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Workshop "Die Beziehungen zwischen deutschsprachiger und brasilianischer Sozialanthropologie im 20. Jahrhundert"

Veranstaltungsdaten

20. Oktober 2026 09:00 – 20. Oktober 2026 16:45
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Dekanatssitzungssaal, Ketzerbach 63, 2. OG

Die Beziehungen zwischen der brasilianischen und der deutschsprachigen Sozialanthropologie sind durch eine lange Geschichte wissenschaftlicher Begegnungen, personeller Verflechtungen, ethnographischer Forschungen und transatlantischer Wissenstransfers geprägt. Im Rahmen eines gemeinsamen DAAD/CAPES-Projekts untersuchen Sozialanthropolog*innen der Universidade Federal de Pernambuco und der Philipps-Universität Marburg diese Beziehungen aus historischer und gegenwärtiger Perspektive.

Der Workshop widmet sich ausgewählten Personen, Objekten, ethnographischen Sammlungen und wissenschaftlichen Nachlässen, anhand derer sich die vielfältigen und sich wandelnden Beziehungen zwischen beiden Wissenschaftstraditionen rekonstruieren lassen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Korrespondenz zwischen Theodor Koch-Grünberg und Curt Nimuendajú, historische Forschungen zu indigenen Gesellschaften Brasiliens sowie die Entstehung, Zirkulation und gegenwärtige Bedeutung ethnographischer Sammlungen in deutschen Museen. Darüber hinaus werden Fragen des Umgangs mit afrobrasilianischen Objekten und neuere theoretische Perspektiven auf indigene Kosmologien und soziokulturelle Transformationen diskutiert.

Der Workshop verbindet wissenschaftshistorische, sammlungsbezogene und ethnographische Zugänge und fragt danach, wie transatlantische Beziehungen die Produktion anthropologischen Wissens geprägt haben und bis heute beeinflussen.

Das detaillierte Programm finden Sie hier.

Veranstalter

Institut für Sozialanthropologie und Religionswissenschaft

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