15.03.2013
Behring-Nachlassprojekt zum zweiten Mal verlängert
Behring-Nachlass digital
Das DFG-Projekt zur Erschließung des Nachlasses Emil von Behrings, das im Juni des vergangenen Jahres mit einer großen Feier zur Eröffnung der Datenbank Behring-Nachlass digital der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, geht nun in die dritte Runde.
Weitere vier Monate fördert die DFG das erfolgreiche Marburger
Projekt, das am Institut für Geschichte der Pharmazie (Professor Dr.
Christoph Friedrich) und der Emil-von-Behring-Bibliothek, einer
Arbeitsstelle für Geschichte der Medizin (Dr. Kornelia Grundmann),
angesiedelt ist. Zum Abschluss soll nun mit Unterstützung der
Universitätsbibliothek Marburg die Privatbibliothek Behrings erforscht
werden, die bis heute fast vollständig erhalten ist und in seinem
original erhaltenen Arbeitszimmer in den ehemaligen Behringwerke (heute
Pharmaserv) aufbewahrt wird.
Behring hatte die Angewohnheit, seine Bücher sehr gründlich zu
studieren, im Text Unterstreichungen und am Rand Skizzen und
Anmerkungen anzubringen und die leeren Seiten der Vorsatzblätter durch
Kommentare und weitläufige Notizen zu füllen.
Die inhaltlich-thematische Schwerpunktsetzung der hinterlassenen
Bibliothek, aber auch die scheinbaren Ausreißer und Kuriosa, zumal wenn
diese intensive Benutzerspuren aufweisen, gewähren Einblicke in die
Vorlieben, Neigungen und Interessensgebiete ihres ehemaligen Besitzers
und lassen Rückschlüsse auf seine Kenntnisse, sein Wissen und seine
(Allgemein-)Bildung zu.
Die Büchersammlung mit Behrings Annotationen wird Dr. Ulrike Enke, die
bereits die Briefe und Tagebücher Behrings bearbeitet hat, auswerten
und kommentieren.
Nach Abschluss der Arbeiten sind sowohl die digitalisierten Bücher
Behrings als auch die Kurzkommentare zu den Büchern und deren Autoren
im Internet zugänglich. Nähere Informationen zu dem Projekt finden sich
unter: http://www.uni-marburg.de/fb20/evbb/behring-digital
.
Kontakt
Dr. Ulrike Enke
Bahnhofstraße 7
35033 Marburg
Tel.: 06421 28 65424
E-Mail

