Reparationsforderungen für die Sklaverei in der Karibik

Vortrag im Rahmen des Anthrolabs

Veranstaltungsdaten

02. Mai 2019 19:15 – 02. Mai 2019 20:15

Hör-/Lehrsaal 109 (+1/1090) in der Deutschhausstrasse 3

Der Vortrag gibt einen Überblick über aktuelle Reparationsforderungen für die Sklaverei innerhalb der CARICOM Reparations Commission, einem Bündnis zivilgesellschaftlicher und staatlicher Akteur*innen, überwiegend aus der anglophonen Karibik. In einem Zehn-Punkte-Plan fordern sie von europäischen Regierungen Wiedergutmachung für historisches Unrecht und die langfristigen Folgen der Sklaverei, die bis heute karibische Gesellschaften belasten. Nach einer Einführung in die zentrale Rolle der Karibik für global-historische Entwicklungen ausgehend von transatlantischen Versklavungshandel und Plantagensklavereien, werden am Beispiel von Jamaika, basierend auf Feldforschungen und qualitativen Interviews mit Aktivist*innen deren Motivationen, Narrative und Formen der politischen Mobilisierung aufgezeigt. Es werden Diskussionen über die Bedeutung der Reparationsforderungen nicht nur für die karibische Region, sondern insbesondere für eine notwendige Auseinandersetzung mit Sklaverei und Kolonialismus in Europa im Sinne verwobener und geteilter Geschichten angeregt.

Referierende

Dr. Claudia Rauhut, Lateinamerika-Institut, Freie Universität Berlin

Veranstalter

Philipps-Universität Marburg
Institut für Vergleichende Kulturforschung - Kultur- u. Sozialanthropologie
und Religionswissenschaft
Fachgebiet Kultur- und Sozialanthropologie

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