt auf, dass in höheren und leitenden Positionen die promovierten Physikerinnen und Physiker die Mehrheit bilden. Das muss aber nicht so sein, es gibt leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Industrie, die nicht promoviert sind. Ähnlich ist es in Behörden und Ämtern.
Wenn Sie jedoch eine wissenschaftliche Karriere an einer Universität oder in einem Forschungsinstitut anstreben, kommen Sie um eine Promotion nicht herum.

Zuletzt aktualisiert: 19.02.2014 · Haehnelj

 
 
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