Die Sophie-Scholl-Schule Gießen
Die Sophie-Scholl-Schule in Gießen ist in doppelter Hinsicht eine
„Schule in Bewegung" – zum einen hält ein klassischer Schultag an der
Sophie-Scholl-Schule viele Bewegungsmöglichkeiten für die Schülerinnen
und Schüler bereit, zum anderen „bewegt" sich die Schule auch auf
konzep tioneller Ebene ständig weiter und zeigt sich insgesamt als sehr
entwicklungsfreudig und offen. Durch die Heterogenität der Schülerinnen
und Schüler spielt die individuelle Förderung eine große Rolle, wobei
auch jeweils die individuellen Bewegungsbedürfnisse wahrgenommen
werden. Diesen Bedürfnissen versucht die Schule u.a. durch frei
wählbare Lernorte, Bewegungsmöglichkeiten während des Unterrichts,
längere Pausen im Schultag und nicht zuletzt durch das zur Bewegung
auffordernde Außengelände gerecht zu werden.
Die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler sowie der Mitglieder des
Schulteams bildet den Ausgangspunkt der pädagogischen Arbeit der Schule
und wird im Sinne eines integrativen bzw. inklusiven Schulkonzepts
ernst genommen und geschätzt. Das Lernen findet in zweifach heterogenen
Lerngruppen statt – angelehnt an den Jenaplan nach Peter Petersen gibt
es an der Schule jahrgangsübergreifende Lerngruppen, in denen
Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf
gemeinsam unterrichtet werden. Die einzelnen Lerngruppen werden von
multiprofessionellen pädagogischen Klassenteams betreut. Um den
unterschiedlichen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler besser
entsprechen zu können, ist das Lernen an der Sophie-Scholl-Schule
ganztägig organisiert, wobei ein großer Wert auf einen Tagestakt gelegt
wird, der neben Enspannungsphasen auch ausreichend Entspannungsphasen
vorsieht. ...
Cordula Stobbe, Auszug aus Filmbuch

