Hauptinhalt

M.A. Iranistik am CNMS studieren - die Studieninhalte

Golestan
Foto: Anna Heller

Der Masterstudiengang Iranistik in Marburg bietet Ihnen eine fundierte wissenschaftliche Qualifizierung im Bereich der kulturwissenschaftlich und historisch ausgerichteten Neuiranistik. Sie können Ihre Kenntnisse vor allem in folgenden Bereichen vertiefen:

  • in der persischen Literatur
  • in der mittelalterlichen und neueren/neuesten Geschichte der iranischen Welt
  • in der kulturanthropologischen Beschäftigung mit iranischen Gesellschaften der Gegenwart

Im Master Iranistik ist die nachhaltige Vertrautheit mit dem Persischen in seiner klassischen und modernen Ausprägung ein wesentliches Ausbildungsziel. Gleichzeitig haben Sie die Möglichkeit, Ihre sprachlichen Fähigkeiten im Rahmen wissenschaftlicher Themenstellungen anzuwenden. Sie werden zum Beispiel intensiv mit Originalquellen arbeiten können.

Auf dem Niveau des Masterstudiengangs sind Forschung und Lehre eng verbunden. Im Unterricht werden Sie sich mit aktuellen Forschungsdiskussionen und -debatten auseinandersetzen. Die unterschiedlichen Wissenschaftskulturen der Iranistik in Europa, den USA, Ostasien und Iran sind dabei eine zusätzliche Bereicherung.

Studieninhalt und -ablauf

Studierende
Foto: Anna Heller

Der Master Iranistik baut auf einem entsprechenden Bachelorstudiengang auf, z.B. dem B.A. Nah- und Mittelost-Studien hier am CNMS. In der Iranistik beschäftigen wir uns mit den Gesellschaften, der Geschichte und den Religionen des iranischen Kulturraums, in einem Zeitraum von der Antike bis zur Gegenwart. Iranistik ist ein philologisches Fach, d.h. wir befassen uns mit der persischen Sprache und Literatur. Dabei geht es auch um historische und kulturwissenschaftliche Fragestellungen. Diese beziehen sich z.B. auf Gegenwartsliteraturen und Film oder auf die Textgenese klassischer Literatur. Der geographische Raum umfasst den modernen Iran und angrenzende persischsprachige Regionen. Dazu gehören Afghanistan und Tadschikistan, in kulturhistorischer Perspektive auch Südasien, Anatolien und der Kaukasus. Unsere Lehrenden kommen teilweise direkt aus der Region oder kennen sie gut durch Auslandsaufenthalte.

Voraussetzungen sind gute Persischkenntnisse, die im Umfang von mindestens 24 SWS oder mindestens 36 LP oder durch gleichwertige Leistungen nachgewiesen werden müssen. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an die Zuständigen des Fachbereichs.

WICHTIG: Ab dem Wintersemester 2021/22 gilt eine neue Prüfungsordnung, d.h. die hier vorgestellte Struktur des Studiengangs wird sich ändern!

Der Masterstudiengang Iranistik gliedert sich in die Studienbereiche Fachkompetenz, Sprachkompetenz, Praxis- und Profilbereich und Abschlussbereich.

Sprachen im Master Iranistik

Persisch als Fachsprache ist Voraussetzung für das Masterstudium. Die Sprachlehre erfolgt mit dem Ziel einer aktiven Sprachkompetenz.

Persische Sprachkompetenz I

Hier liegt der Schwerpunkt auf der Verbesserung der Lese- und Hörkompetenz auf höherem bis hohem Niveau.

Persische Sprachkompetenz II

Mit Schwerpunkt auf der Verbesserung der produktiven Sprachkompetenzen im Verfassen von Abhandlungen und Präsentationen auf Fortgeschrittenenniveau.

Persische Sprachkompetenz III

Der Schwerpunkt wird auf die Verbesserung der produktiven Sprachkompetenzen in der freien Darbietung von Präsentationen und der Beteiligung an geführten Diskussionen gesetzt.

Alternativ zur Ausbildung in Persisch kann auch eine vertiefte Sprachausbildung in Arabisch oder

Türkisch gewählt werden. Dies gilt für Studierende, die die Kompetenzen der Module Persische Sprachkompetenz I, Persische Sprachkompetenz  II  und/oder  Persische  Sprachkompetenz  III  bereits  erworben  haben  (vor   allem   Muttersprachlerinnen   und   Muttersprachler).    

Weitere Module im Master Iranistik

  • Geschichte der iranischen Welt
  • Persische Literatur und Kultur
  • Quellenkunde zur Geschichte der iranischen Welt
  • Literarisches Übersetzen aus dem Persischen
  • Iranistisches Projekt

Praxis- und Profilmodule

In den Praxis- und Profilmodulen haben die Studierenden die Möglichkeit, sich zu spezialisieren und Arbeitserfahrungen zu sammeln, die für den Berufseinstieg qualifizieren.

Regelungen zu Praktika

Im Masterstudiengang Iranistik können Studierende zwischen dem Profilmodul Außeruniversitäres Praktikum oder Lehrpraktikum wählen. Die Studierenden bemühen sich selbstständig um eine außeruniversitäre Praktikumsstelle, können sich aber jederzeit für Hilfe an die Studienberatung oder die Zuständigen des Fachbereiches wenden. Das Praktikum kann bei öffentlichen Institutionen und gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Organisationen jedweder Art absolviert werden, deren Tätigkeitsfelder erkennbare Bezüge zu den Studieninhalten aufweisen. Die Mindestdauer ist sechs Wochen. Das Lehrpraktikum bereitet auf eine mögliche Akademische Laufbahn an der Hochschule oder im Bildungsbereich vor. Es beinhaltet eine angeleitete Vorbereitung und Erteilung eines nicht-curricularen Tutoriums für B.A.-Studierende des 1. oder 2. Studienjahrs zu den Inhalten des Fachs (im Team und unter Betreuung).

------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Wofür interessieren sich unsere Studierenden im Master Iranistik?

Themen abgeschlossener Masterarbeiten (2011-2017)

  • "Grundschulbildung in Iran: kritische Schriften von Samad Behrangi" (Aline H., 2011)
  • "Dāneš und Šokūfeh: Zwei Frauenzeitschriften auf der Schwelle zur Moderne" (Golrang Kh., 2011)
  • "Die ambivalente Gestalt Satans in der mystischen persischen Dichtung am Beispiel Rūmīs" (Arfa T., 2011)
  • "Kinohelden im vorrevolutionären Film Irans" (Jasmina E., 2012)
  • "Ḫwāǧū Kirmānīs „Rauḍat al-anwār“ in der Nachfolge von Niẓāmīs „Maḫzan al-asrār“" (Christine K., 2014)
  • "Gholam-Hoseyn Saʿedis Dramen zur Verfassungsrevolution“ (Anna H., 2014)
  • "Erfahrungen mit Remigration und Reintegration in Iran" (Julie L., 2015)
  • "Zwischen Realität und Fiktion: Die Darstellung der Islamischen Republik Iran im Hollywood-Film ‚Argo‘" (Afroz Gh., 2015)
  • "Krieg und Gemeinschaft in den Romanen Bâq-e bolur von Mohsen Maxmalbâf und Zamin-e suxte von Ahmad Mahmud" (Esther G., 2015)
  • "Die Rezeption von Zack Snyders Film "300" (2007) in der iranischen Öffentlichkeit" (Nijuscha M., 2015)
  • "Die Darstellung der schiitischen Zeitehe im Dokumentarfilm 'Im Bazar der Geschlechter' von Sudabeh Mortezai" (Roghia R., 2017)
  • "Iranische Migration nach Deutschland - Eine empirische Untersuchung unter dem Aspekt von Integration, Identität und Bildung" (Hotan P., 2017)
  • "Der Einfluss des Staatsstreichs vom 28. Murdād 1332 (18. August 1953) auf die Entwicklung der modernen persischen Lyrik" (Sareh D., 2017)
  • "Kleidung und Mode in der persischen Miniaturmalerei der Safawiden- und Qadjarenzeit" (Farnoush Gh., 2018)