Bildkonzept
Gebäude und/oder Studierende - das sind die typischen Bildmotive, die fast alle Universitäten verwenden. Für die Philipps-Universität ist das etwas langweilig, zumal sich das Motiv Studierende schnell erschöpft (lesend, in Bibliothek, in Vorlesung, im Labor, vor einem Eingang) und kaum eine Differenzierung zwischen den Fächern oder gar den Hochschulen vermag. Ähnlich ist es mit den Gebäuden, da nicht jedes Fach in einem so außergewöhnlichen Bau wie der Alten Universität zu Hause ist.
Solche "dokumentarischen" Bilder passen gut für die Illustration von Innenseiten, für die Titelbilder hingegen verfolgt die Philipps-Universität ein anderes Bildkonzept: In Broschüren der Zentralen Studienberatung werden Alltagsmotive eingesetzt und durch Manipulation auf die Studiensituation hin verfremdet. Die Broschüre "Hochschulerkundung" zeigt eine Rolle mit Eintrittskaren für die zwei Tage, der Flyer "Studienangebot" eine Waschmaschine mit Einstellungen für Bachelor, Master, Promotion, Staatsexamen usw. Die Broschüre "Tipps und Hinweise für Studienanfänger" einen Teller Nudelsuppe mit den oben schwimmenden Buchstaben "A - Z".
Bildkonzept Internetauftritte
FB Wirtschaftswissenschaften |
FB Medizin |
Die Internetauftritte sollen unter anderem "Vielfalt in Einheit = vernetztes Leistungsspektrum" zeigen. Die derzeit 134 individuellen Emotionsflächen (obere Bildleiste) variieren in Farbigkeit und Bildmotiv (vgl. Übersicht http://www.uni-marburg.de/relaunch/grafiken/uebersicht). Das rechts in einem Farbbalken angeordnete Bildmotiv ist sind ein oder zwei freigestellte Bildelemente, die zum Teil als Collage neu kombiniert sind. Diese symbolisch orientierten Bildmotive sind zeitlos und verweisen auf das jeweils Ideell-Übergreifende des Fachbereichs (Instituts, Einrichtung usw.).
Dieses Bildkonzept erlaubt, dass sich auch die kleinen geisteswissenschaftlichen Fächer in ihrem Facettenreichtum darstellen können. Dagegen werden in stark homogenen Fachbereichen (z.B. Biologie) Individualisierungswünsche durch Beibehalten der Farbe und Anpassung des Bildmotivs umgesetzt, z. B. Zoologie mit Tiermotiv oder Botanik mit Pflanzenmotiv.

