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Pharmakologie und Toxikologie
 
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18.03.2013

Josef Krieglstein feiert seinen 75. Geburtstag

Professor Krieglstein blickt auf ein außergewöhnlich produktives Wirken als Hochschullehrer und Wissenschaftler zurück.

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Der emeritierte Pharmakologe Professor Dr. Dr. Josef Krieglstein, geboren 1938 in Pechgrün im heutigen Tschechien, feierte am 10. März seinen 75. Geburtstag. Professor Krieglstein blickt auf ein außergewöhnlich produktives Wirken als Hochschullehrer und Wissenschaftler zurück. Er studierte an der Universität Erlangen-Nürnberg Pharmazie und Medizin und promovierte dort auch in beiden Fächern. Nach den erfolgreichen Promotionen wechselte Krieglstein zur Erlangung der Habilitation nach Mainz und wurde anschließend 1973 im Alter von nur 35 Jahren  auf den Lehrstuhl für Pharmakologie und Toxikologie an die Philipps-Universität Marburg berufen. Hier gehörte er zu den ersten Hochschullehrern für das neue Fach „Pharmakologie und Toxikologie“ in der Pharmazie und er prägte dieses Fach über 32 Jahre als Institutsleiter in Marburg.

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Zu den Schwerpunkten seiner wissenschaftlichen Arbeiten zählen die Mechanismen des neuronalen Zelltods bei neurodegenerativen Erkrankungen, die Funktion von neurotrophen Wachstumsfaktoren sowie pharmakologische Strategien gegen den Schlaganfall. Unter anderem beschrieb er mit seiner Arbeitsgruppe als einer der ersten die neuroprotektive Wirkung von Memantine, das heute in der Alzheimertherapie angewendet wird. Nach seiner Emeritierung wirkte Krieglstein noch weitere vier Jahre als Gast- und Seniorprofessor an der Universität Münster, wo er wissenschaftliche Untersuchungen zur Rolle von Phosphatasen in Signalprozessen des neuronalen Zelltods und bei der Funktion von Wachstumsfaktoren durchführte. Das wissenschaftliche Werk von Professor Krieglstein umfasst mehr als 300 Originalarbeiten, Reviews und Buchbeiträge, die insgesamt mehr als 5000 mal zitiert wurden. Er hat in seiner Zeit als Wissenschaftler mehr als 110 Doktorarbeiten von Pharmazeuten und Medizinern angeleitet und auch drei seiner Mitarbeiter zur Habilitation gebracht. Krieglstein bereicherte sein Forschungsgebiet aber nicht nur durch die eigenen Forschungsarbeiten, sondern auch über 20 Jahre lang, von 1986 bis 2004, als Initiator regelmäßiger internationaler Fachtagungen zur Pharmakologie des Schlaganfalls. Dieses „Marburg Meeting“ der Schlaganfallforschung führte im zweijährigen Rhythmus internationale Spitzenforscher aus aller Welt in Marburg zusammen, die dort ihre neuesten Erkenntnisse zu den Mechanismen und den therapeutischen Strategien der Schlaganfallbehandlung zur Diskussion stellten.

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Im Jahr 2010 beendete Krieglstein seine wissenschaftliche Karriere. Ihm wurde bewusst, dass er sich künftig mit den Problemen der Pharmazie und der Medizin weniger befassen wollte, fand aber ein Gebiet, auf dem er sich inzwischen mindestens ähnlich aktiv betätigt. Sein bereits in der Schulzeit angelegtes Interesse für Malerei bot ihm ein völlig neues Feld für aktive und kreative Betätigung. Unter dem Titel „Jetzt male ich!“ hat Krieglstein der Wissenschaft radikal den Rücken gekehrt und sich voll und ganz der Malerei gewidmet – er malt inzwischen täglich und ist auf diesem Gebiet ungebrochen aktiv, so dass er inzwischen über 600 Gemälde geschaffen hat. Auch diese Arbeiten, die er mit viel Spaß und kreativer Freiheit gestaltet, macht er in Ausstellungen in Marburg und Münster der Öffentlichkeit zugänglich und freut sich, wenn auch andere Interesse und Gefallen an seinen Werken finden.

Professor Krieglstein blickt an seinem 75. Geburtstag auf ein ausgesprochen aktives und erfolgreiches Wirken als Wissenschaftler zurück. Er hat in seiner Zeit als Wissenschaftler und Hochschullehrer sein Fach entscheidend geprägt und mit beispielhaftem Engagement vorangebracht. Dabei hat er viele Generationen von Doktoranden und auch Habilitanden hervorgebracht und für die Wissenschaft nachhaltig begeistert. Es ist sehr erfreulich zu sehen, dass Professor Krieglstein auch nach Beendigung der wissenschaftlichen Arbeit in der Malerei  ein neues Betätigungsfeld gefunden hat, in dem er ungebrochen kreativ und aktiv arbeitet. Zum Geburtstag daher die herzlichsten Glückwünsche die verbunden sind mit den besten Wünschen für die begeisterte Fortsetzung der neuen kreativen Arbeit und vielen erfolgreichen Ausstellungen.

Kontakt

Prof. Dr. Carsten Culmsee
Institut für Pharmakologie und Klinische Pharmazie
Fachbereich Pharmazie
Philipps-Universität Marburg

Zuletzt aktualisiert: 18.03.2013 · Prof. Dr. Carsten Culmsee

 
 
 
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