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Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis

Fachgebiet Altorientalistik: SoSe 2024

Einführung in die Akkadische Sprache und Keilschrift II

Seminar
Modul: Akkadische Sprache II (LV-10-772-477)
Dozent: Prof. Dr. Nils P. Heeßel
Zeit: Di 10.15-11.45
Beginn: 16.04.2024
Ort: DH 12 01A03

In diesem Kurs wird die Einführung in die Grammatik der akkadischen Sprache aus dem Wintersemester fortgesetzt. Nach Abschluss der Lektionen 8-12 und dem Studium des „schwachen“ Verbums aus dem Lehrbuch werden Passagen aus dem Kodex Hammurapi gelesen, vor allem Gesetze, aber auch Teile des Prologs und Epilogs. In einem zugehörigen Tutorium werden die Inhalte vertieft und Lernerfolge überprüft.

Tutorium zu Einführung in die Akkadische Sprache und Keilschrift II

Tutor: Marian Wehrstein
Zeit: Fr 08.15-09.00
Beginn: 19.04.2024
Ort: DH 12 00A23

Das Gilgamesch-Epos und andere akkadische Mythen und Epen

Seminar
Modul: Texte: Akkadisch II (LV-10-772-117)
Dozent: Dr. Adam Howe
Zeit: Di 10.15-11.45
Beginn: *23.04.2024*
Ort: DH 12 00A09

Die akkadischen Mythen bilden die normierenden und fundierenden Texte der babylonisch-assyrischen Kultur. Sie erklären die Welt und thematisieren viele „philosophische“ Themen wie „Warum sterben wir? Was ist der Sinn des Lebens? Warum gibt es Leid in der Welt? Wieso trifft das Unglück mich?“ In den Mythen werden die grundsätzlichen Fragen der menschlichen Existenz verhandelt und somit für die Leser (bzw. besser: Zuhörer) begreifbar.

In diesem Lektürekurs werden ausgewählte Passagen aus bestimmten wichtigen akkadischen Mythen gelesen: u.a. die Höllenfahrt von Ištar, der „Weltschöpfungsmythos“ Enūma Eliš oder die Erra-Erzählung. Im Zentrum steht aber die Erzählung der Sintflut in der 11. Tafel des Gilgameš-Epos, die in Gänze gelesen werden soll. Der Kurs zielt darauf ab, eine gute Übersicht über die akkadischen Mythen sowie die Sprache und Form der literarischen bzw. poetischen Texten zu vermitteln.

Mari (Fortgeschrittene akkadische Lektüre)

Seminar
Modul: Lektüre für SeAor 1–4 // Literatur: Akkadisch II (LV-10-772-480)
Dozent: Prof. Dr. Nils P. Heeßel
Zeit: Di 14.15-15.45
Beginn: 16.04.2024
Ort: DH 12 00A23

In Mari am mittleren Euphrat wurden altbabylonische Archive gefunden, die uns einen tiefen Einblick in die Zeit des beginnenden 18. Jhs. v. Chr. bieten. Sie spiegeln die historische Entwicklung in dieser Zeit wider, in der Mari zuerst Teil des obermesopotamischen Reiches von Šamšī-Adad und dann als Herrschaftszentrum von König Zimrilim ein bedeutender Gegenspieler von König Hammurapi von Babylon war. 

In dem Lektürekurs werden wichtige Texte zur historischen Entwicklung in dieser Zeit gelesen. Hierbei handelt es sich vor allem um Briefe, die an den Palast von Mari, vor allem an die Könige von Mari geschrieben wurden. Der Kurs zielt darauf ab, eine Übersicht über diese Zeit sowie über Aufbau und grammatische Besonderheiten der Mari-Briefe zu vermitteln.

Cuneiforum

Übung
Modul: Methoden der Altorientalistik (HSLK) // Lektüre für SeAor 1– 4 (LV-10-772-483)
Dozent: Prof. Dr. Nils P. Heeßel
Zeit: Mo 14.15-15.45
Beginn: 15.04.2024
Ort: DH 12 00A09

Dieses Seminar für fortgeschrittene Studierende dient der Einführung in die Edition altorientalischer Texte. Im Cuneiforum werden noch unpublizierte altorientalische Texte gemeinsam gelesen und um die Lesung und Deutung von Zeichen und Zeichenfolgen gerungen, wodurch die Kenntnisse in der Keilschrift, der Grammatik und Lexik geschult werden. Die Lektüre erfolgt anhand von Keilschriftautographien und Fotos der Tontafeln. Durch das „Ringen“ um die richtige Lesung werden die philologischen Methoden der Altorientalistik erlernt, angewendet und eingeübt. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten mit Keilschriftkenntnissen.

Kolloquium: Textanalyse und Textinterpretation

Seminar
Modul: Methoden der Altorientalistik (LV-10-772-484)
Dozent: Prof. Dr. Nils P. Heeßel / Prof. Dr. Stefan Weninger
Zeit: Mo 16.15-17.45
Beginn: 15.04.2024
Ort: DH 12 00A16

Sumerische Texte II

Seminar
Modul: Weitere altorientalische Sprache II (LV-10-772-331)
Dozent: Dr. Adam Howe
Zeit: Do 10.15-11.45
Beginn: 18.04.2024
Ort: DH 12 00A09

Dieser Kurs dient der weiteren Vertiefung der Kenntnisse der sumerischen Grammatik und des kulturellen Kontextes durch die Lektüre verschiedener bedeutender literarischer Texte. Die meisten solcher Texte stammen aus der altbabylonischen Zeit, d. h. eine Periode, in der Sumerisch nicht mehr gesprochen wurde aber seinen Status als Sprache der Gelehrsamkeit schon erreicht hatte.

Die ausgewählten Textabschnitte werden die Breite der mesopotamischen Mythologie und Dichtung um die Jahrtausendwende beweisen, unter denen auch Vorläufer der späteren akkadischen Kompositionen, z. B. der sumerische Gilgamesch-Zyklus, die Lugalbanda-Erzählungen, die sumerische Sintflutgeschichte, Stadtklagelieder,  Disputationsgedichte usw.

Inklusion, Provenienz, Resilienz: Aktuelle Themen, Akteure und Herausforderungen im Bereich der Kulturpolitik in Deutschland

Seminar
Modul: Kulturpolitik (LV-10-772-996)
Dozent: Prof. Dr. Markus Hilgert
Zeit: Do 17.00-20.00 (14-tägig, online)
Beginn: 18.04.2024
Ort: online

Digitale Recherchemethoden der Altorientalistik

Übung
Modul: Themen der Altorientalistik I oder II (LV-10-772-570)
Dozent: Johannes Dams
Zeit: Mo 12.15-13.45
Beginn: 15.04.2024
Ort: DH 12 00A23

Die Altorientalistik ist ein Fachgebiet, welches sich über einen Zeitraum von über 3.000 Jahren mit dem Alten Orient befasst. Naturgemäß umfasst die Altorientalistik daher eine für den Einsteiger fast unüberschaubare Fülle an Daten. In den letzten Jahren sind diese Daten vermehrt im Internet frei zugänglich gemacht worden. Wer damit umzugehen weiß, hat ein mächtiges Werkzeug an der Hand, welches ihm hilft, die Datenmengen zu bewältigen und schnelle Ergebnisse zu generieren. Leider verteilen sich die Daten auf einer Vielzahl von Datenbanken, die jede ihre eigenen Tücken haben. Das Seminar richtet sich an alle, die sich bereits mit dem Fachgebiet Altorientalistik beschäftigen, aber Nachholbedarf bezüglich der digitalen Recherchemethoden haben. Grundlegende Kenntnisse des Akkadischen und Sumerischen sind hilfreich.

Inszenierung und Beschreibung. Zur Geschichte der Ritualforschung im 19. und 20. Jahrhundert

Seminar
Modul: Themen der Altorientalistik I oder II (LV-10-772-571)
Dozent: Dr. Marion Steinicke
Zeit: Di 16.15-17.45
Beginn: *23.04.2024*
Ort: DH 12 00A03

Die Erforschung von Ritualen ist über lange Zeit eher den Randbereichen kulturhistorischer Disziplinen zugeordnet worden; sie hat sich aus eben diesem Grund zu einem interdisziplinären Aufgabengebiet von primärer epistemologischer Bedeutung namentlich für die Altertums- und Geschichtswissenschaften entwickelt. Die gezielte Aufmerksamkeit auf die Verknüpfungen ritueller Praktiken mit politischen Narrativen, ikonographischen Traditionen und sozialen Verhaltensnormen hat über Fachgrenzen hinaus folgenreiche Erkenntniszusammenhänge erschlossen. Dabei ist auffällig, dass die Ritualforschung unbeschadet ihrer signifikanten methodologischen Unterschiede bereits in einem frühen Stadium eine konzeptionelle Nähe zu dem erkennen lässt, was in einem späteren Kontext mit dem Terminus "Atmosphäre" umschrieben wird.

Das Seminar wird anhand ausgewählter Schriften von James Frazer, Jane Harrison, Aby Warburg, Arnold van Gennep u.a. die Entstehung und Entwicklung ritualtheoretischer Ansätze vom ausgehenden 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts nachzeichnen und auf ihre aktuelle heuristische Relevanz befragen.

Literatur zur Einführung:
Andrea Belliger/David J. Krieger (hgg.), Ritualtheorien. Ein einführendes Handbuch, Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 1998.
Christoph Wulf/Jörg Zirfas (hgg.), Die Kultur des Rituals. Inszenierungen, Praktiken, Symbole, Fink, München 2004.
Marion Steinicke/Stefan Weinfurter (ed.), Investitur- und Krönungsrituale. Herrschaftseinsetzungen im kulturellen Vergleich, Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2005.

Assyrien – Landschaft und Kulturentwicklung

Seminar
Modul: Themen der Vorderasiatischen Archäologie I oder II (LV-10-772-574)
Dozent: Prof. Dr. Elisabeth von der Osten-Sacken
Zeit: Mi 10.15-11.45
Beginn: 17.04.2024
Ort: DH 12 00A16

Zwischen Umwelt und Kulturentwicklung besteht eine enge Wechselbeziehung, die in diesem Seminar im Fokus steht. Da die Umweltbedingungen von vielen Faktoren abhängen, geht es um deren Erfassung und Beschreibung im Kontext vergangener Kulturentwicklungen. Ausgehend von theoretischen Modellen und aktuellen Forschungsansätzen werden die Verhältnisse und Veränderungen im Nordirak behandelt.

Geschichte und Archäologie des Neuassyrischen Reiches

Seminar
Modul: Themen der Vorderasiatischen Archäologie I oder II (LV-10-772-575)
Dozent: Prof. Dr. Elisabeth von der Osten-Sacken
Zeit: Mi 14.15-15.45
Beginn: 17.04.2024
Ort: DH12 00A16

Bereits im 19. Jahrhundert spielte die Suche nach Ninive in den frühen archäologischen Unternehmungen auf den Spuren biblischer Erzählungen eine große Rolle. Die zahlreichen und unterschiedlichen Hinterlassenschaften der Assyrer sind daher in der Altorientalistik und Vorderasiatischen Archäologie sehr wichtig. Ihre Paläste, die mit aufwendigen Reliefdarstellungen geschmückt waren, die den Betrachtern die Überlegenheit der Assyrer vor Augen führen sollten, stehen in Mittelpunkt des Seminars. Da sie auch die jeweiligen Selbstvorstellungen des Herrschers widerspiegeln, eignen sich diese Denkmäler auch zur Beleuchtung der historischen Entwicklung.

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