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Zuckerstoffwechsel im Gehirn als Biomarker bei Idiopathischer REM-Schlaf-Verhaltensstörung
Beschreibung
Die Parkinson-Krankheit wird in der Regel erst diagnostiziert, wenn motorische Symptome auftreten. Zu diesem Zeitpunkt sind jedoch bereits viele der Dopamin produzierenden Nervenzellen im Mittelhirn verloren gegangen. Mögliche Behandlungen zum Schutz dieser Nervenzellen setzen daher zu spät an, sodass die Krankheit derzeit nur symptomatisch behandelt werden kann.
Jahre bis Jahrzehnte zuvor können Patient:innen nicht-motorische Symptome zeigen. Eines der frühesten ist die idiopathische REM-Schlaf-Verhaltensstörung (iRBD), bei der Betroffene ihre Träume im Schlaf körperlich ausagieren. Da Menschen mit iRBD ein deutlich erhöhtes Risiko haben, später an Parkinson zu erkranken, sind sie eine interessante Zielgruppe für die Suche nach Biomarkern, die eine frühere Diagnose und Behandlung von Parkinson ermöglichen.
Frühere Studien unserer Forschungsgruppe zeigten, dass Parkinson-Patient:innen einen reduzierten Zuckerstoffwechsel im Mittelhirn aufweisen. Dies könnte ein Hinweis auf den Zellverlust im Mittelhirn sein. Ein Ziel der vorliegenden Studie ist es daher, zu untersuchen, ob dieser Zustand bereits bei Menschen mit iRBD beobachtbar ist.
Das zweite Ziel befasst sich mit der Frage, warum motorische Symptome erst auftreten, wenn bereits ein Großteil der Dopamin produzierenden Nervenzellen abgestorben ist. Dies deutet darauf hin, dass unser Gehirn über Kompensationsmechanismen verfügt, die dem Dopaminverlust entgegenwirken können. Solche Mechanismen könnten erklären, warum sich Symptome und Krankheitsverlauf zwischen Patient:innen stark unterscheiden. Ein besseres Verständnis dieser Kompensationsmechanismen könnte nicht nur die Vorhersage individueller Krankheitsverläufe verbessern, sondern auch neue Ansatzpunkte für zukünftige Therapien liefern. In der vorliegenden Studie werden diese Mechanismen mithilfe bildgebender Verfahren und klinischer Untersuchungen erforscht.
Ansprechpartner:innen
Frau Anneke Below und Frau Dr. rer. nat Marina Ruppert-Junck
Telefon: 06421/58 - 65299
Telefax: 06421/58 - 67055
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