10.01.2022 Decolonize Teacher Education?! Seminar und Exkursion im Sommersemester 2022

Das Sommersemester 2022 wird in der Geschichtsdidaktik und der Didaktik der politischen Bildung in Marburg gemeinsam unter folgendes Thema gestellt: "Decolonize Teacher Education?! – Zur Rolle postkolonialer Theorieansätze im Rahmen historisch-politischer Bildung". Neben Seminar und Exkursion werden auch eine Summer School und Schreibwerkstatt angeboten. Bewerbungsschluss ist der 15. März 2022.

Foto: colourbox.de / Lydia Goolia

Das Sommersemester 2022 wird in der Geschichtsdidaktik und der Didaktik der politischen Bildung in Marburg gemeinsam unter folgendes Thema gestellt:

Decolonize Teacher Education?! – Zur Rolle postkolonialer Theorieansätze im Rahmen historisch-politischer Bildung

Wir bieten, gefördert aus QSL-Mitteln des Zentrums für Lehrerbildung, ein vielfältiges und attraktives Veranstaltungsangebot für Lehramtsstudierende der Fächer Geschichte sowie Politik und Wirtschaft an:

  • Seminar + Exkursion nach Berlin (5.-7. Mai 2022),
  • Summerschool (14.-15. Juli 2022) mit Gastvorträgen, Schreibwerkstatt und Publikationsmöglichkeit

Die Geschichte der komplexen Entanglements und gegenwärtiger Globalisierungsphänomene müssen herrschaftskritisch (und somit auch rassismuskritisch und postkolonial) analysiert werden. Perspektiven der Postcolonial Studies sind daher notwendiger Bestandteil einer geschichts- und sozialwissenschaftlich informierten Lehrer:innenbildung, um Lehramtsstudierende – und damit zukünftige Lehrer:innen – zu befähigen, eine mehrperspektivische, zeitgemäße historisch-politische Bildung umzusetzen.

Die Globalgeschichte und gegenwärtigen Phänomene der Globalisierung, die in Lehrplänen und Curricula Einzug gehalten haben, können nur dann als sinnbringend verstanden und unterrichtet werden, wenn es nicht erneut vorwiegend zu ‚weißen‘ Blicken auf ‚die anderen‘ führt und damit Othering-Prozesse fortgeführt und verfestigt werden. Gerade im Kontext des Studiums der Unterrichtsfächer Geschichte und Politik und Wirtschaft müssen die damit verbundenen Implikationen strukturell in das universitäre Lehrangebot einbezogen werden. Die gesellschaftliche Relevanz postkolonialer Perspektiven spiegelt sich auch in zunehmenden Forschungsaktivitäten in der Geschichts- und Politikdidaktik. Auch das Interesse der Studierenden und Kolleg:innen steigt und wir möchten Studierenden ermöglichen, (1.) an den aktuellen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskursen teilzuhaben, (2.) unterrichtsrelevantes Wissen zu erwerben und (3.) Unterrichtsideen und -konzepte zu entwickeln.

In Kooperation mit Wissenschaftler:innen, Aktivist:innen und politischen Bildner:innen wollen wir diskursiv-kritisch arbeiten und setzen dazu Diskussionen Workshops, Interventionen, (Gegen-)Führungen (bspw. zum Humboldtforum in Berlin) und Publikationen um.

Bei Interesse senden Sie bitte bis zum 15. März eine E-Mail mit kurzem Motivationsschreiben (0,5 - 1 Seite) an: polbil@staff.uni-marburg.de. Sie können dabei auf folgende Fragen eingehen: Warum möchte ich teilnehmen? Was könnten meine Forschungsfragen, Interessen und Perspektiven auf dieses Thema sein?

Weitere Informationen

  • begrenzte Teilnehmer:innenzahl 
  • Seminar und Exkursion sind nicht getrennt belegbar
  • An-/Abreise im Rahmen der Exkursion erfolgt auf eigene Kosten, die Übernachtungskosten und Eintrittsgelder werden voraussichtlich übernommen

Das Seminar kann in folgenden Modulen belegt werden:

LA Politik und Wirtschaft:

  • StPO 2013: Fachdidaktik 4 (SPS II Äquivalenz) und Fachdidaktik 7 (Konzepte der politischen Bildung)
  • StPO 2018: Fachdidaktik 6 (Konzepte der politischen Bildung)

LA Geschichte:

  • StPO 2013: Äquivalenz SPS II  und  ProfiPraxis
  • StPO 2018: ProfiWerk

Diese Informationen finden Sie auch auf dem Aushang (.pdf)

Kontakt