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Geschichte(n) des Fachgebiets

Fachgeschichte
Foto: Ethnographische Sammlung/Nachlass Koch-Grünberg

Beginnen wir beim Jetzt: Die Ethnographische Sammlung ist im Jahr 2015 in die Rudolph-Bultmann-Str. 4a umgezogen. Das Fachgebiet für Kultur- und Sozialanthropologie befindet sich seit dem Jahr 2014 in der Deutschhausstraße 3, im Zentrum Marburgs. Vorher und bis dahin für gut 40 Jahre befand sich das Fachgebiet in der Kugelgasse 3 in der Marburger Oberstadt. Seit 2010 heißt das Fachgebiet Kultur- und Sozialanthropologie, nicht mehr Völkerkunde wie die 54 Jahre zuvor. Und seit 2008 hat Ernst Halbmayer die Professur für Kultur- und Sozialanthropologie inne und folgte damit auf Mark Münzel, der das Fach seit 1989 bis zu seiner Emeritierung vertrat.

Es wird deutlich: jedes Jetzt folgt auf ein Vorher, so auch das Jetzt des Marburger Fachgebiets. Die Kultur- und Sozialanthropologie hat in Marburg eine lange Tradition: Verbindungen zwischen Fach und Stadt lassen sich bis ins 16. Jhd. zurückverfolgen.

Historisch hat das Fach unterschiedliche Phasen durchlaufen, diverse Ausrichtungen erfahren und mit unterschiedlichen moralischen und ethischen Vorannahmen gearbeitet. Dies trifft auf die Kultur- und Sozialanthropologie im weltweiten Kontext ebenso, wie im Kontext der Marburger Universität zu. Wir sind davon überzeugt, dass es wichtig ist, die Geschichte des Faches zu kennen. Nur so kann ermöglicht werden, dass dieses Erbe kritisch behandelt, Debatten in ihre historischen Kontexten eingebettet und aktuelle Entwicklungen vor dem Hintergrund dieses historischen Erbes betrachtet werden können.

Wir arbeiten derzeit an einer Neugestaltung der Geschichte des Fachgebiets in Marburg.